Dieser Artikel befasst sich mit der Geschichte der Schweiz als Teilnehmerin am Eurovision Song Contest.

Regelmässigkeit der Teilnahme und Erfolge im Wettbewerb mini|Platzierungen der Schweiz im Finale (Stand 2025) mini|275px|Peter, Sue & Marc (hier 1976) vertraten die Schweiz in zehn Jahren insgesamt vier Mal mini|200px|Die erfolgreiche und bekannte Sängerin Céline Dion (hier 2008) holte einen Schweizer Sieg 1988 mini|300px|Luca Hänni (Mitte) holte 2019 das beste Ergebnis der Schweiz seit 1993 Die Schweiz nahm 1956 an der ersten Ausgabe des Eurovision Song Contest in Lugano teil und gewann diese auf Anhieb mit Lys Assia und ihrem Lied Refrain. So vertrat sie ebenfalls 1957 die Schweiz, landete dort aber nur auf Platz 8 von 10. Trotz dem geringen Erfolg wurde Lys Assia auch 1958 zum Wettbewerb geschickt. Dieses Mal war sie wieder erfolgreicher und belegte Platz 2 mit 24 Punkten. Ihr fehlten dabei lediglich drei Punkte zum Sieg. 1959 wurde dann erstmals eine andere Interpretin als Lys Assia zum Song Contest geschickt, nämlich Christa Williams. Diese war aber auch erfolgreich und belegte am Ende Platz 4. 1960 war das Land nur durchschnittlich erfolgreich und landete lediglich auf Platz 8 von 13. 1961 hingegen war die Schweiz wieder erfolgreich und platzierte sich auf Platz 3. 1962 landete der Sänger Jean Philippe dann im Mittelfeld auf Platz 10 von 16. 1963 verpasste die Schweiz dann erneut knapp den Sieg. Die Sängerin Esther Ofarim landete am Ende nur auf Platz 2, dabei fehlten ihr nur zwei Punkte zum Sieg. Nach diesem Erfolg folgte 1964 dann der erste Schweizer Tiefpunkt im Wettbewerb. So landete die Sängerin Anita Traversi mit ihrem Lied I miei pensieri mit null Punkten auf dem letzten Platz. Allerdings war sie nicht die einzige Teilnehmerin, die dort landete. So belegten auch die BR Deutschland, Jugoslawien und Portugal mit null Punkten den letzten Platz. Nach diesem Misserfolg war die Schweiz erstmals auch nicht mehr so erfolgreich wie zuvor im Wettbewerb.

Schliesslich landete das Land 1965 nur auf Platz 8 von 18 und somit nur im Mittelfeld. 1966 hingegen war die Platzierung etwas besser mit Platz 6 von 18. 1967 folgte dann aber schon der nächste Tiefpunkt, die Sängerin Géraldine landete auf dem letzten Platz mit null Punkten. Dieses Mal belegte die Schweiz allerdings alleine den letzten Platz, was bis dahin das schlechteste Schweizer Ergebnis beim Wettbewerb darstellte. Auch im Jahr darauf, 1968, konnte das Land nicht an die vorherigen Erfolge anknüpfen und landete lediglich auf Platz 13 von 17. 1969 folgte dann die beste Platzierung seit sechs Jahren, als die Sängerin Paola del Medico auf Platz 5 von 16 landete. 1970 konnte der Sänger Henri Dès diese Platzierung sogar noch toppen und landete auf Platz 4 von 12. 1971 war der Erfolg aber schon wieder vorbei, als das Trio Peter, Sue & Marc lediglich im Mittelfeld auf Platz 12 von 18 landete. 1972 hingegen schaffte es die Sängerin Véronique Müller wieder unter die besten zehn mit Platz 8 von 18. 1973 verpasste die Schweiz aber wieder eine solche Platzierung, da der Sänger Patrick Juvet lediglich auf Platz 12 von 17 landete. 1974 folgte dann der bereits dritte letzte Platz für die Schweiz. Allerdings war es nach 1964 der zweite letzte geteilte Platz. Dieses Mal landeten ebenfalls wieder, wie schon 1963, die BR Deutschland und Portugal auf dem letzten Platz. Ausserdem landete Norwegen noch auf dem letzten Platz. Nach dieser schlechten Platzierung folgte darauf der bisher erfolgreichste Zeitraum der Schweiz beim Eurovision Song Contest, indem sich das Land immer unter den besten zehn platzierte.

