Hofamt Priel ist eine Gemeinde mit Einwohnern (Stand ) im Bezirk Melk in Niederösterreich.
Geografie Hofamt Priel liegt im Waldviertel am Nordufer der Donau in Niederösterreich. Die Fläche der Gemeinde umfasst Quadratkilometer. 71 % der Fläche sind bewaldet.
Gemeindegliederung Das Gemeindegebiet umfasst folgende 27 Ortschaften (in Klammern Einwohnerzahl Stand ):
Die Gemeinde besteht aus den Katastralgemeinden Hofamt Priel, Rottenhof und Weins.
Nachbargemeinden
Geschichte 15. und 16. Jahrhundert Eines der ältesten Gebäude ist der Rottenhof in der gleichnamigen Katastralgemeinde. Aus dem Wappen eines der ersten Besitzer des Rottenhofes (Mangold Irnfried) geht auch das Wappen der Gemeinde Hofamt Priel hervor. In einem Auszug aus „Das Donauländchen der k.k. Patrimonialherrschaften im Viertel Obermannhartsberg in Niederösterreich“ von Johann Anton Friedrich Reil, veröffentlicht 1835, heißt es:
Das Massaker von Hofamt Priel 1945 Kurze Zeit vor Ende des Zweiten Weltkriegs wurden in der Nacht vom 2. auf den 3. Mai 1945 im Ort Hofamt Priel in einem sogenannten Endphaseverbrechen 228 jüdische Zwangsarbeiter – Männer, Frauen und Kinder – von einem unbekannten Kommando der SS ermordet, danach mit Benzin übergossen und teilweise verbrannt. Die Täter, die auch Hilfestellung von Einheimischen mit Ortskenntnissen erhalten haben müssen, konnten nie ausgeforscht werden.Eleonore Lappin: Das Massaker von Hofamt Priel. Um 1999, 18 Seiten (PDF; 370 kB).Manfred Wieninger: 223 oder Das Faustpfand. Ein Kriminalfall. Residenz, St. Pölten 2012, ISBN 3-7017-1580-7.Konstantin Kaiser in Zwischenwelt, Heft 1/2, Jahrgang 28, Mai 2012, S. 74 (Rezension zu Wieninger 2012): „Als das eigentliche Rätsel österreichischer Kriminalgeschichte (sc. in dieser Causa) erweist sich das Verhalten der Nachkriegsjustiz.“ Der im Ort als Revierinspektor der Gendarmerie tätige Franz Winkler begann direkt nach dem Vorfall mit den Ermittlungen gegen die Täter, jedoch konnten die Verantwortlichen nie gefunden werden. Mögliche Mittäter sind der SS-Offizier und NSDAP-Mitglied Fritz Sedlazeck (später Gemeindearzt in Petzenkirchen) und der damalige Bürgermeister von Persenbeug. Die sterblichen Überreste wurden 1964 auf den jüdischen Friedhof St. Pölten überführt und in einem Massengrab beerdigt.
1993 finanzierte der Holocaust-Überlebende Ernst Fiala einen Gedenkstein für die Opfer, der schon zweimal versetzt wurde.
Die Brüder Tobias und Hans Hochstöger arbeiteten das Verbrechen im Film Endphase auf, der ORF zeigte im Jänner 2022 eine gekürzte Fassung unter dem Titel Das Schweigen der Alten.
Einwohnerentwicklung 2026 lebten hier schon 1760 Menschen.
Kultur und Sehenswürdigkeiten mini|Alte Bahnstation Weins-Ysperdorf Bauwerke
Schloss Rottenhof Altes Bahnhofsgebäude in Weins
Vereine ASKÖ TC Hofamt Priel Musikverein Persenbeug Gottsdorf – Hofamt Priel Dorferneuerungsverein Weins Freiwillige Feuerwehr Weins-Ysperdorf Dorferneuerungsverein Hofamt Priel USV Hofamt Priel Sektion Fußball, Stocksport, Beachvolleyball, Tischtennis Landjugend Hofamt Priel – Persenbeug
Wirtschaft und Infrastruktur Nichtlandwirtschaftliche Arbeitsstätten gab es im Jahr 2001 46, land- und forstwirtschaftliche Betriebe nach der Erhebung 1999 82. Die Zahl der Erwerbstätigen am Wohnort betrug nach der Volkszählung 2001 749. Die Erwerbsquote lag 2001 bei 46,66 %.
Öffentliche Einrichtungen In Hofamt Priel gibt es einen Kindergarten.
Politik
Gemeinderat Der Gemeinderat hat 19 Mitglieder. Mit den Gemeinderatswahlen in Niederösterreich 1990 hatte der Gemeinderat folgende Verteilung: 13 ÖVP und 6 SPÖ. Mit den Gemeinderatswahlen in Niederösterreich 1995 hatte der Gemeinderat folgende Verteilung: 11 ÖVP, 7 SPÖ und 1 Unabhängige Umweltliste Hofamt Priel (Grüne). Mit den Gemeinderatswahlen in Niederösterreich 2000 hatte der Gemeinderat folgende Verteilung: 13 ÖVP und 6 SPÖ. Mit den Gemeinderatswahlen in Niederösterreich 2005 hatte der Gemeinderat folgende Verteilung: 12 ÖVP und 7 SPÖ. Mit den Gemeinderatswahlen in Niederösterreich 2010 hatte der Gemeinderat folgende Verteilung: 14 ÖVP und 5 SPÖ. Mit den Gemeinderatswahlen in Niederösterreich 2015 hat der Gemeinderat folgende Verteilung: 12 ÖVP, 6 SPÖ und 1 FPÖ. Mit den Gemeinderatswahlen in Niederösterreich 2020 hat der Gemeinderat folgende Verteilung: 14 ÖVP und 5 SPÖ.
Bürgermeister
1995–2023 Friedrich Buchberger (ÖVP) seit 2023 Franz Jaschke (ÖVP)
Persönlichkeiten
Mit der Gemeinde verbundene Persönlichkeiten
Markus Slawitscheck (* 1992), Spieleautor und Lehrer
Weblinks
Homepage der Gemeinde Hofamt Priel
Einzelnachweise
Kategorie:Ort an der Donau Kategorie:Katastralgemeinde im Bezirk Melk