mini|Adelshofen
Adelshofenalte Schreibweise: Adelshoffen ist eine Gemeinde im Landkreis Ansbach in Mittelfranken, Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Rothenburg ob der Tauber und zählt zur Metropolregion Nürnberg.
Geografie Die Gemeinde liegt im Taubertal in der Region Westmittelfranken, etwa 6,5 km nördlich von Rothenburg ob der Tauber.
Gemeindegliederung Es gibt zehn Gemeindeteile (in Klammern ist der Siedlungstyp angegeben):
Die Karren- und die Salznersmühle zählen zum Gemeindeteil Tauberscheckenbach.
Es gibt auf dem Gemeindegebiet die Gemarkungen Adelshofen, Großharbach, Neustett, Tauberscheckenbach und Tauberzell. Die Gemarkung Adelshofen hat eine Fläche von 10,012 km². Sie ist in 1065 Flurstücke aufgeteilt, die eine durchschnittliche Fläche von 9401,26 m² haben. In ihr liegen neben dem namensgebenden Ort die Gemeindeteile Gickelhausen, Haardt und Ruckertshofen.
Nachbargemeinden Nachbargemeinden sind (im Norden beginnend im Uhrzeigersinn) Uffenheim, Ohrenbach, Steinsfeld, Creglingen und Simmershofen.
Geschichte Bis zur Gemeindegründung Adelshofen wird 1333 als „Otylshouen“ erstmals urkundlich erwähnt. Der Ortsname ist abgeleitet vom Personennamen Othil.W.-A.v. Reitzenstein, S. 19 f.
1383 erwarb die Reichsstadt Rothenburg weite Teile des heutigen Gemeindegebiets und sicherte sie im Jahr 1430 mit Wällen und Gräben. Ab 1500 lag Adelshofen im Fränkischen Reichskreis. Seit dem Reichsdeputationshauptschluss von 1803 gehört der Ort, wie weite Teile Frankens, zu Bayern (siehe auch Geschichte Frankens). (PDF-Datei; 179 kB)
Mit dem Gemeindeedikt wurde 1808 der Steuerdistrikt Adelshofen gebildet. Zu diesem gehörten Gickelhausen, Großharbach, Haardt und Ruckertshofen. Wenig später entstand die Ruralgemeinde Adelshofen mit den Orten Adelshofen, Gickelhausen, Haardt und Ruckertshofen. In Verwaltung und Gerichtsbarkeit wurde sie dem Landgericht Rothenburg und in der Finanzverwaltung dem Rentamt Rothenburg ob der Tauber (1919 in Finanzamt Rothenburg ob der Tauber umbenannt). Ab 1862 übernahm das Bezirksamt Rothenburg ob der Tauber die Verwaltung (1939 in Landkreis Rothenburg ob der Tauber umbenannt) und das Stadt- und Landgericht Rothenburg ob der Tauber die Gerichtsbarkeit (1879 in Amtsgericht Rothenburg ob der Tauber umbenannt). Die Gemeinde hatte 1964 eine Fläche von 10,065 km².
Eingemeindungen Am 1. Juli 1972 wurden im Rahmen der Gebietsreform in Bayern die Gemeinden Großharbach, Tauberscheckenbach und Tauberzell nach Adelshofen eingemeindet. Am 1. Mai 1978 kam Neustett hinzu.
Einwohnerentwicklung Im Zeitraum 1988 bis 2018 sank die Einwohnerzahl von 970 auf 955 um 15 Einwohner bzw. 1,6 %.
Gemeinde Adelshofen Jahr 1818 1840 1852 1861 1867 1871 1875 1880 1885 1890 1895 1900 1905 1910 1919 1925 1933 1939 1946 1950 1961 1970 1987 1995 2005 2015Einwohner 415 403 421 424 433 425 425 438 451 446 426 407 400 424 394 389 372 354 532 597 362 350 980 971 961 979 HäuserEs sind nur bewohnte Häuser angegeben. Im Jahre 1818 werden diese als Feuerstellen bezeichnet, 1840 als Häuser und 1871 bis 2015 als Wohngebäude. 78 85 81 82 81 78 79 78 79 261 299Quelle Für die Gemeinde Adelshofen zuzüglich der Einwohner und Gebäude von Gickelhausen (S. 30), Haardt (S. 34) und Rückertshofen (S. 78).
Ort Adelshofen Jahr 1818 1840 1861 1871 1885 1900 1925 1950 1961 1970 1987Einwohner 218 213 220 214 246 202 194 282 180 188 130Häuser 41 46 41 40 40 39 40 39Quelle
Politik Gemeinderat Nach der Kommunalwahl am 15. März 2020 hat der Gemeinderat acht Mitglieder. Die Wahl brachte folgendes Ergebnis: Parteien und Wählergemeinschaften %2020 Sitze2020 Wählergemeinschaft Adelshofen 25,72 Wählergemeinschaft Großharbach 23,12Wählergemeinschaft Tauberscheckenbach 20,02 Wählergemeinschaft Tauberzell17,41Wählergemeinschaft Neustett 13,91Gesamt100,08Wahlbeteiligung in %75,4
Weiteres Mitglied und Vorsitzender des Gemeinderates ist der Erste Bürgermeister. Bürgermeister Kristof Matthes ist seit Mai 2026 der Erste Bürgermeister. Er wurde am 8. März 2026 mit 85,02 % der Stimmen gewählt.
Wappen und Flagge Wappen
Flagge Die Gemeindeflagge ist rot-weiß.
Baudenkmäler
St. Nikolaus (Adelshofen) Überreste der Rothenburger Landhege
Bodendenkmäler
Wirtschaft und Infrastruktur Wirtschaft einschließlich Land- und Forstwirtschaft 1998 gab es im Bereich der Land- und Forstwirtschaft und im Bereich Handel und Verkehr keine sozialversicherungspflichtig Beschäftigten, im produzierenden Gewerbe 72 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort. In sonstigen Wirtschaftsbereichen waren am Arbeitsort zehn Personen beschäftigt. Beschäftigte am Wohnort gab es 318. Im Bauhauptgewerbe gab es einen Betrieb. Zudem bestanden im Jahr 1999 91 landwirtschaftliche Betriebe mit einer Nutzfläche von 2165 ha. Davon waren 1768 ha Ackerfläche und 385 ha Dauergrünfläche.
Tauberzell ist ein fränkischer Weinort an der Tauber, der einzige im Landkreis Ansbach. Die Einzellage heißt Hasennestle.
Bildung 1999 gab es folgende Einrichtungen: Kindergärten: 49 Kindergartenplätze mit 43 Kindern
Verkehr Die Staatsstraße 2416 verläuft nach Tauberscheckenbach (2,6 km westlich) bzw. nach Reichelshofen (2,7 km östlich). Die Kreisstraße AN 8 führt nach Ruckertshofen (0,8 km nördlich) bzw. nach Gattenhofen (2,9 km südöstlich). Gemeindeverbindungsstraßen führen nach Oberscheckenbach zur Staatsstraße 2419 (3,3 km nordöstlich) und nach Haardt (1,1 km nordwestlich).
Persönlichkeiten Fritz Mägerlein (1903–1993), Lehrer und Heimatforscher, Mägerlein wurde in Neustett geboren
Literatur
Weblinks
Website der Gemeinde
Einzelnachweise
Kategorie:Ort im Landkreis Ansbach Kategorie:Gemeindegründung 1818 Kategorie:Ersterwähnung 1333 Kategorie:Kirchdorf (Siedlungstyp)
Kategorie:Gemarkung im Landkreis Ansbach