Wölbling ist eine Marktgemeinde mit Einwohnern (Stand ) im Bezirk St. Pölten in Niederösterreich.
Geografie Wölbling liegt im Mostviertel zwischen Krems an der Donau und St. Pölten am östlichen Abhang des Dunkelsteinerwaldes. Der Osten liegt in 270 Meter Meereshöhe, nach Westen steigt das Land auf über 500 Meter an. Die höchste Erhebung ist der Satzberg mit 698 Meter.
Die Fläche der Marktgemeinde umfasst 32,28 Quadratkilometer, davon sind 56 Prozent bewaldet, 35 Prozent landwirtschaftliche Nutzfläche.
Gemeindegliederung Das Gemeindegebiet umfasst zehn Ortschaften (in Klammern Einwohnerzahl Stand ):
Die Gemeinde besteht aus acht Katastralgemeinden Ambach, Anzenhof, Hausheim, Landersdorf, Noppendorf, Oberwölbling, Ratzersdorf und Unterwölbling.
Nachbargemeinden
Geschichte mini|Befestigte bronzezeitliche Höhensiedlung südlich des Singerkreuzes Zwischen ca. 2200 und 1600 vor Christus befand sich westlich von Ratzersdorf eine bedeutende bronzezeitliche Siedlung.Alexandra Krenn-Leeb: Sommerpost: Auf den Spuren der ältesten Steinarchitektur Österreichs. Universität Wien, 28. August 2019, abgerufen am 6. August 2021.
Im Altertum war das Gebiet Teil der römischen Provinz Noricum.
Die Burg Landersdorf wird erstmals 1115 urkundlich erwähnt. Das Rittergeschlecht der Lantrisdorf starb vermutlich Ende des 15. Jahrhunderts aus. Nachfolger bauten den einfachen Hof in der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts zu einem Renaissanceschloss um. Heute wird es als Revierleitung des Forstgutes, das dem Kloster Walpersdorf gehört, benutzt.
Im Zuge der Niederösterreichischen Kommunalstrukturverbesserung wurden mit 1. Jänner 1967 die bis dahin selbständigen Gemeinden Ambach und Oberwölbling zur neuen Gemeinde Wölbling zusammengeschlossen, mit 1. Jänner 1968 wurde dann Unterwölbling eingemeindet und mit 1. Jänner 1970 folgte dann noch Hausheim.
Partnergemeinde ist seit Juli 2005 die oberbayerische Gemeinde Bischofswiesen. Beide verbindet ein Tauschgeschäft zwischen dem Erzbischof von Salzburg und dem Propst von Berchtesgaden im Jahr 1155.
An die schweren Kämpfe in den letzten Wochen des Zweiten Weltkrieges im April und Mai 1945 erinnert der Soldatenfriedhof Oberwölbling, in dem mehr als 4.000 Gefallene zur letzten Ruhe gebettet wurden.
Einwohnerentwicklung
Kultur und Sehenswürdigkeiten mini|hochkant|Schloss Landersdorf mini|hochkant|Pfarrkirche Oberwölbling mini|hochkant|Filialkirche Unterwölbling
Schoss Landersdorf Katholische Pfarrkirche Oberwölbling Hll. Peter und Paul Katholische Filialkirche Unterwölbling hl. Veit
Wirtschaft und Infrastruktur Nichtlandwirtschaftliche Arbeitsstätten gab es im Jahr 2001 69, land- und forstwirtschaftliche Betriebe nach der Erhebung 1999 89. Die Zahl der Erwerbstätigen am Wohnort betrug nach der Volkszählung 2001 1175. Die Erwerbsquote lag 2001 bei 47,19 Prozent.
Fladnitztal-Radroute Die Fladnitztal-Radroute führt als Rundstrecke durch die Gemeinden Obritzberg-Rust, Statzendorf, Wölbling und Karlstetten und ist auch für ungeübte Radfahrer bewältigbar.
Öffentliche Einrichtungen In der Gemeinde gibt es einen Kindergarten, eine Volksschule und eine Mittelschule.
Politik mini|hochkant|Gemeindeamt, Oberer Markt 1, in Oberwölbling
Gemeinderat Der Gemeinderat hat 21 Mitglieder. Nach den Gemeinderatswahlen in Niederösterreich hatte/hat der Gemeinderat folgende Verteilungen: 1990: 12 ÖVP, 7 SPÖ und 2 FPÖ. 1995: 10 ÖVP, 7 SPÖ, 2 WIR und 2 FPÖ. 2000: 10 ÖVP, 8 SPÖ, 2 FPÖ und 1 GRÜNE. 2005: 11 SPÖ, 9 ÖVP und 1 FPÖ. 2010: 11 SPÖ, 9 ÖVP und 1 FPÖ. 2015: 12 SPÖ, 6 ÖVP, 2 MIT und 1 FPÖ. 2020: 10 SPÖ, 8 ÖVP und 3 MIT. 2025: 11 ÖVP, 6 SPÖ und 4 FPÖ.
Bürgermeister
bis 2005 Herbert Erber 2005–2016 Gottfried Krammel (SPÖ)Bürgermeisterwechsel in Wölbling. Gottfried Krammel legt sein Amt zurück. NÖN, 9. Februar 2016. 2016–2025 Karin Gorenzel (SPÖ) seit 2025 Peter Hießberger (ÖVP)
Wappen rechts|150px Der Gemeinde wurde 2002 folgendes Wappen verliehen: Durch eine silberne Leiste gespalten, vorne in Schwarz eine goldene Kugel, hinten in Rot auf grünem Hügel ein silberner Turm mit schwarz geöffnetem Tor, schwarzen Fensteröffnungen, vier Zinnen mit schwarz geöffneten Schießscharten und einem blauen Dach mit silbernem Knauf.
Partnerschaftsgemeinden
Bischofswiesen
Persönlichkeiten Karl Troll (1865–1954), Architekt Josef Stoll (1918–1993), Schlosser und Politiker, Abgeordneter zum Landtag von Niederösterreich Christoph Brückner, Influencer
Literatur Marktgemeinde Wölbling: Wölbling einst und jetzt. Wölbling 2002, ISBN 3-85028-348-8.
Weblinks
Homepage der Marktgemeinde Wölbling
Einzelnachweise
Kategorie:Gemeindegründung 1967