Puchenstuben ist eine Gemeinde mit Einwohnern (Stand ) im Bezirk Scheibbs in Niederösterreich.
Geografie Puchenstuben liegt im Mostviertel in der niederösterreichischen Eisenwurzen. Die Fläche der Gemeinde umfasst 41,28 Quadratkilometer. Davon sind 85 Prozent bewaldet und 12 Prozent landwirtschaftliche Nutzfläche.
Gemeindegliederung Das Gemeindegebiet umfasst zehn Ortschaften (in Klammern Einwohnerzahl Stand ):
Die Gemeinde besteht aus der einzigen Katastralgemeinde Puchenstuben.
Nachbargemeinden
Geschichte Im Altertum war das Gebiet Teil der Provinz Noricum.
Der zur Gemeinde Puchenstuben gehörige Ort Gösing wurde erstmals im Jahre 1261 als Göznich erwähnt. Christian Haller, Wirt in Puchenstuben, war einer der Anführer im Bauernaufstand gegen die adligen Herrschaften am Ende des 16. Jahrhunderts. Schon im 17. Jahrhundert wurde in Puchenstuben Blei und geringe Mengen Silber abgebaut. Den Höhepunkt erreichte der Bergbau am Anfang des 18. Jahrhunderts.
Buchenstuben gehörte bis zur Revolution von 1848/1849 im Kaisertum Österreich zur Herrschaft Kirchberg an der Pielach.
Bevölkerungsentwicklung 2015 hatte die Gemeinde 317 Einwohner, von denen 53 bzw. 16,7 % Asylwerber waren. Damit war Puchenstuben jene Gemeinde Österreichs, die bezogen auf die Einwohnerzahl die meisten Asylwerber aufnahm.
Kultur und Sehenswürdigkeiten mini|Pfarrkirche Puchenstuben mini|hochkant|Trefflingfall
Katholische Pfarrkirche Puchenstuben hl. Anna Trefflingfall Kaufladen zur Buchenen Stub’n In Puchenstuben gibt es neben einem Freibad auch einen Tennisplatz. Ein Bummelzug Ötschi's Bahnorama, der planmäßig an Sonn- und Feiertagen zweimal täglich vom 1. Mai bis 26. Oktober vom Bahnhof Puchenstuben über Sulzbichel und Trübenbach nach Erlaufboden und retour verkehrte, wurde wieder eingestellt. In oder durch Puchenstuben gibt es einen PlanetenwanderwegPartielle Sonnenfinsternis im Zeitraffer-Video orf.at, 25. Oktober 2022, abgerufen am 25. Oktober 2022.
Vereine und Organisationen Puchenstuben hat mehrere Vereine und Organisationen: Freiwillige Feuerwehr, Bergrettung, Wintersportverein, Freizeitsportverein, Emsis Motorsport und eine Theatergruppe.
Wirtschaft und Infrastruktur Nichtlandwirtschaftliche Arbeitsstätten gab es im Jahr 2001 24, land- und forstwirtschaftliche Betriebe nach der Erhebung 1999 34. Die Zahl der Erwerbstätigen am Wohnort betrug nach der Volkszählung 2001 122. Die Erwerbsquote lag 2001 bei 41,25 Prozent. Mit 1. September 2017 hat die Handelskette Nah & Frisch in Puchenstuben eine Filiale eröffnet.
Öffentliche Einrichtungen In Puchenstuben befindet sich eine Volksschule.
Verkehr Der Hauptort Puchenstuben ist von der Mariazellerbahn und der Puchenstubner Straße B28 erschlossen.
Politik mini|Gemeindeamt
Gemeinderat Der Gemeinderat hat 13 Mitglieder. Mit den Gemeinderatswahlen in Niederösterreich 1990 hatte der Gemeinderat folgende Verteilung: 8 ÖVP und 5 SPÖ. Mit den Gemeinderatswahlen in Niederösterreich 1995 hatte der Gemeinderat folgende Verteilung: 8 ÖVP und 5 SPÖ. Mit den Gemeinderatswahlen in Niederösterreich 2000 hatte der Gemeinderat folgende Verteilung: 7 SPÖ und 6 ÖVP. Mit den Gemeinderatswahlen in Niederösterreich 2005 hatte der Gemeinderat folgende Verteilung: 9 SPÖ und 4 ÖVP. Mit den Gemeinderatswahlen in Niederösterreich 2010 hatte der Gemeinderat folgende Verteilung: 9 SPÖ und 4 ÖVP. Mit den Gemeinderatswahlen in Niederösterreich 2015 hat der Gemeinderat folgende Verteilung: 9 SPÖ und 4 ÖVP. Mit den Gemeinderatswahlen in Niederösterreich 2020 hat der Gemeinderat folgende Verteilung: 7 ÖVP und 6 SPÖ.
Bürgermeister
Wappen Der Gemeinde wurde 1977 folgendes Wappen verliehen: In einem silbernen Schild, unter einem schwarzen Schildeshaupt, eine grüne Buche mit ebensolchen Stamm und Wurzeln; das Schildeshaupt ist belegt mit einem gekreuzten silbernen Bergwerksemblem, Schlegel und Eisen, das von zwei ebenfalls silbernen Pilgermuscheln begleitet wird. Symbolik: Die Buche im Puchenstubener Wappen soll auf die alte Schreibweise des Ortsnamens Buchenstuben hinweisen.
Bildergalerie
Persönlichkeiten Christian Haller († 1597), Anführer in den Bauernaufständen Magda Babitsch (1908–1981), Lehrerin und Schriftstellerin
Literatur Bernhard Gamsjäger: Puchenstuben, Puchenstuben 2004. Moritz Alois Becker: Der Ötscher und sein Gebiet. Band 2, Wien 1860.
Weblinks
Einzelnachweise
Kategorie:Wintersportgebiet in Niederösterreich