Der Intel 8008 (zunächst als 1201) wurde am 1. April 1972 vorgestellt und war der erste 8-Bit-Mikroprozessor und der erste Von-Neumann-Rechner aus dem Hause Intel. Er war in einem 18-poligen DIL-Gehäuse untergebracht und bestand aus 3500 Transistoren. Weit verbreitet ist die Ansicht, der 8008 wäre ein auf 8 Bit erweiterter 4004 oder eine Weiterentwicklung des 4040. Beide CPUs unterscheiden sich aber grundlegend vom 8008.Computermuseum der Universität Stuttgart: Beschreibung der Architektur. Der 8008 gilt als der direkte Vorläufer des Intel 8080 und ist damit die Grundlage der x86-Prozessorarchitektur und der damit verbundenen Befehlssätze von Intel.
Allgemeines mini|upright=1.9|Intel 8008: Funktionsblockschaltbild Der 8008 fand geringe Verbreitung u. a. durch seinen Einsatz in TerminalsComputermuseum der Universität Stuttgart: Terminal auf Basis des Intel 8008., Analysegeräten und Desktop-Computern, wie dem Mark-8 oder dem Micral. Großer Erfolg war ihm aber nicht beschieden. Aufgrund seiner sehr „kompakten“ BusschnittstelleComputermuseum der Universität Stuttgart: Beschreibung des Bus-Interface. erforderte der Anschluss von Speicher und Ein-/Ausgabe-Bausteinen beträchtlichen Dekodierungsaufwand. Sein Befehlssatz war sehr unflexibel und seine Möglichkeiten zur Interrupt-Verarbeitung rudimentär, da es keine Möglichkeit gab, seinen internen Zustand (Register H, L und die Flags konnte man nicht speichern) vollständig zu sichern, wie das bei einer sinnvollen Interrupt-Behandlung unabdingbar ist.Computermuseum der Universität Stuttgart: Befehlssatz. Außerdem besaß er noch einen 8 Einträge langen CPU-internen Return-Stack, auf den durch den Befehlssatz nicht unmittelbar zugegriffen werden konnte. Befehlssatz- und Mikroarchitektur wurden beim Nachfolger 8080 grundlegend überarbeitet und deutlich flexibler. Nichtsdestoweniger hat praktisch jeder 8008-Befehl sein Äquivalent im 8080-Befehlssatz, so dass der 8008 in letzter Konsequenz auch als früher Vorläufer des 8086 gelten darf, welcher u. a. auch im Hinblick auf leichte Portierbarkeit von 8080- und 8085-Programmen entwickelt wurde.
Technische Daten mini|upright=1.3|U 808 D (DDR-Nachbau des 8008)• Entwicklungsbeginn: 1974• geplanter Produktionsbeginn: 6/1977 • Produktionsbeginn: 1978• Produktionsende: 1986/88Firmeninformationen unter robotron-net.de (PDF; 36 KB) Taktfrequenz: 500 kHz (8008-1: 800 kHz) Rechenleistung: 0,05 MIPS Technik: 10 µm, PMOS Anzahl Transistoren: 3500 Adressierbarer Speicher: 16 KB Verwendet in Terminals, Tischrechnern, Verpackungsmaschinen, Analysegeräten u. v. m. Ursprünglich für das Terminal Datapoint 2200 entwickelt
Weblinks
Intel 8008 – Sammler-Website mit vielen Bildern The Intel 8008 support page (inoffiziell, englisch)
Einzelnachweise
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