Wolfgang Reuther (* 4. Mai 1917 in Mannheim; † 24. Februar 2004 in Auribeau-sur-Siagne) war ein deutscher Maler, Graphiker und Autor.
Leben Reuther studierte an der Akademie der Bildenden Künste München bei Olaf Gulbransson und Julius Hess sowie von 1950 bis 1952 bei Fernand Léger und Stanley William Hayter in Paris. Weiterbildungen und Studienreisen unternahm er in Italien, Nordafrika, Westafrika, der Türkei, in Ägypten, Rumänien, Ungarn, Belgien, Holland, Schweden, Brasilien, Spanien, Dänemark, England und in den USA.
Reuther hing zunächst dem Surrealismus und der abstrakten Kunst an, bevor er sich 1952 – beeinflusst durch Léger – der Neuen Figuration zuwandte. Er malte Landschaften (Oberbayern, Indonesien, Thailand, Ceylon, Nepal), Porträts, Akte, Stillleben, Motive der Folklore, des Stierkampfes und des Konzertlebens. Ab 1968 widmete er sich bevorzugt dem Thema Sport (u. a. Polo, Golf, Segeln, Dressurreiten, Handball, Surfen, Fußball). Während er ansonsten hauptsächlich in Öl malte, setzte er dabei auch andere Techniken ein. Er entwarf Tapisserie-Vorlagen in Karton, schuf Glasfenster (darunter eines mit Taucher- und Fischerfiguren für eine Schwimmhalle anlässlich der Olympischen Sommerspiele 1972) und Entwürfe für Sport-Medaillen (1977).
Reuther lebte in Altenbeuern und Paris. Er hatte bis 1961 eine Beziehung mit der Malerin Mima Jonquières (1905–2005),Mima von Jonquières. In: Kilder Til Dansk Kunsthistorie. Abgerufen am 8. April 2024. mit der er auch mehrfach zusammen ausstellte. 1961 heiratete er die Französin Inès de Camaret und wurde in den Jahren danach Vater von zwei Söhnen. 2004 starb er im Alter von 86 Jahren in der südfranzösischen Gemeinde Auribeau-sur-Siagne. Er wurde auf dem Friedhof in Altenbeuern beigesetzt.Wolf Reuther. In: gailerfineartchiemsee.de. Abgerufen am 8. April 2024.
Einzelausstellungen (Auswahl) 1949: Rio de Janeiro 1950: Galerie Domus in Sao Paulo 1951: Paris, Baden-Baden 1952: Stockholm, Örebro, Galerie Chichio Haller in Zürich 1953: Rosenheim 1954: Galerie Wolfgang Gurlitt in München, Galerie Saint Placide in Paris 1955: Oberhausen, Remscheid, Sao Paulo 1957: Galerie 75 in New York, Berlin 1958: Paris, Köln, Münster, Kopenhagen 1959: Hamburg, Frankfurt, Avignon, Salzburg 1960: Nürnberg, Wuppertal, Sevilla, Witten-Ruhr, Paris, Münster, Lyon 1961: Montpellier, Avignon, München 1962: New York, Paris, München 1963: Mailand, München, Fulda 1964: Paris, München, Frankfurt
Werke in öffentlichen Sammlungen (Auswahl) Musee de la Ville de Paris Musee des Beaux Arts Nimes Musee Calvet Avignon Städtische Galerie München Staatliche Grafische Sammlung München Städtische Kunsthalle Rosenheim Städtische Galerie Oberhausen Städtische Galerie witten/Ruhr
Auszeichnungen (Auswahl) 1958: Großer Internationaler Preis von Nimes 1958: Festival Avignon, Medalliie d’honneur 1958: Internationaler Concours de Deauville 1959: Internationaler Concours de Beziers, 2. Preis 1959: Internationaler Concours de Tunis 1960: Erster Preis beim Wien-Festival
Literatur Wolf Reuther: dessins et croquis – Zeichnungen und Entwürfe, Editions Horev Mod'Art; München, 1986 Brigitte Regler & Wolf Reuther: Reuther Pappbilderbuch – Buch-Kunstverlag, 1967 Roger Bouillot: Reuther, Paris, 1986 Pierre Mazars: Reuther. Starnberg, 1982
Weblinks Werke von Wolf Reuther bei artnet
Einzelnachweise
Kategorie:Maler (Deutschland) Kategorie:Autor Kategorie:Geboren 1917 Kategorie:Gestorben 2004 Kategorie:Deutscher Kategorie:Mann