So konnte die Schweiz 1975 mit Platz 6 die beste Platzierung in fünf Jahren ergattern. 1976 kehrte das Trio Peter, Sue & Marc, die bereits 1971 die Schweiz vertraten, zurück. Dieses Mal waren sie allerdings deutlich erfolgreicher und landeten auf Platz 4. Auch 1977 und 1978 gelangen der Schweiz jeweils gute Platzierungen mit Platz 6 und Platz 9. 1979 trat das Trio Peter, Sue & Marc zum bereits dritten Mal für das Land an, holte sich dieses Mal aber das Trio Pfuri, Gorps & Kniri hinzu. Auch mit ihnen zusammen gelang es, einen Platz unter den besten zehn zu holen, denn das Lied Trödler & Co landete auf Platz 10. 1980 holte die Sängerin Paola dann mit Platz 4 eine weitere Platzierung unter den besten zehn. 1981 trat dann zum bereits vierten Mal innerhalb von zehn Jahren das Trio Peter, Sue & Marc für die Schweiz an. Dieses Mal holten sie mit Platz 4 ihre beste Platzierung im Wettbewerb. 1982 folgte dann die beste Platzierung seit 19 Jahren, als die Sängerin Arlette Zola Platz 3 belegte. Nach diesem grossen Erfolg war die erfolgreichste Zeit der Schweiz im Wettbewerb aber vorbei.

Mit Platz 15 1983 folgte schliesslich die schlechteste Platzierung seit neun Jahren. 1984 wurde mit Platz 16 sogar eine noch etwas schlechtere Platzierung eingeholt. Auch 1985 schaffte es die Schweiz nicht, unter die besten zehn zu gelangen, und belegte am Ende lediglich Platz 12. Umso überraschender kam das Ergebnis 1986, als die Sängerin Daniela Simons Platz 2 und somit das beste Ergebnis seit 1963 erreichte. Im Folgejahr war mit diesem Erfolg aber wieder Schluss, denn der Schweizer Beitrag erreichte lediglich Platz 17 von 22. Im Folgejahr, 1988, erzielte dann die damals noch unbekannte Sängerin Céline Dion mit Ne partez pas sans moi den zweiten Sieg der Schweiz. Nach diesem grossen Erfolg war die Schweiz also 1989 Ausrichter des Song Contests, war aber im eigenen Land nur durchschnittlich erfolgreich. So landete der Schweizer Beitrag nur im Mittelfeld auf Platz 13 von 22. 1990 verpasste das Land dann knapp eine Platzierung unter den besten zehn mit Platz 11. Umso erfolgreicher war wieder die Teilnahme 1991, als die Sängerin Sandra Simó Platz 5 belegte. 1992 hingegen landete die Schweiz aber wieder nur im Mittelfeld mit Platz 15 von 23. 1993 folgte dann mit Platz 3 die beste Platzierung seit dem Sieg 1988. Mit 148 Punkten erzielte die Sängerin Annie Cotton sogar eine neue Höchstpunktzahl für die Schweiz. Allerdings sollte dies der vorerst letzte erfolgreiche Beitrag der Schweiz sein, denn in den Folgejahren hatte die Schweiz einen regelrechten Absturz im Wettbewerb.

