mini|Möslestadion Die Freiburger Fußballschule ist das Nachwuchsleistungszentrum des SC Freiburg. Sie wurde 2001 im Möslestadion in Freiburg eröffnet und dient zur Ausbildung der vereinseigenen Fußballnachwuchsspieler. Die Schule ist für die finanzielle und sportliche Leistungs- und Zukunftsfähigkeit des Clubs eine tragende Säule und verleiht ihm seine Identität und Ansehen als Ausbildungsverein. Geschichte
Die FFS wurde im September 2001 vom SC Freiburg im traditionsreichen Möslestadion nahe dem Dreisamstadion in Freiburg im Breisgau eröffnet. Das Vorzeigeprojekt sorgte zu seinem Start für viel öffentliches Aufsehen.
Vor allem auf die Initiative des ehemaligen, langjährigen SC-Freiburg-Trainers Volker Finke und mit Unterstützung von Präsident Achim Stocker und Manager Andreas Rettig wurde die Fußballschule für die Nachwuchsarbeit des Sport-Clubs gegründet.mini|Einweihung der Fußballschule des SC Freiburg mit Hoeneß, Rettig, Rummenigge, Finke
Beim Vereinsantritt von Finke sah er den Zustand der Infrastruktur des Vereins problematisch. Er war überzeugt davon, das begrenzte Geld lieber in das Vereinsgelände, das Stadion und eine starke Jugendarbeit (die „Steine“), anstatt für teure Spielergehälter oder Transfers auszugeben (die „Beine“). Diese Überzeugung durchzusetzen bedurfte eines Prozesses im Verein. So resümierte Finke rückblickend: „Wir mussten richtig hart kämpfen, so viel Geld in Steine statt Beine zu investieren.“ „Wir haben nächtelang über den SC diskutiert.“ So auch Henry Breit: „Als Vorstände hat uns damals vor allem die Idee hinter dem Konzept überzeugt: Dass wir, im Gegensatz zu all den Standortnachteilen, die wir hatten, die Ausbildung junger Spieler genauso gut hinkriegen können wie andere.“ Im Verein sieht man es als konsequenten Schritt zur Umsetzung der eigenen Philosophie als Ausbildungsverein.
Baubeginn der Anlage um die Fußballschule war Oktober 2000. Sie bietet ein Trainingsgelände und bis zu 16 Fußballschüler können dort in einem Internat leben. Mehr als 20 Millionen D-Mark investierte der Verein zu Beginn in die Modernisierung und den Ausbau der städtischen Anlage, welche über Jahrzehnte die sportliche Heimat des Ortsrivalen Freiburger FC war. Mit einem Zuschuss von fünf Millionen D-Mark unterstützte die Stadt Freiburg das Projekt, 1,7 Millionen D-Mark erhielt der Verein aus Mitteln des Badischen Sportbundes. Zum Zeitpunkt der Entstehung war das Nachwuchsleistungszentrum des SC Freiburg Orientierungshilfe für viele deutschen Vereine. „Was die Freiburger machen, ist richtungsweisend“, sagte Uli Hoeneß bei der Einweihung. mini|Fahrzeugpark der FußballschuleZur finanziellen Unterstützung des Betriebes wurde 2004 anlässlich des 100-jährigen Vereinsjubiläum zum einen die Achim-Stocker-Stiftung gegründet, zum anderen der Förderverein Freiburger Fußballschule e.V.
Die Freiburger Fußballschule gilt bundesweit nach wie vor als vorbildlich für Jugendarbeit und Nachwuchsförderung durch einen Verein. Zudem bedeutete die Schule für den SC Freiburg einen Grundstein für die finanzielle Zukunftsfähigkeit des Vereins, da in Folge ein Return on Investment durch Integration und Verkauf eigener Nachwuchstalente erzielt werden konnte. Die Fußballschule entwickelte sich zu einer der ersten und erfolgreichsten Adressen für Talentförderung in der deutschen Bundesliga.
Erster Leiter der Freiburger Fußballschule war Andreas Bornemann, bis dieser im Februar 2002 Manager des SC Freiburg wurde. Erster Sportlicher Leiter war Christian Streich, der sich Klemens Hartenbach als Co hinzu zog. Von 2003 bis 2013 leitete Jochen Saier die Fußballschule. Seit 2013 wird die Schule von Andreas Steiert geführt, bis 2015 tat er dies zusammen mit Sebastian Neuf. 2016 wurde Steiert als Sportlicher Leiter Martin Schweizer zur Seite gestellt.
2026 feierte die FFS ihr 25 jähriges Jubiläum. Die Vereinsvorstände stellten dabei die Schule als identitätsstiftendes Fundament des gesamten Vereins heraus und dass der SC Freiburg bereits frühzeitig, vor der Etablierung von Nachwuchsleistungszentren in Deutschland, auf nachhaltige Jugendförderung setzte.
