Wilhelm Meise (* 16. August 1891 in München; † 11. August 1974) war ein deutscher Generalleutnant und Inspekteur der Pioniere im Zweiten Weltkrieg.

Leben Meise trat im Juli 1910 als Fahnenjunker in das 3. Pionierbataillon der Bayerischen Armee ein. In beiden Weltkriegen diente er ausschließlich bei der Pioniertruppe. Nach der Novemberrevolution studierte er in München und wurde in die Reichswehr übernommen. 1919 wurde er im Corps Ratisbonia München aktiv,Kösener Corpslisten 1960, 112/282. schied dort aber in den 1960er Jahren wieder aus.Kösener Corpslisten 1971, 112/282 Nach den Kösener Corpslisten 1960 wurde er zum Dr. oec. publ., nach anderen Quellen zum Dr. rer. pol. oder Dr.-Ing. promoviert.Kösener Corpslisten 1930, 114/286.

Im Heer (Wehrmacht) wurde er am 1. Oktober 1935 Kommandeur des Pionierbataillons 7 in München und am 1. April 1938 des Pionierbataillons 17 in Ingolstadt. Seit 1. Februar 1939 Kommandeur der Pioniere XVII in Linz, wurde er zu Beginn des Überfalls auf Polen Kommandant der Rheinübergänge. Über fast zwei Jahre war er ab 1. November 1939 Pioniere-Führer der 12. Armee. Vom 1. Oktober 1941 bis zum 1. September 1943 war er General der Pioniere in der Heeresgruppe Mitte. Nach drei Monaten als Höherer Pionier-Kommandeur 2; er wurde durch den Generalmajor Fritz Schoenfelder ersetzt; wechselte Meise am 1. Dezember 1943 als General der Pioniere zur Heeresgruppe B. Vom 1. Januar 1945 bis zur bedingungslosen Kapitulation der Wehrmacht war er Inspekteur der Pioniere.

Nach dem Krieg lebte er in Otterberg, Pfalz und später in Gräfelfing bei München.Wehrwissenschaftliche Rundschau. Heft 11 (1961), 11. Jahrgang, S. 420.

Auszeichnungen Beförderungen 18. Juli 1910 Fahnenjunker 28. Oktober 1912 Leutnant Oberleutnant 22. März 1918 Hauptmann 1. Februar 1931 Major 1. Juli 1934 Oberstleutnant 1. August 1936 Oberst 1. September 1940 Generalmajor 1. September 1942 Generalleutnant Eisernes Kreuz (1914) II. und I. KlasseReichswehrministerium (Hrsg.): Rangliste des Deutschen Reichsheeres. E.S. Mittler & Sohn, Berlin 1924, S. 154. Verwundetenabzeichen (1918) in Schwarz Bayerischer Militärverdienstorden IV. Klasse mit Schwertern und Krone Hessische Tapferkeitsmedaille Österreichisches Militärverdienstkreuz III. Klasse der Kriegsdekoration Ehrenkreuz für Frontkämpfer Wehrmachtdienstauszeichnung Spange zum Eisernen Kreuz II. und I. Klasse Deutsches Kreuz in Silber am 22. Juli 1944 Kriegsverdienstkreuz (1939) II. und I. Klasse mit Schwertern Großoffizier des St. Alexander-Ordens mit Schwertern

Weblinks Samuel W. Mitcham (1997)

Einzelnachweise

Kategorie:Hauptmann (Bayern) Kategorie:Person im Ersten Weltkrieg (Deutsches Reich) Kategorie:Träger des Bayerischen Militärverdienstordens (IV. Klasse) Kategorie:Träger des Österreichischen Militärverdienstkreuzes III. Klasse Kategorie:Oberstleutnant (Reichswehr) Kategorie:Generalleutnant (Heer der Wehrmacht) Kategorie:Person im Zweiten Weltkrieg (Deutsches Reich) Kategorie:Träger des Deutschen Kreuzes in Silber Kategorie:Träger des St. Alexander-Ordens Kategorie:Träger des Eisernen Kreuzes I. Klasse Kategorie:Corpsstudent (20. Jahrhundert) Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1891 Kategorie:Gestorben 1974 Kategorie:Mann