Der Beitrag 1994 erreichte schliesslich nur das untere Mittelfeld mit Platz 19 von 25. Allerdings hatte diese Platzierung Konsequenzen, denn durch die vielen neuen Teilnehmerländer in den 1990ern durften nur die Plätze 1 bis 18 am Wettbewerb 1995 teilnehmen. Somit musste die Schweiz 1995 erstmals aussetzen und fehlte daher erstmals im Wettbewerb seit seiner Einführung 1956. Ausserdem war die Schweiz bis 1994 zusammen mit Deutschland das einzige Land, das an allen bis dahin ausgestrahlten Wettbewerben teilgenommen hatte. 1996 kehrte die Schweiz aber wieder zum Wettbewerb zurück und belegte dort lediglich Platz 16 von 23. Auch 1997 konnte keine gute Platzierung errungen werden, als der Schweizer Beitrag auf Platz 22 von 25 landete. 1998 folgte dann der Tiefpunkt, denn die Sängerin Gunvor Guggisberg landete auf dem letzten Platz und erhielt null Punkte. Es war die schlechteste Platzierung der Schweiz seit 1974. Daher musste das Land zum bereits zweiten Mal im Jahre 1999 aussetzen. Im Jahre 2000 durfte die Schweiz zwar schon wieder teilnehmen, belegte dort aber nur Platz 20 von 24 und musste somit 2001 schon wieder aussetzen. Auch 2002 wurde mit Platz 22 von 24 keine gute Platzierung erreicht, so dass 2003 wieder kein Schweizer Beitrag teilnehmen durfte. Als die Schweiz 2004 zurückkehrte, musste sie sofort im neu eingeführten Halbfinale teilnehmen. Dort wurde aber die bis heute schlechteste Schweizer Platzierung erreicht. Piero Esteriore & The MusicStars bekamen mit dem Lied Celebrate! null Punkte und landeten auf dem letzten Platz. Es war das bereits fünfte Mal, dass die Schweiz Letzter wurde. Erst im Folgejahr gab es wieder einen Lichtblick für die Schweiz.

So musste die Schweiz 2005 erneut im Halbfinale antreten. Dort belegte die estnische Band Vanilla Ninja Platz 8, so dass sie die Schweiz erstmals seit drei Jahren zurück ins Finale führten. Im Finale folgte dann der grosse Erfolg. Das Lied Cool Vibes belegte am Ende Platz 8 mit 128 Punkten, was die beste Platzierung seit zwölf Jahren darstellte. Ebenfalls war es für einen langen Zeitraum die bisher letzte Schweizer Platzierung unter den besten zehn, denn in den Folgejahren wurde die Schweiz eines der erfolglosesten Länder im Wettbewerb. 2006 war das Land dann für das Finale durch die gute Vorjahresplatzierung bereits vorqualifiziert. Die Band six4one landete am Ende dann auf Platz 17 von 24. 2007 wurde dann der bekannte DJ Bobo zum Song Contest geschickt. Aber auch er verpasste das Finale und belegte im Halbfinale lediglich Platz 20 von 28. Auch 2008 und 2009 schafften es die Schweizer Beiträge nicht ins Finale, womit die Schweiz erstmals in ihrer Eurovisions-Geschichte drei Jahre nicht im Finale vertreten war. 2010 folgte dann ein weiterer Tiefpunkt, denn Michael von der Heide belegte am Ende den letzten Platz im Halbfinale, was der bereits sechste letzte Platz der Schweiz war. 2011 kehrte das Land dann zu einer Vorentscheidung zurück und konnte sich erstmals seit 2006 für das Finale qualifizieren. Dort folgte dann aber die nächste Enttäuschung, denn das Lied In Love for a While belegte den letzten Platz im Finale, was der siebte letzte Platz der Schweiz war. 2012 und 2013 verpassten die Schweizer Beiträge dann wieder das Finale. 2014 hingegen platzierte sich der Sänger Sebalter im Halbfinale auf Platz 5 und brachte somit das Land erstmals seit drei Jahren zurück ins Finale. Im Finale belegte er dann am Ende Platz 13 und holte somit das beste Schweizer Resultat seit 2005. Anzumerken ist allerdings, dass er bei reinem Televoting sogar sich unter den besten zehn platziert hätte. 2015 wollte die Schweiz dann an den Erfolg von 2014 anknüpfen, verfehlte dieses Ziel aber deutlich. So landete Mélanie René am Ende auf dem letzten Platz im Halbfinale. Auch 2016 landete der Schweizer Beitrag auf dem letzten Platz im Halbfinale, womit die Schweiz ihren neunten letzten Platz einfuhr. 2017 sollte sich dann die Band Timebelle wieder für das Finale qualifizieren, verpasste dieses Ziel aber mit Platz 12 im Halbfinale. Auch dem Duo ZiBBZ gelang es 2018 nicht, die Schweiz zurück ins Finale zu bringen. Erst 2019 folgte dann wieder ein Erfolg für das Land.