Buttgrabbeln ist eine alte Fischfangtechnik aus Ostfriesland.Wulf Sander: Butt grabbeln: nach alter Sitte mit flinken Händen Plattfische im Watt fangen. In: Ostfreesland: Kalender für Ostfriesland. Norden 2013, ISBN 978-3-944841-05-2. S. 96–97 Sie ist in ihrer Anwendung dem Buttpedden ähnlich.

Herkunft Die Bezeichnung ist eine Zusammensetzung des Begriffs Butt, mit dem in Ostfriesland verschiedenste Arten von Plattfischen bezeichnet werden,Alfred-Wegener-Institut: sowie des niederdeutschen Wortes grabbeln, das mit den Fingern [herum]tasten beziehungsweise tastend, mit den Fingern herumwühlend [in die Hand] nehmen bedeutet.Duden: grabbeln. Aufgerufen am 27. Dezember 2014.

Beim Buttgrabbeln zogen eine oder mehrere Personen mit Kartoffelsäcken bei Einsetzen der Ebbe barfuß in das Wattenmeer. Dort suchten sie die Priele auf, in denen sie Butt, Scholle und andere Plattfische vermuteten. Dort fingen sie die Tiere mit der HandMax Dem von Borne: Handbuch der Fischzucht und Fischerei. Berlin 1886. S. 484 und verwahrten sie im mitgeführten Kartoffelsack. Diese Methode war noch bis in die 1960er Jahre gebräuchlich. Inzwischen gelten die Bestände als überfischt.Jürgen Knaack (Niedersächsischer Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz [NLWKN]): Güteüberwachung. Aufgerufen am 27. Dezember 2014.

Einzelnachweise

Kategorie:Ostfriesland Kategorie:Fischereimethode Kategorie:Fischereigeschichte (Deutschland)