miniatur|Aletshausen – Blick von der Straße zwischen Aletshausen und Wasserberg mini|Ehemalige Schule und Kirche in Aletshausen Aletshausen ist eine Gemeinde im schwäbischen Landkreis Günzburg und ein Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Krumbach (Schwaben).
Geographie Gemeindegliederung Die Gemeinde hat fünf Gemeindeteile (in Klammern ist der Siedlungstyp angegeben): Aletshausen (Pfarrdorf) Gaismarkt (Kirchdorf) Haupeltshofen (Kirchdorf) Wasserberg (Dorf) Winzer (Pfarrdorf)
Das Gemeindegebiet ist in drei Gemarkungen gegliedert: Aletshausen, Haupeltshofen und Winzer.
Lage Aletshausen und Haupeltshofen liegen im Tal der Kammel, die Streusiedlung Wasserberg im Tal des Adelgerngrabens, der in Aletshausen in die Kammel mündet. Gaismarkt liegt auf dem Riedel zwischen den Tälern von Kammel und Haselbach, Winzer oberhalb des Talrandes des Mindeltals auf dem Riedel zwischen Haselbach und Mindel. Die Gemeinde Aletshausen liegt in der Region Donau-Iller im Regierungsbezirk Schwaben.
Siedlungsform Der Straßengrundriss des alten Ortskerns von Aletshausen ist leiterförmig angelegt. Dass dieses System heute noch so ausgeprägt erhalten ist, ist außergewöhnlich.B. von Hagen, A. Wegener-Hüssen: Denkmäler in Bayern – Landkreis Günzburg – Ensembles, Baudenkmäler, Archäologische Denkmäler. – Hrsg.: Bayerisches Landesamt für Denkmalpflege, Karl M. Lipp Verlag, München 2004, ISBN 3-87490-589-6, 600 S. (S. 10–12)
Nachbargemeinden Nachbargemeinden sind im Westen die Gemeinde Waltenhausen und Norden die Stadt Krumbach (Schwaben).. Abgerufen am 6. April 2024. Im Nordosten grenzt die Gemeinde an das gemeindefreie Gebiet Winzerwald und die Gemeinde Ursberg. Im Süden, im Bereich von Haupeltshofen, grenzt die im Landkreis Unterallgäu liegende Gemeinde Breitenbrunn an das Gemeindegebiet, im Süden und Osten die ebenfalls zum Nachbarlandkreis gehörende Marktgemeinde Kirchheim in Schwaben.
Geschichte Bis zur Gemeindegründung Aletshausen wurde im Jahr 1316 erstmals in dem Zusammenhang erwähnt, dass einige Güter in dem Dorf zum Besitz des Hochstiftes Augsburg gehörten. Die anderen Güter waren Teil der Freybergschen Herrschaft Hohen- und Niederraunau. Später, bis zum frühen 19. Jahrhundert, gehörte der gesamte Ort zum Herrschaftsbereich der Herren von Freyberg. Mit der Rheinbundakte 1806 kam der Ort zu Bayern. Im Zuge der Verwaltungsreformen in Bayern entstand mit dem Gemeindeedikt von 1818 die Gemeinde.
Eingemeindungen Am 1. Mai 1978 wurden die Gemeinden Haupeltshofen und Winzer (mit Gaismarkt) anlässlich der Gemeindegebietsreform eingegliedert.
Einwohnerentwicklung Bevölkerungsentwicklung Jahr1961197019871991199520002005201020152024 Einwohner 1186 1146 1036 1092 1128 1144 1150 1085 11271218
Politik Gemeinderat und Bürgermeister Bei der Kommunalwahl 2024 lag die Wahlbeteiligung in Aletshausen bei 55,5 Prozent. Partei/Liste2024%Sitze CDU92,511 ÖDP7,51Gesamt10012 Erster Bürgermeister war von 2008 bis 2026 Georg Duscher (CSU/Freie Wähler). Er wurde 2014 mit 86,9 % der Stimmen wiedergewählt und am 15. März 2020 mit 79,7 % der Stimmen für weitere sechs Jahre im Amt bestätigt. Zur Wahl 2026 trat Duscher nicht mehr an, als Nachfolger wurde Martin Veitleder gewählt.
Wappen
Sehenswürdigkeiten Die Pfarrkirche Hl. Kreuz, die am südwestlichen Ortsrand direkt an der Kammel liegt, wurde in der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts erbaut und im Jahr 1762 – wahrscheinlich von Johann Martin Kraemer – im Stil des Barock umgebaut. Die Fresken in der Kirche stammen von dem Weißenhorner Freskant Franz Martin Kuen. Die Seitenaltäre, die Kanzel und der Taufstein wurden im Jahr 1910 aus dem niederbayerischen Geiersthal im Landkreis Regen gekauft, der Altar wurde im selben Jahr von Georg Saumweber geschaffen. Durch zwei Anbauten des Langhauses (1762 und 1910/11) sind die Raumproportionen der Kirche ungewöhnlich. Der zylindrische Turmabschluss ist ebenfalls eher ungewöhnlich. Der Umbau im 18. Jahrhundert erfolgte auch, weil die Kirche im Dreißigjährigen Krieg stark beschädigt wurde. Eine erste Kapelle wird schon im Jahr 1067 erwähnt, ein Vorgängerbau der heutigen Kirche im Jahr 1316. miniatur|Lourdeskapelle Aletshausen Östlich des Ortes befindet sich die Lourdesgrotte, die im frühen 20. Jahrhundert erbaut wurde.
Wirtschaft und Infrastruktur Wirtschaft einschließlich Land- und Forstwirtschaft Im Jahr 2023 erzielte Aletshausen Einnahmen aus der Gewerbesteuer in Höhe von 482 Tausend Euro. Mit einem Gewerbesteuerhebesatz von 310 % zählt die Gemeinde zu den steuerlich attraktiven Standorten Deutschlands.
Im Jahre 2023 gab es am Arbeitsort 187 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte. In der Gemeinde wohnten 550 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte. Die Auspendler überwogen damit die Einpendler um 366 Personen.
Im Jahre 2023 waren von der Gemeindefläche waren 92 ha (5,2 %) Siedlung und 1574 ha Vegetation, davon 1030 ha Landwirtschaft.
Verkehr Durch die Gemeinde führt entlang des Kammeltals die Bundesstraße 16 (Krumbach–Mindelheim) und parallel dazu die Mittelschwabenbahn. Haltepunkte im Gemeindegebiet befinden sich in AletshausenAletshausen auf bahnhof.de und Haupeltshofen.Haupeltshofen auf bahnhof.de Es zweigen von der B 16 die Kreisstraßen GZ 13 und GZ 30 ab, von denen letztere durch die Ortsteile Gaismarkt und Winzer führt.
Seit Juli 2009 sind die Orte an den Stadtbusverkehr von Krumbach (Flexibus Krumbach) angeschlossen, der mit Kleinbussen nach dem Prinzip des Bedarfsgesteuerten Flächenbetriebes durchgeführt wird.
Bildung Es gibt folgende Einrichtung (Stand: 2025): Kindergrippe ab 1 Jahr: 15 Plätze Kindergarten ab 2,5 Jahren: 75 Plätze
Weblinks
Homepage (PDF; 1,24 MB)
Einzelnachweise
Kategorie:Ort im Landkreis Günzburg Kategorie:Ort in Oberschwaben Kategorie:Ersterwähnung 1316 Kategorie:Gemeindegründung 1818 Kategorie:Kirchdorf (Siedlungstyp)