mini|Imad Karim (2017)
Imad Karim (* 7. Juni 1958 in Beirut; ) ist ein libanesisch-deutscher Regisseur, Drehbuchautor und ehemaliger Fernsehjournalist.
Leben
Imad Karim wurde in Beirut nach eigenen Angaben als Schiit geboren.Imad Karim auf Facebook am 12. September 2020. Er wuchs im Libanon auf und wählte 1977 Deutschland als Exil, wo er in Berlin, Mainz und Mannheim studierte.
Von 1987 bis 1991 finanzierte er seinen Lebensunterhalt durch Übersetzungsarbeiten in das Arabische und aus dem Arabischen.
Nach Beendigung des libanesischen Bürgerkrieges kehrte er in seine Heimat zurück und drehte den 28-minütigen Essayfilm „Die verlogenen Mythen meines Krieges“ für das Institut für Film und Bild in Wissenschaft und Unterricht.Die verlogenen Mythen meines Krieges, Filmeintrag im Archiv der Comenius-EduMedia-Datenbank, abgerufen am 29. März 2018.
Seit Anfang der 1990er Jahre arbeitet er als freier Fernsehjournalist, Filmautor und Regisseur. Er bereiste die Krisengebiete im Nahen Osten und berichtete live vor Ort, hauptsächlich aber aus dem Libanon und von der libanesisch-israelischen Grenze.
Er produzierte für das öffentlich-rechtliche Fernsehen eine Reihe von Dokumentationen, Reportagen und Filmessays im In- und Ausland wie Libanon, Syrien, Ägypten, Marokko, Tunesien, Irak, Türkei, Ghana, Schweiz, Italien, Spanien, Portugal, Philippinen und Hongkong.Stefan Kaltenbrunner: Wir befinden uns mitten in der islamischen Inquisitionszeit, kurier.at vom 16. Juni 2017, abgerufen am 20. Juni 2017.
Die Filmdokumentationen von Imad Karim befassen sich mit Menschen und einzelnen Schicksalen. Ende der 1990er Jahre erschien sein Dokumentarfilm „Beate von Pückler – Die Ziegenkönigin von Andalusien“.
Seit Beginn der „"Flüchtlingskrise“ tritt er als Kritiker des Islam auf.Islamische Werte frei Haus in Cicero vom 15. April 2017, abgerufen am 19. April 2017. Dabei trat er als Gastredner bei Veranstaltungen der Alternative für Deutschland (AfD) auf. Von August 2001 bis Januar 2018 leitete er zudem die von ihm gegründete Werbeagentur und Filmproduktion „Strong Shadow Media“ in Mannheim.
Im März 2018 gab die AfD-nahe Desiderius-Erasmus-Stiftung bekannt, dass Karim in das Kuratorium der Stiftung berufen wurde.
Im. Dezember 2024 hatte nach 4-jähriger Drehzeit Karims Film "Plötzlich Staatsfeind" Premiere. Der Film ist seitdem verfügbar. Er erzählt die Geschichte eines Schriftstellers, der wegen regierungskritischer Äußerungen staatlicher Repression ausgesetzt ist. Er zeichnet ein dystrophisches Bild von Cancel culture, sozialer Ächtung und Sozialkredit-Systemen. Von Seiten der öffentlich-rechtlichen Medien blieb der Film bislang ohne Resonanz.
Kontroversen Am 14. April 2017 wurde das Profil von Imad Karim bei Facebook entfernt. Am 19. Mai 2017 wurde seine Facebook-Sperre im Deutschen Bundestag zum Thema „Rechtsdurchsetzung in sozialen Netzwerken“Rechtsdurchsetzung in sozialen Netzwerken im Parlamentsfernsehen des Deutschen Bundestages, ab min 01:20. erwähnt. Am 31. Juli 2017 sendete die ARD die 45-minütige Reportage „Im Netz der Lügen – Der Kampf gegen Fake News“ von Claus Hanischdörfer, in der unter anderem ein Facebook-Post von Imad Karim als Beispiel für die Verbreitung von „Fake News“ angeführt wird.Im Netz der Lügen – Der Kampf gegen Fake News in der ARD-Mediathek, ab min 20:45.24 Minuten gegen ARD Fake News – Ein Film von Imad KarimHardy Prothmann: Faktencheck: Der SWR und ein freier „Journalist“ liegen im Clinch – wir haben die Fakten zu wechselseitigen Fake News-Vorwürfen recherchiert: Im Netz der Fake News des Imad Karim. In: Rheinneckarblog, 13. September 2017.
Auszeichnungen Freiburger Publikumspreis, 1994 Civis – Europas Medienpreis für Integration, 1995 Prix Iris Niederlande, 1999
Weblinks
Website von Imad Karim
Einzelnachweise
Kategorie:Fernsehregisseur Kategorie:Drehbuchautor Kategorie:Fernsehjournalist Kategorie:Journalist (Deutschland) Kategorie:Islamkritiker Kategorie:Person (Desiderius-Erasmus-Stiftung) Kategorie:Libanesischer Emigrant in Deutschland Kategorie:Libanese Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1958 Kategorie:Mann