Barnsdorf (fränkisch: BarnschdoafE. Wagner: Land- und Stadtkreis Schwabach, S. 8. Dort nach den Regeln des HONB folgendermaßen transkribiert: „báɘnšdǫɘf“.) ist ein Gemeindeteil der Kreisstadt Roth im Landkreis Roth (Mittelfranken, Bayern). Barnsdorf liegt in der Gemarkung Belmbrach.

Geographie Das Dorf liegt etwa drei Kilometer südöstlich von Roth am östlichen Hang des Rednitztales. Im Westen liegt das „Rothauracher Holz“, im Osten grenzen die Waldgebiete „Muckenwinkel“ und „Brunnfeld“ an. 300 Meter westlich verläuft die Bahnstrecke Treuchtlingen–Nürnberg. Die Kreisstraße RH 6 führt nach Kiliansdorf zur Staatsstraße 2409 (1,5 Kilometer nordöstlich) beziehungsweise nach Bernlohe (2,4 Kilometer südwestlich). Eine Gemeindeverbindungsstraße führt an Unterheckenhofen vorbei nach Rittersbach zur Staatsstraße 2224 (3 Kilometer westlich).

Geschichte Der Ort wurde 1345 als „Pornsdorf“ in dem eichstättischen Salbuch erstmals urkundlich erwähnt.Willi Ulsamer (Hrsg.): 100 Jahre Landkreis Schwabach, S. 248.F. Eigler: Schwabach, S. 174. Das Bestimmungswort ist Barn, der Personenname des Siedlungsgründers.E. Wagner: Land- und Stadtkreis Schwabach, S. 8.

Gegen Ende des 18. Jahrhunderts gab es in Barnsdorf drei Anwesen. Das Hochgericht übte das brandenburg-ansbachische Oberamt Roth aus. Die Dorf- und Gemeindeherrschaft hatte das Kastenamt Roth. Grundherren waren das St. Katharina-Klosteramt der Reichsstadt Nürnberg (2 Ganzhöfe) und der Nürnberger Eigenherr von Pömer (1 Gut mit Mahlmühle).F. Eigler: Schwabach, S. 382. Auch im Jahr 1799 hatte sich an diesen Verhältnissen nichts geändert.J. K. Bundschuh: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken, Bd. 1, Sp. 254.

Von 1797 bis 1808 unterstand der Ort dem Justiz- und Kammeramt Roth. Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde Barnsdorf dem 1808 gebildeten Steuerdistrikt Belmbrach und der 1811 gegründeten Ruralgemeinde Belmbrach zugeordnet. Am 1. Juli 1971 wurde der Ort im Zuge der Gebietsreform in Bayern nach Roth eingegliedert.F. Eigler: Schwabach, S. 467 f.

Baudenkmäler In Barnsdorf gibt es sieben Baudenkmäler: Gruftkapelle Barnsdorfer Hauptstraße 9: Arbeiterwohnhaus Barnsdorfer Hauptstraße 15: ehemaliges Bauernhaus Barnsdorfer Hauptstraße 16: Fabrikantenwohnhaus Barnsdorfer Hauptstraße 20: Fabrikantenvilla Barnsdorfer Hauptstraße 21: dreigeschossiges Sandsteinwohnhaus Barnsdorfer Hauptstraße 23: Villa

Einwohnerentwicklung Jahr 1818 1840 1861 1871 1885 1900 1925 1950 1961 1970 1987 2014 2018Einwohner 22 26 26 36 82 189 155 169 120 108 78 55 48HäuserEs sind nur bewohnte Häuser angegeben. Im Jahre 1818 werden diese als Feuerstellen bezeichnet, 1840 als Häuser und 1885 bis 1987 als Wohngebäude. 3 3 5 14 16 14 16 16 Quelle www.stadt-roth.de

Religion Barnsdorf ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und bis heute nach Zu unserer lieben Frau (Roth) gepfarrt. Die Katholiken sind nach Maria Aufnahme in den Himmel (Roth) gepfarrt.

Wirtschaft Die Wirtschaft des Ortes ist maßgeblich durch das Unternehmen Carl Schlenk geprägt, einen metallverarbeitenden Betrieb, der den größten Teil der Ortsfläche einnimmt. Dieser erwarb im Jahr 1875 die Mühle und baute sie zur Bronzefabrik um.W. Ulsamer (Hrsg.): 100 Jahre Landkreis Schwabach, S. 250 f.

Literatur

Weblinks

Fußnoten

Kategorie:Ortsteil von Roth Kategorie:Ort im Landkreis Roth Kategorie:Ersterwähnung 1345 Kategorie:Ort an der Rednitz