mini|hochkant|Friedrich Weidemann, Fotografie von Willy WilckeFriedrich Weidemann bei mahlerfoundation.org, abgerufen am 22. Dezember 2020. Friedrich Hartwig Ludolph WeidemannStaatsarchiv Hamburg, Heiratsregister Standesamt Hamburg 3, Nr. 281/1898 (online auf Ancestry, kostenpflichtig). (* 1. Januar 1871 in Ratzeburg; † 30. Januar 1919 in Wien) war ein deutscher Opernsänger (Bariton).
Leben Weidemann wurde in Hamburg bei Wilhelm Vilmar und Berlin bei Conrad Muschler ausgebildet. Er debütierte 1896 am Stadttheater in Brieg, sang 1897 in Essen, von 1898 bis 1901 in Hamburg und von 1901 bis 1903 in Riga. Von 1903 (von Gustav Mahler engagiert) bis zu seinem Tod war er Mitglied der Wiener Hofoper.
Besonders im Wagner-Fach (u. a. Amfortas 1914 in der Wiener Erstaufführung von Parsifal), aber z. B. auch in der Titelrolle von Mozarts Don Giovanni und als Orest in Richard Strauss’ Elektra sowie bei Uraufführungen von Opern von Julius Bittner, Franz Schmidt etc. war er erfolgreich. Weidemann gastierte 1908 in Berlin, 1910 in London und 1917 in Zürich. Er wirkte auch als Konzertsänger, u. a. 1905 in der von Mahler geleiteten Uraufführung von dessen Kindertotenliedern,Renate Hilmar-Voit (Hrsg.): Gustav Mahler. Des Knaben Wunderhorn (= Gustav Mahler. Sämtliche Werke. Kritische Gesamtausgabe. Band XIV, 2). Universal Edition, Wien 1998, , S. XXII f. ().Kurt Blaukopf: Mahler. Sein Leben, sein Werk und seine Welt in zeitgenössischen Bildern und Texten. Universal Edition, Wien 1976, ISBN 3-7024-0118-0, S. 243. 1912 in dessen Lied von der Erde in der ersten Fassung für Tenor- und Bariton-Solo, sowie beim Salzburger Mozartfest zum 150. Geburtstag Mozarts.Bernhard Paumgartner: Erinnerungen. Residenz-Verlag, Salzburg 1969, S. 65 ff. Zitiert nach: Kurt Blaukopf: Mahler. Sein Leben, sein Werk und seine Welt in zeitgenössischen Bildern und Texten. Universal Edition, Wien 1976, ISBN 3-7024-0118-0, S. 249.
Weidemann wurde auf dem Dornbacher Friedhof in Wien beerdigt. Das Grab ist bereits aufgelassen.
mini|Schallplatte von Friedrich Weidemann (Wien 1904) Er hinterließ Schallplatten für Odeon (Wien 1904), G&T (Wien 1904–07) sowie Gramophone (Wien 1908–09), außerdem Walzen für Pathé (Artistical Record, Wien 1904).
Literatur
Franz Hadamowsky, Alexander Witeschnik: Hundert Jahre Wiener Oper am Ring. Jubiläumsausstellung. Aktionskomitee 100 Jahr-Feier der Wiener Staatsoper, Wien 1969, S. 99.
Wilhelm Kosch (Hrsg.): Deutsches Theater-Lexikon. Band 5: Uber–Weisbach. Saur, München 2004, ISBN 3-907820-40-1, S. 3079. Karl-Josef Kutsch, Leo Riemens: Großes Sängerlexikon. 4. Auflage. Band 7. Saur, München 2003, ISBN 978-3-598-44088-5, S. 4995 (). Franz Lechleitner: Wiener Oper 1900–1925 (Tondokumente zum Opernschaffen von Franz Schmidt). In: Carmen Ottner (Hrsg.): Oper in Wien 1900–1925. Symposion 1989 (= Studien zu Franz Schmidt. 9). Doblinger, Wien/München 1991, ISBN 3-900695-20-2, S. 141–148, hier S. 144 (). Richard Specht: Friedrich Weidemann. In: Die Schaubühne, Jg. 3, 1907, Nr. 24, S. 596–600 (Digitalisat).
Weblinks
Friedrich Weidemann bei mahlerfoundation.org Friedrich Weidemann Tonaufnahme aus dem Archiv der Österreichischen Mediathek: („Wotans Abschied“ aus Die Walküre)
Einzelnachweise
Kategorie:Bariton Kategorie:Opernsänger Kategorie:Ensemblemitglied der Wiener Staatsoper Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1871 Kategorie:Gestorben 1919 Kategorie:Mann