Golling an der Erlauf ist eine Marktgemeinde mit Einwohnern (Stand ) im Bezirk Melk in Niederösterreich.
Geografie Golling an der Erlauf liegt im Tal der Erlauf rund 5 km vor deren Einmündung in die Donau im Mostviertel in Niederösterreich. Die Fläche der Marktgemeinde umfasst 2,71 Quadratkilometer. 34,12 Prozent der Fläche sind bewaldet.
Gemeindegliederung Das Gemeindegebiet umfasst folgende vier Ortschaften (in Klammern Einwohnerzahl Stand ): Golling () Hinterleiten () Neuda () Sittenberg ()
Die Gemeinde besteht aus der Katastralgemeinde Golling.
Nachbargemeinden
Geschichte Im Altertum war das Gebiet Teil der Provinz Noricum.
Golling wurde erstmals als Goldarn 1334 urkundlich erwähnt. Der Name deutet auf das Goldwaschen in der Erlauf hin. Einen Aufschwung erlebte Golling am Ende des 19. Jahrhunderts, als im Zuge der Industrialisierung die „Erste österreichische Seilwarenfabrik“ errichtet wurde. Das Unternehmen wurde über Österreich hinaus bekannt und baute auch Wohnungen für seine Arbeiter.
Der Teil Gollings mit dem Namen Sittenberg wurde höchstwahrscheinlich früher von einem Adeligen oder Ritter bewohnt, von dem der Name stammt. Laut Adressbuch von Österreich waren im Jahr 1938 in der Ortsgemeinde Golling ein Gastwirt, ein Gemischtwarenhändler, ein Papier- und Schreibwarenhändler, zwei Schuster, ein Tischler und einige Landwirte ansässig.Adressbuch von Österreich für Industrie, Handel, Gewerbe und Landwirtschaft, Herold Vereinigte Anzeigen-Gesellschaft, 12. Ausgabe, Wien 1938 PDF, S. 256.
Einwohnerentwicklung 2026 lebten hier 3385 Menschen.
Kultur und Sehenswürdigkeiten mini|Gertrudskapelle mini|Kindergarten, ehem. Direktorsvilla
Gemeindeamt: Das von 1923 bis 1925 erbaute Gemeindeamt von Golling an der Erlauf wurde vom Wiener Architekten Anton Valentin entworfen. Katholische Pfarrkirche Golling an der Erlauf hl. Franziskus
Wirtschaft und Infrastruktur Nichtlandwirtschaftliche Arbeitsstätten gab es im Jahr 2001 38, land- und forstwirtschaftliche Betriebe nach der Erhebung 1999 6. Die Zahl der Erwerbstätigen am Wohnort betrug nach der Volkszählung 2001 704. Die Erwerbsquote lag 2001 bei 42,14 Prozent. Zurzeit befindet sich die Wirtschaft Gollings wieder im Aufwind, da nach langer, mühevoller Suche ein Käufer für die alten Fabriksanlagen der Hitiag und der Neudagarn gefunden werden konnte. Seit der Renovierung des Areals ist es nun nach dem Investor „Aigner Businesspark“ benannt.
Öffentliche Einrichtungen In Golling befindet sich eine Volksschule.
Politik Gemeinderat Der Gemeinderat hat 19 Mitglieder. Mit den Gemeinderatswahlen in Niederösterreich 1990 hatte der Gemeinderat folgende Verteilung: 16 SPÖ und 3 ÖVP. Mit den Gemeinderatswahlen in Niederösterreich 1995 hatte der Gemeinderat folgende Verteilung: 15 SPÖ, 2 ÖVP und 2 FPÖ. Mit den Gemeinderatswahlen in Niederösterreich 2000 hatte der Gemeinderat folgende Verteilung: 17 SPÖ, 1 FPÖ und 1 ÖVP. Mit den Gemeinderatswahlen in Niederösterreich 2005 hatte der Gemeinderat folgende Verteilung: 16 SPÖ, 2 ÖVP und 1 FPÖ. Mit den Gemeinderatswahlen in Niederösterreich 2010 hatte der Gemeinderat folgende Verteilung: 14 SPÖ, 3 FPÖ und 2 ÖVP. Mit den Gemeinderatswahlen in Niederösterreich 2015 hatte der Gemeinderat folgende Verteilung: 14 SPÖ, 3 FPÖ und 2 ÖVP. Mit den Gemeinderatswahlen in Niederösterreich 2020 hatte der Gemeinderat folgende Verteilung: 13 SPÖ, 4 GM-Gollinger Mitte und 2 FPÖ. Mit den Gemeinderatswahlen in Niederösterreich 2025 hat der Gemeinderat folgende Verteilung: 17 SPÖ und 2 FPÖ.
Bürgermeister
seit 2023 Alois Kammerer (SPÖ) 2011–2022 Gabriele Kaufmann (SPÖ) bis 2011 Theodor Fischer (SPÖ)
Persönlichkeiten
Söhne und Töchter der Gemeinde
Karl Traxler (1905–1982), Politiker (SPÖ) und Landwirt Oskar Höfinger (1935–2022), Bildhauer und Maler Lukas Viehberger (* 2000), Radsportler
Weblinks
Webauftritt von Golling an der Erlauf
Einzelnachweise
Kategorie:Katastralgemeinde im Bezirk Melk