mini|270px|Fans der HSG Nordhorn während eines Bundesligaspiels in der Kölnarena

Die Handballspielgemeinschaft Nordhorn-Lingen ist ein Handballverein aus Nordhorn.

Geschichte Der Verein wurde am 1. Juni 1981 aus einem Zusammenschluss der Handball-Abteilungen von Sparta Nordhorn und von Eintracht Nordhorn als HSG Nordhorn gegründet. Nachdem die HSG 1993 Meister der Regionalliga Nord wurde, stieg sie in die 2. Bundesliga auf. Sechs Jahre später wurde sie auch dort Meister und stieg in die Handball-Bundesliga des DHB auf. Seitdem war sie dort in der oberen Tabellenhälfte zu finden und wurde 2002 deutscher Vizemeister. Die Heimspiele trägt die Mannschaft im Euregium und der EmslandArena aus.

Seit September 2008 nennt sich die Bundesliga-Mannschaft aufgrund von Etat-Problemen und damit verbundenen finanziellen Zuwendungen aus dem Emsland und der Stadt Lingen (Ems) HSG Nordhorn-Lingen. Durch die Zuwendungen konnte der Spielbetrieb zunächst aufrechterhalten werden. Am 16. Februar 2009 meldete die HSG Sportmarketing GmbH & Co KG beim Amtsgericht Nordhorn wegen drohender Zahlungsunfähigkeit Insolvenz an,, FTD-Online vom 14. Februar 2009 am 5. März stellte Insolvenzverwalter Ulrich Zerrath schließlich den Antrag auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens, wodurch die HSG nach TUSEM Essen als zweiter Zwangsabsteiger aus der Handball-Bundesliga in der Saison 2008/09 feststand.

Seit der Saison 2009/2010 ist die neu gegründete HSG Nordhorn-Lingen GmbH Lizenznehmer der Bundesliga-Mannschaft. Seit Dezember 2013 trägt die Mannschaft einen Teil ihrer Heimspiele in der Emslandarena in Lingen aus.

2008 gab es mit dem Gewinn des EHF-Pokals den ersten internationalen Erfolg.

Am drittletzten Spieltag der Saison 2018/2019 sicherte sich die HSG nach einem 33:28-Auswärtssieg beim EHV Aue und der späteren Niederlage des HSC 2000 Coburg den erneuten Aufstieg in die Handball-Bundesliga. Nach zwei Spielzeiten stieg sie am Ende der Saison 2020/21 jedoch erneut in die 2. Bundesliga ab, der sie seitdem angehört.

Sportliche Bilanz Nach der Saison 1992/1993, als die HSG die Meisterschaft in der Regionalliga Nord gewann, errang sie in der Relegation den Aufstieg in die 2. Bundesliga. Dort wurde sie zweimal (1996 und 1998) Vizemeister. 1999 wurde die HSG Nordhorn schließlich Meister der 2. Bundesliga Nord und spielte nach dem Sieg in der Relegation bis 2009 in der 1. Bundesliga.Beckedahl S, in Die Welt vom 28. September 1999, Ein Spitzenreiter wie aus dem Ikea-Katalog – Handball-Aufsteiger Nordhorn führt die Tabelle an – Erfolg mit skandinavischen Nationalspielern Nach dem Zwangsabstieg 2009 in die 2. Bundesliga, gelang 2019 der Wiederaufstieg in die 1. Bundesliga.

Größte Erfolge mini|hochkant=1.4|Die Mannschaft der HSG Nordhorn am 30. Mai 2009 vor dem Rückspiel um den Europapokal der Pokalsieger 2008/2009 gegen BM Valladolid in Valladolid (Polideportivo Pisuerga). Meister der Regionalliga Nord 1992/93 (Aufstieg in die 2. Bundesliga Nord) Meister der 2. Bundesliga Nord 1998/99 (Aufstieg in die Handball-Bundesliga) Teilnahme am Final Four (DHB-Pokal) 2000/01, 2001/02, 2004/05 und 2007/08 Deutscher Vizemeister 2001/02 Teilnahme am EHF-Pokal 2002/03 3. Platz beim Final Four im DHB-Pokal 2004/05 Teilnahme am Europapokal der Pokalsieger 2005/06, Erreichen des Halbfinals Gewinner des EHF-Pokals 2008 Erreichen des Finals im Europapokal der Pokalsieger 2008/09 Aufstieg in die Handball-Bundesliga 2018/19

2007/2008 In der Saison 2007/08 fuhr die HSG in der Bundesliga 23 Siege, 4 Remis und 7 Niederlagen ein. Es wurden 1065 (Ø 31,3; 113 7-Meter) Tore erzielt und 1018 (Ø 28,6) Gegentore kassiert, was zum 5. Tabellenplatz (Hinrunde 4.) führte. Damit erreichte die HSG die Teilnahme am EHF-Pokal 2008/2009.

