Friedrich Wilhelm Adolph Otto Albrecht Rudolph von Dewitz, auch Rudolf von Dewitz (* 12. Januar 1815 in Stargard (Pommern); † 4. November 1863 in Görlitz) war ein preußischer Verwaltungsjurist und Landrat des Kreises Wetzlar und des Kreises Landsberg (Warthe).Siehe Literatur: Horst Romeyk: Die leitenden staatlichen und kommunalen Verwaltungsbeamten der Rheinprovinz 1816–1945. In: Publikationen der Gesellschaft für Rheinische Geschichtskunde. Band 69, Droste, Düsseldorf 1994, ISBN 3-7700-7585-4, S. 287 Anm. 43.

Herkunft Rudolph von Dewitz (Nr. 549 der Geschlechtszählung), entstammte einem alten norddeutschen Adelsgeschlecht Dewitz, welches zum mecklenburgisch-pommerschen Uradel zählt. Er war Protestant. Seine Eltern waren der preußische Offizier Karl von Dewitz (* 12. Juni 1785; † 29. September 1815, #476) und dessen Ehefrau Elisabeth von Oertzen (1791–1839) aus dem Hause Rattey. Nach dem Tod des Vaters heiratete seine Mutter 1820 den preußischen Offizier und Flügeladjutant des Königs, Eduard von Brauchitsch, mit dem sie zahlreiche weitere Kinder hatte.

Leben Er besuchte zunächst ein Gymnasium in Berlin. Anschließend studierte er Rechts- und Kameralwissenschaften an den Universitäten zu Bonn und Berlin. Er gehörte ab 1834 dem Corps Rhenania Bonn anKarl Rügemer (Hrsg.): Kösener Korps-Listen von 1798 bis 1910. Carl Gerber München-Verlag der Academischen Monatshefte, Starnberg 1910, 26 (Corps), (Lfd. Nr. dort) 142., bestand das erste juristische Examen und gelangte 1837 als Auskultator zur weiteren Ausbildung an das Kammergericht. 1838 war er als Auskultator in Schwedt.

Nach der zweiten juristischen Prüfung in Berlin 1839 zum Gerichtsreferendar ernannt, wechselte Dewitz nach der dritten und unter Ernennung zum Regierungsassessor 1844 in den preußischen Verwaltungsdienst.

Als Regierungsassessor fand er vom 18. Dezember 1845 bis zum 22. April 1848 im Bereich des Oberpräsiudiums der Rheinprovinz Beschäftigung, als er auftragsweise mit der Verwaltung des Kreises Wetzlar betraut wurde. Nach seinem anschließenden Wechsel an die Regierung in Frankfurt (Oder) übernahm von Dewitz 1849 die Verwaltung des im dortigen Dienstbereichs gelegenen Kreises Landsberg (Warthe). Dewitz starb im Dienst.

Von Dewitz heiratete am 11. Februar 1856 auf Charlottenhof Karla Charlotte Friederike Auguste von Klitzing (* 28. August 1816 Charlottenhof; † 26. November 1891 Frankfurt (Oder)), eine Tochter des Lebrecht von Klitzing auf Charlottenhof und der Karoline Bennecke. Das Ehepaar blieb ohne Kinder.

Bereits 1855 fand er Aufnahme in den Johanniterorden, zeitgleichListe der Mitglieder der Balley Brandenburg des Ritterlichen Ordens St. Johannis vom Spital zu Jerusalem. 1859. Verlag Martin Berendt, Berlin 1859, u. a. S. 68. u. a. mit Bernhard Otto von Beneckendorff und von Hindenburg, Emil von Gutzmerow, Carl Friedrich Ludwig von Hahn und Wichard von Rochow-Stülpe.

Literatur Horst Romeyk: Die leitenden staatlichen und kommunalen Verwaltungsbeamten der Rheinprovinz 1816–1945. In: Publikationen der Gesellschaft für Rheinische Geschichtskunde. Band 69, Droste, Düsseldorf 1994, ISBN 3-7700-7585-4, S. 287 Anm. 43. 222. † v. Dewitz 3, Rudolph. In: Matrikel der Bonner Rhenanen 1820 1970. In: Band 4 der Blaubücher der Bonner Rhenania. u. a. Bonn 1970, S. 50–51. Alexander Freiherr von Dachenhausen: Genealogisches Taschenbuch des Uradels. 1893. Band 2, Friedrich Irrgang, Brünn/Rudolstadt April 1893, S. 155. Alexander Freiherr von Dachenhausen: Genealogisches Taschenbuch der Ritter- u. Adels-Geschlechter. 1881. Jahrgang 6, Verlag Buschak & Irrgang, Brünn/Wien November 1880, S. 120.

Einzelnachweise

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