Der Sport-Club veröffentlichte zum Jubiläum eine Sonderpublikation zur Geschichte der Schule, in der herausgestellt wurde, dass die tragende Säule des Gesamtvereins die Aus- und Weiterbildungskonzeption der Freiburger Fußballschule ist. Die Traditionsmannschaft bestritt am Tag der offenen Tür ein Fußballspiel gegen ehemalige Fußballschüler.
Insgesamt waren zum Jubiläumszeitpunkt 73 Spieler aus der Akademie in den Profikader aufgerückt, darunter neun Spieler aus dem 2026er Kader des SC Freiburg. Und für die zum gleichen Zeitpunkt stattgefundenen Länderspiele im September 2026 nominierte Bundestrainer Jürgen Klopp mit Philipp Treu, Max Rosenfelder, Noah Atubolu, Nico Schlotterbeck, Mika Baur und Kevin Schade gleich sechs Spieler in den Kader der Nationalmannschaft, die aus der Freiburger Fußballschule entstammen.
Leiter der Fußballschule AmtszeitLeiter FFSSportlicher LeiterPädagogischer LeiterLeiter Nachwuchs-ScoutingOrganisatorischer Leiter2000–2002Andreas BornemannChristian Streich2002–2012Jochen SaierChristian Streich und Klemens HartenbachMa rkus KieferKlemens Hartenbach2012-04.2013Jochen SaierKlemens HartenbachMarkus KieferKlemens Hartenbach04.2013–2015Andreas Steiert und Sebastian NeufKlemens Hartenbach und Iraklis MetaxasMarkus KieferKlemens Hartenbach2015–2016Andreas SteiertKlemens HartenbachMarkus KieferKlemens Hartenbach2016–2020Andreas SteiertMartin SchweizerMarkus KieferBarbacar Wane2020–2022Andreas SteiertMartin SchweizerMarkus KieferChristoph Wetzel-Veilandisseit 2022Andreas SteiertMartin SchweizerMarkus KieferChristoph Wetzel-VeilandisManuel Dick
Verbindungstrainer zwischen den Jugendspieler der Fußballschule und der Profimannschaft war von 2018 bis 2024 Julian Schuster als Co-Trainer der Bundesligamannschaft. Davor füllten diese Aufgabe Christian Streich und Klemens Hartenbach aus. 2024 übernahm Felix Roth diese Aufgabe. Seit 2025 hat es Johannes Flum übernommen. Unterstützt wird er dabei von Daniel Schwaab.
Bekannte Spieler mini|Der vom SC Freiburg ausgebildete Matthias Ginter spielte von 2012 bis 2014 und seit der Saison 2022/23 wieder in der Profimannschaft und wurde mit der deutschen Nationalmannschaft 2014 Weltmeister Im Folgenden eine Auswahl von Spielern, die vor ihrem ersten Profieinsatz mindestens ein Jahr in der Freiburger Fußballschule aktiv waren und während ihrer Profilaufbahn mindestens 50 Spiele in einer der fünf „großen“ Ligen Bundesliga, Premier League, Primera División, Serie A und Ligue 1 absolviert haben (in der Klammer ist das Geburtsjahr des Spielers angegeben). Fettgedruckte Spieler stehen im aktuellen Profikader.
Stand: 17. August 2026
Kooperationsvereine Der SC Freiburg hat Kooperationen mit acht Vereinen vereinbart, den Kooperationsvereinen zur Freiburger Fußballschule. Mit externen Stützpunkten wird die Entwicklung eines breiteren Talentepools angestrebt, sowohl für den jeweiligen Kooperationsverein als auch für den SC Freiburg. Seine Erfahrung mit der Ausbildung junger Fußballtalente gibt der SC Freiburg weiter um die Qualität der regionalen Jugendarbeit zu verbessern. Leiter Kooperationsvereine der Fußballschule ist Ralf Eckert.
Die Kooperationsvereine sind:
FC 03 Radolfzell Offenburger FV Freiburger FC Sportfreunde Eintracht Freiburg SV Zimmern FV Ravensburg VFB Waldshut SV Weil
Kooperationsschulen Im Bereich des Südbadischen Fußballverbandes gibt es drei Eliteschulen des Fußballs, die allesamt in Freiburg sind und mit dem SC Freiburg kooperieren. Der Standort Freiburg ist einer der wenigen in Deutschland, dem der DFB das Prädikat "Eliteschule des Fußballs" sowohl für den Bereich der Junioren als auch der Juniorinnen verliehen hat.
Die Kooperationsschulen sind:
Staudinger Gesamtschule (Hauptschule, Realschule und Gymnasium mit Sportprofil) Max-Weber-Schule (kaufmännische Schule mit Wirtschaftsgymnasium) Rotteck-Gymnasium (Gymnasium mit Sportprofil)
Weblinks Freiburger Fußballschule
Einzelnachweise
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