In eigener Halle verlor die HSG in der gesamten Saison nur ein Mal und zwar gegen die SG Flensburg-Handewitt. Der höchste Sieg war gegen den Wilhelmshavener HV mit 32:17 (Heimspiel), die höchste Niederlage gegen den THW Kiel mit 24:34 (Auswärts). Erfolgreichster Werfer war mit 201 Toren, davon 11 per Siebenmeter, Holger Glandorf, der seinen Vertrag um ein Jahr bis 2010 verlängerte. Durchschnittlich sahen 3537 Zuschauer die Heimspiele.

Im DHB-Pokal kam die HSG Nordhorn bis in das Halbfinale. Der größte Erfolg der Saison war der Gewinn des EHF-Pokals, was die HSG zur international erfolgreichsten deutschen Mannschaft 2008 machte.

Trotz dieses Erfolges war die HSG Nordhorn finanziell nicht gesichert. Viele Monatsgehälter der Spieler standen zum Saisonende noch aus, was unmittelbar zu Konsequenzen führte. Jan Filip, langjähriger Führungsspieler der HSG, verließ den Verein und ging zu den Rhein-Neckar Löwen. Im weiteren Verlauf der Saison verließen weitere Stammkräfte, wie Holger Glandorf und Peter Kukučka, den Verein. Dadurch konnte die HSG den Spielbetrieb bis zum Saisonende finanziell aufrechterhalten. Wiederum erreichte die HSG Nordhorn-Lingen, trotz dezimiertem Kader, das Endspiel in einem europäischen Wettbewerb.

2008/2009 Nach dem Abstieg in die 2. Liga durch die eingeleitete Insolvenz wurden Maik Machulla und Heiner Bültmann das neue Trainergespann. Ebenfalls unterschrieb Nicky Verjans für diese Spielzeit bei der HSG.HSG verpflichtet Trainer-Duo

Saisonbilanzen seit 1999 Saison Spielklasse Platz Sp S U N Tore Diff. Punkte 1999/2000 Handball-Bundesliga 5 34 22 3 9 877:787 +90 47:21 2000/01 Handball-Bundesliga 8 38 18 5 15 1010:947 +63 41:35 2001/02 Handball-Bundesliga 2 34 25 3 6 983:827 +156 53:13 2002/03 Handball-Bundesliga 5 34 21 1 12 1025:973 +52 43:25 2003/04 Handball-Bundesliga 10 34 12 3 19 999:1024 −25 27:41 2004/05 Handball-Bundesliga 6 34 19 3 12 1033:984 +49 41:27 2005/06 Handball-Bundesliga 9 34 18 0 16 1010:981 +29 36:32 2006/07 Handball-Bundesliga 5 34 23 3 8 1042:960 +82 49:19 2007/08 Handball-Bundesliga 5 34 23 4 7 1065:970 +95 50:18 2008/09 Handball-Bundesliga1 8 34 21 3 10 1071:983 +88 41:23 2009/10 2. Handball-Bundesliga 4 32 19 3 10 978:926 +52 41:23 2010/11 2. Handball-Bundesliga 6 32 19 2 11 926:889 +37 40:24 2011/12 2. Handball-Bundesliga 10 38 19 0 19 1103:1083 +20 38:38 2012/13 2. Handball-Bundesliga 9 36 18 1 17 1013:1008 +5 37:35 2013/14 2. Handball-Bundesliga 6 36 21 2 13 976:920 +56 44:28 2014?15 2. Handball-Bundesliga 4 38 24 3 11 1002:927 +75 51:25 2015/16 2. Handball-Bundesliga 8 40 18 8 14 964:956 +8 44:36 2016/17 2. Handball-Bundesliga 8 38 18 4 16 1008:970 +38 40:36 2017/18 2. Handball-Bundesliga 7 38 20 5 13 983:970 +13 45:31 2018/19 2. Handball-Bundesliga 2 38 27 3 8 1083:947 +136 57:19 2019/20 Handball-Bundesliga 18 27 2 0 25 643:787 –144 4:50 2020/21 Handball-Bundesliga 18 38 7 3 28 964:1112 –148 17:59 2021/22 2. Handball-Bundesliga 5 38 23 0 15 1042:1013 +29 46:30 2022/23 2. Handball-Bundesliga 6 36 22 1 13 1050:996 +54 45:27 2023/24 2. Handball-Bundesliga 10 34 15 2 17 998:1024 −26 32:36 2024/25 2. Handball-Bundesliga 7 34 14 7 13 992:991 +1 35:33 2025/26 2. Handball-Bundesliga 6 34 21 2 11 1032:1009 +23 44:24 1 Zwangsabsteiger und Abzug von 4 Punkten wegen Lizenzverstoßes

