(η4-1,5-Cyclooctadien)(η6-1,3,5-cyclooctatrien)ruthenium ist eine metallorganische Rutheniumverbindung.

Geschichte Die Erstdarstellung von (η4-1,5-Cyclooctadien)(η6-1,3,5-cyclooctatrien)ruthenium, dem ersten bekannten Ruthenium(0)-Olefinkomplex, gelang Ernst Otto Fischer im Jahr 1963. Fischer gelang die Synthese in geringer Ausbeute durch die Reduktion von Ruthenium(III)-chloridhydrat mit Isopropylmagnesiumbromid in Gegenwart von 1,5-Cyclooctadien und 1,3,5-Cyclooctatrien und anschließende Bestrahlung mit UV-Strahlung.Ernst Otto Fischer, Jörn Müller: Metall-π-Komplexe des Rutheniums und Osmiums mit 6- und 8-gliedrigen cyclischen Oligoolefinen. In: Chemische Berichte. 96, 1963, S. 3217–3222, . Durch Wahl von Zink zur Reduktion des Chlorids steigt die Ausbeute beträchtlich.Paolo Pertici, Giovanni Vitulli, Lido Porri: Improved synthesis of cyclo-olefin complexes of ruthenium via metallic zinc reduction. In: Journal of the Chemical Society, Chemical Communications. 1975, S. 846a, .

Eigenschaften und Reaktionen (1,5-Cyclooctadien)(1,3,5-cyclooctatrien)ruthenium bildet gelbe Kristalle, die wenig luftstabil sind. Es ist unlöslich in Alkoholen, aber löslich in Toluol und Chloroform. Es eignet sich als Edukt zur Herstellung von rutheniumbasierten Katalysatoren, die beispielsweise Silylierungen von Alkenen, Carbonylierungen von Aminen und bestimmte Reaktionen zur Knüpfung von Kohlenstoff-Kohlenstoff-Bindungen katalysieren.

Einzelnachweise

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