Gresten-Land ist eine Gemeinde mit Einwohnern (Stand ) im Bezirk Scheibbs in Niederösterreich. mini|Meridianstein 15 Grad Ost / 48 Grad Nord
Geografie Gresten-Land liegt im Mostviertel in Niederösterreich.
Die Fläche der Gemeinde umfasst 55 Quadratkilometer. Beinahe die Hälfte der Fläche ist bewaldet, 46 Prozent sind landwirtschaftliche Nutzfläche. Auf dem Gemeindegebiet von Gresten-Land schneidet sich der 15. östliche Längengrad mit dem 48. nördlichen Breitengrad. An dieser Stelle ist ein Meridianstein errichtet.
Die höchste Erhebung der Gemeinde ist der Schwarzenberg mit
Gemeindegliederung Das Gemeindegebiet umfasst folgende vier Ortschaften (in Klammern Einwohnerzahl Stand ): Oberamt () Obergut () Schadneramt () Unteramt ()
Die Gemeinde besteht aus den Katastralgemeinden Oberamt, Schadneramt und Unteramt.
Nachbargemeinden
Geschichte Die Geschichte von Gresten-Land ist eng mit der Burg Oberhausegg verknüpft. Die Hausegger werden erstmals 1142 in einem Lehensbrief als Berengar de Hawsec, ministerialis Austriae erwähnt. Von der Burg selbst wird 1181 berichtet. Sie ist bis 1305 im Besitz der Hausegger, dann stirbt mit Friedrich III. die männliche Linie aus. Der Streit unter den Schwiegersöhnen Heinrich von Stein und Otto von Zinzendorf endet mit einem herzoglichen Schiedsspruch, bei dem Heinrich von Stein Oberhausegg erhält. Otto von Zinzendorf bekommt die Erlaubnis, Niederhausegg im heutigen Gresten zu errichten.
Im Jahr 1326 kauft der Bischof von Regensburg die Burg. Er setzt bischöfliche Pfleger ein. Im Zug des habsburgischen Erbfolgestreits erobert Reinprecht von Wallsee die Burg, danach wechseln die Besitzer rasch. Die Burg verfällt und in Dokumenten von 1588 und 1612 werden nur noch Ruinen erwähnt.
Im Jahr 1854 wird als Dank für das Ende der Cholera auf dem Burgareal die Oberhauskapelle aus den Mauerresten gebaut.
Am 26. April 1945 wurden in Schadneramt 16 ungarische Juden durch Mitglieder der SS ermordet.
Die Gemeinde entstand 1968 durch Vereinigung der Gemeinden Oberamt, Unteramt und Schadneramt.
Einwohnerentwicklung
Kultur und Sehenswürdigkeiten
Wirtschaft und Infrastruktur Wirtschaftssektoren Von den 146 landwirtschaftlichen Betrieben des Jahres 2010 wurden 89 im Haupt-, 53 im Nebenerwerb und vier von Personengemeinschaften geführt. Im Produktionssektor arbeiteten 72 der 81 Erwerbstätigen in der Bauwirtschaft. Der größte Arbeitgeber im Dienstleistungssektor war der Handel. WirtschaftssektorAnzahl BetriebeErwerbstätige2011200120112001Land- und Forstwirtschaft 1)146162193166Produktion1178111Dienstleistung31184067 1) Betriebe mit Fläche in den Jahren 2010 und 1999
Arbeitsmarkt, Pendeln Im Jahr 2011 lebten 840 Erwerbstätige in Gresten-Land. Davon arbeiteten 231 in der Gemeinde, beinahe drei Viertel pendelten aus.
Öffentliche Einrichtungen In der Gemeinde gibt es einen Kindergarten.
Politik Gemeinderat Der Gemeinderat hat 19 Mitglieder. Mit den Gemeinderatswahlen in Niederösterreich 1990 hatte der Gemeinderat folgende Verteilung: 15 ÖVP und 4 SPÖ. Mit den Gemeinderatswahlen in Niederösterreich 1995 hatte der Gemeinderat folgende Verteilung: 17 ÖVP und 2 SPÖ. Mit den Gemeinderatswahlen in Niederösterreich 2000 hatte der Gemeinderat folgende Verteilung: 16 ÖVP, 2 SPÖ und 1 FPÖ. Mit den Gemeinderatswahlen in Niederösterreich 2005 hatte der Gemeinderat folgende Verteilung: 15 ÖVP und 4 SPÖ. Mit den Gemeinderatswahlen in Niederösterreich 2010 hatte der Gemeinderat folgende Verteilung: 15 ÖVP und 4 SPÖ. Mit den Gemeinderatswahlen in Niederösterreich 2015 hatte der Gemeinderat folgende Verteilung: 16 ÖVP und 3 SPÖ. Mit den Gemeinderatswahlen in Niederösterreich 2020 hat der Gemeinderat folgende Verteilung: 16 ÖVP und 3 SPÖ. Mit den Gemeinderatswahlen in Niederösterreich 2025 hat der Gemeinderat folgende Verteilung: 14 ÖVP, 3 FPÖ und 2 SPÖ.
Bürgermeister Bürgermeister vor der Gemeindezusammenlegung waren: Unteramt 1849–1864 Anton Teufel 1861–1875 Wilhelm Albert Schleicher 1875–1880 Leopold Hofmacher 1880–1895 Wilhelm Albert Schleicher 1895–1920 Stefan Hinterleitner 1920–1930 Ignaz Hofmacher 1930–1939 Leopold Rechberger 1939–1945 Florian Loibl 1945–1967 Heinrich Görlitzer Oberamt 1849–1867 Florian Bergmann 1867–1868 Andreas Aigner 1868–1871 Franz Kogler 1871–1875 Leoplod Grasberger 1875–1880 Johann Pöchhacker 1880–1905 Leopold Wagner 1905–1920 Johann Aigner 1920–1927 Franz Wagner 1927–1928 Ignaz Buchebner 1928–1946 Florian Rußwurm 1946–1963 Josef Fallmann 1963–1967 Johann Buber Schadneramt 1849–1866 Ignaz Strohmayer 1866–1875 Mathias Kandler 1875–1880 Anton Wochner 1880–1895 Mathias Kandler 1895–1933 Michael Auer 1933–1939 Rudolf Helmel 1939–1947 Rupert Faschingleitner 1947–1953 Florian Wieser 1953–1967 Rupert Faschingleitner Bürgermeister seit der Gemeindezusammenlegung waren:
1968–1995 Konrad Daurer 1995–2000 Johann Buber 2000–2005 Johann Karner (ÖVP) 2005–2020 Leopold Latschbacher (ÖVP) 2020–2025 Erich Buxhofer (ÖVP) seit 2026 Raimund Schuster (ÖVP)
Wappen Blasonierung: In einem vom Silber in Grün geteilten Schild, oben ein aus der Schildesteilung wachsender Roter Spieß mit Goldener Parierstange, unten in Grün ein Goldener Apfel an einem Zweig mit zwei Goldenen Blättern hangend.Das Wappen wurde der Gemeinde 1982 verliehen.
Persönlichkeiten Ehrenbürger der Gemeinde 2021: Leopold Latschbacher, Bürgermeister von Gresten-Land 2005–2020
Weblinks
https://gresten-land.gv.at/
Einzelnachweise
Kategorie:Ybbstaler Alpen Kategorie:Eisenwurzen