Mannschaft

Kader Saison 2026/27

Nr.NationNamePositionGrößeGeburtsdatumAlterseitVertrag bisLetzter Verein 1 Tor1,88 m Ostrovia Ostrów Wielkopolski 12 Tor 71 Tor1,98 m SG Pforzheim/Eutingen 3 Kreismitte 1,91 m TUSEM Essen 5 Rückraum links 1,99 m Alingsås HK 7 Rechtsaußen 1,77 m Limburg Lions 8 Linksaußen 9 Rückraum rechts 1,75 m 10 Rechtsaußen 1,81 m EHV Aue 11 Rückraum Mitte 1,81 m HC Erlangen 14/ Rückraum Mitte 1,96 m ASV Hamm-Westfalen 18 Rückraum Mitte 1,86 m HV Hurry-Up 24 Linksaußen1,87 m TuS Vinnhorst 30 Rückraum rechts 1,82 m TV Großwallstadt 32 Rückraum rechts 1,88 m 33 Rechtsaußen 46 Rückraum rechts 1,93 m TSV Hannover-Burgdorf 64 Rückraum Mitte1,80 m ÍBV Vestmannaeyja 73 Kreismitte 1,96 m TuS Ferndorf 77 Linksaußen 1,75 m Stand: 31. Juli 2026

Trainerteam NationNamePositionGeburtsdatumMark BultTrainer07.09.1982Frank SchumannCo-Trainer28.12.1979

Transfers zur Saison 2026/27 ZugängeNationNameabgebender Verein Johannes Thiel TSV Hannover-Burgdorf Kacper Ligarzewski Ostrovia Ostrów Wielkopolski Maximilian Horner TV Großwallstadt Emiel Hoogland HV Hurry-Up Valentino Duvancic TuS Ferndorf Stand: 6. Juni 2026 AbgängeNationNameaufnehmender Verein Frieder Bandlow HC Erlangen Kristian van der Merwe Bergischer HC Björn Zintel TV Emsdetten Jaris Tobeler TV Emsdetten Stand: 17. Juni 2026

Bekannte ehemalige Spieler

Maskottchen Das Maskottchen der HSG ist ein in den Vereinsfarben rot-weiß gestreifter Tiger mit dem Namen Tiga. Vor Spielbeginn am 6. Dezember 2006 wurde das Maskottchen vorgestellt, seitdem unterstützt es die 1. Mannschaft bei jedem Spiel.

Euregium Das Euregium wurde eigens für die HSG Nordhorn gebaut. Es wird aber auch für andere Kulturveranstaltungen genutzt, so sind dort z. B. schon Atze Schröder und Udo Jürgens aufgetreten. Da das Euregium direkt neben der Kreissporthalle des Landkreises Grafschaft Bentheim liegt, können die drei Sporthallen für Großveranstaltungen der HSG genutzt werden. Das Euregium ist seit neun Jahren der Veranstaltungsort für die Grafschafter Sportgala, welche von Jörg Wontorra moderiert wird. Der Name ist von der Euregio abgeleitet.

Steuerfahndung/Insolvenz Die Geschäftsräume der HSG Nordhorn wurden am 2. September 2008 von Steuerfahndern durchsucht. Durchsuchungen wurden auch bei Trainer Ola Lindgren, Spieler Holger Glandorf und weiteren Spielern durchgeführt. Dabei wurden zahlreiche Unterlagen beschlagnahmt.focus.de – Steuer-Razzia bei HSG Nordhorn

Bereits Anfang Februar 2009 verkaufte die HSG Erlend Mamelund und Peter Kukučka, um der drohenden Insolvenz entgegenzusteuern. Am 14. Februar 2009 wechselte Holger Glandorf mit sofortiger Wirkung zum TBV Lemgo und nannte diesen Schritt „das Beste, was ich für den Verein noch tun konnte“.Europacup für Nordhorn Nebensache – Lemgoer froh – Kieler Kantersieg Am 16. Februar 2009 meldete die HSG Sportmarketing GmbH & Co KG beim Amtsgericht Nordhorn Insolvenz an,Insolvenz wird beantragt denn aufgrund von Liquiditätsengpässen wurden keine Spielergehälter mehr gezahlt.

Weblinks

Seite des Vereins Radio-Interview mit Trainer Ola Lindgren

Einzelnachweise

Nordhornlingen, HSG Hsg Nordhornlingen Kategorie:Organisation (Nordhorn) Nordhorn, HSG Kategorie:Vereinsgründung 1981