Hitlerkantate ist ein deutsches NS-Melodram aus dem Jahr 2005. Regie führte die Filmemacherin Jutta Brückner, sie schrieb auch das Drehbuch.

Inhalt Der Film spielt im Oktober 1938 bis April 1939 in Berlin und in einem Sommerhaus in Finnland. Die Musikstudentin Ursula ist voller Begeisterung vom Führer und will den Komponisten Hanns Broch dabei unterstützen, eine Kantate zu Hitlers 50. Geburtstag zu komponieren. Da ihre Bewerbung abgelehnt wird, hilft ihr Verlobter, Gottlieb Just, nach. Schließlich verfolgt die Reichsmusikkammer ganz eigene Interessen entlang Brochs kommunistischer Gesinnung. Der Komponist möchte ungestört in seinem Sommerhaus in Finnland arbeiten. Gottlieb regelt die Angelegenheit und Ursula darf Broch schließlich doch assistieren. Verschiedene Schlüsselerlebnisse und die bittere Erkenntnis, dass sie wohl nicht zur auserwählten Herrenrasse gehört, lassen Ursulas Enthusiasmus bald verstummen. Sie beschließt, der hübschen jüdischen Schauspielerin Gisela bei deren Flucht vor einer von Gottlieb geleiteten Razzia behilflich zu sein. Die beiden sich sehr ähnelnden Frauen tauschen ihre Identitäten. Als Gottlieb Gisela verhaften will, steht plötzlich Ursula vor ihm – sie schneidet sich die Pulsadern auf, überlebt aber den versuchten Suizid.

Vom Nationalsozialismus geheilt, trifft Ursula schließlich Hanns wieder – er besucht sie zu Hause. Seine Frau Alma hat ihn verlassen, nachdem diese von der stürmischen Affäre ihres Mannes mit Ursula erfuhr. Es ist kurz vor Ausbruch des Zweiten Weltkriegs und zwei Individuen mussten bereits bitter erfahren, wie das NS-Regime in die Privatsphäre der Menschen gewaltsam eingreift.

Kritiken

Auszeichnungen Einladungen zu A-Festivals: Tokyo, Moskau, Montréal, Mar del Plata, Batumi (Preis für den besten männlichen Hauptdarsteller an Hilmar Thate)

Weblinks

(mit Fotogalerie) Website zum Film Hitlerkantate. movienetfilm.de Die DVD des Films Hitlerkantate. absolutmedien.de

Einzelnachweise

Kategorie:Filmtitel 2005 Kategorie:Deutscher Film Kategorie:Filmdrama