Das Bethesda-Krankenhaus Essen war zwischen 1894 und 2006 ein evangelisches Krankenhaus im Essener Stadtteil Borbeck-Mitte.
Geschichte Vorgängerbau von 1894 mini|Evangelisches Krankenhaus an der damaligen Kuhstraße (um 1900) Im Jahr 1894 wurde das der evangelischen Gemeinde Borbeck gehörige Krankenhaus an der Kuhstraße (seit 1933 Wüstenhöferstraße 175) gegründet. Am 7. Januar 1894 fand eine Generalversammlung des Sammelvereins der evangelischen Gemeinde Borbeck zum Krankenhausbau statt.Anzeige der evangelischen Gemeinde Borbeck im General-Anzeiger für Essen und Umgebung vom 5. Januar 1894 Am 17. Oktober des Jahres ist der evangelischen Gemeinde den ihr vom Sammelverein zum Bau eines Krankenhauses gemachten Zuwendungen, bestehend aus dem erworbenen Grundstück nebst dem darauf errichteten Krankenhaus durch Erlass die Genehmigung erteilt worden.General-Anzeiger für Essen und Umgebung vom 18. Oktober 1894 Am 2. Dezember, dem 1. Advent 1894, fand die feierliche Einweihung des Krankenhauses mit einem Festgottesdienst und der Weihe durch den Superintendenten Hannesen aus Mülheim an der Ruhr statt.General-Anzeiger für Essen und Umgebung vom 6. Dezember 1894 Im Keller befand sich neben der Heizanlage, der Bügelstube und der Speisekammer die Küche, aus der mittels eines Aufzugs die Speisen auf die Stationen gelangten. In Parterre befand sich die Männerstation mit einem Krankensaal für sechs Personen sowie mehreren Ein- und Zweibettzimmern. Zudem befanden sich hier ein Operationssaal, ein Badezimmer, ein Wohn- und ein Schlafzimmer für die Diakonissen, ein Zimmer für den Krankenhauswärter und weitere Räume. Im ersten Obergeschoss befand sich die Frauenstation mir ähnlicher Aufteilung zuzüglich einem Saal für einen Frauenverein. Im zweiten Obergeschoss befanden sich Krankenzimmer, die für Patienten mit ansteckenden Krankheiten vorgehalten wurden.General-Anzeiger für Essen und Umgebung vom 13. Dezember 1894
Den Namen Bethesda erhielt das Krankenhaus im Herbst 1936 auf Beschluss des PresbyteriumsEssener Anzeiger vom 3. Oktober 1936 und in Bezug auf die Zisterne Bethesda in Jerusalem, der im Neuen Testament heilende Wirkung zugesprochen wird. 1968 wurde das Gelände mit dem Krankenhaus an die Stadt Essen verkauft. Seit 1980 befindet sich im ehemaligen, inzwischen mehrfach veränderten Krankenhausgebäude die Traugott-Weise-Förderschule.
Gebäude von 1971 bis 2006 Der Baubeginn des neuen Hauses an der Bocholder Straße 11–13 war 1968 auf weichem Untergrund, was ein besonders stabiles Fundament erforderte. Nach drei Jahren Bauzeit zog das Bethesda-Krankenhaus Anfang 1971, auch unter Mithilfe der Bundeswehr, in diesen zum Teil sechsgeschossigen, neu errichteten Zweckbau aus Beton mit 400 Betten.Baustelle Bethesda im Jahre 1968, Borbeck.de, abgerufen am 18. August 2026 1999 begann eine Kooperation mit dem katholischen Philippusstift in Borbeck. 2002 gliederte sich das Bethesda-Krankenhaus dem freigemeinnützigen Diakoniewerk Bethesda gGmbH Wuppertal an, das am Essener Haus eine Mehrheitsbeteiligung übernommen hatte. Das Philippusstift schloss sich 2004 den Katholischen Kliniken Essen-Nord an, bis dahin bestehend aus dem Marienhospital Altenessen und dem St. Vincenz Krankenhaus Stoppenberg.
2004 wurde ein ambulantes Operationszentrum eingerichtet. Die Bettenzahl des Bethesda-Krankenhauses wurde 2004 auf 177Bethesda Krankenhaus Essen, Qualitätsbericht 2004; abgerufen am 11. Januar 2019 und 2005 auf zuletzt 145 Betten reduziert. Das Haus verfügte über die Bereiche Allgemein- und Visceralchirurgie, Unfall- und Wiederherstellungschirurgie, Hand- und Fußchirurgie, Nuklearmedizin sowie Frauenheilkunde und Geburtshilfe.
In der Gesellschafterversammlung der Ev. Bethesda-Krankenhaus gGmbH Essen-Borbeck vom 26. August 2005 wurde der Beschluss zur Schließung gefasst, die am 30. Juni 2006 aus wirtschaftlichen Gründen vollzogen wurde. Lediglich ein Teil des Betriebes der chirurgischen Abteilung wurde ins Philippusstift integriert. Zum Inventar fand eine Versteigerung statt. Wegen Vandalismus im leerstehenden Gebäude war ein Wachdienst eingerichtet worden. 2009 erfolgte der 1,5 Millionen Euro teure AbrissEv. Kirche im Rheinland, Essen vom 12. April 2006: aktuelles aus der Gemeinde; abgerufen am 22. September 2014, offline des Bethesda-Krankenhauses, in dem zuletzt insgesamt rund 2500 Menschen arbeiteten. Auf dem freigewordenen Areal von 3,3 Hektar entstanden Reihenwohnhäuser.
Siehe auch Liste von Krankenhäusern in Essen
Literatur
Weblinks Geschichte des Bethesda-Krankenhauses auf Borbeck.de
Einzelnachweise
Essen Kategorie:Krankenhaus in Essen Kategorie:Ehemaliges Unternehmen (Essen) Kategorie:Erbaut 1894 Kategorie:Erbaut 1971 Kategorie:Borbeck-Mitte Kategorie:Abgegangenes Bauwerk in Essen Kategorie:Zerstört in den 2000er Jahren Kategorie:Unternehmensgründung 1894 Kategorie:Aufgelöst 2006