miniatur|Das Krumbacher Schloss (im Vordergrund die 1835–1840 errichtete Fronfeste, in der bis 1973 das Amtsgericht untergebracht war) Das Amtsgericht Krumbach (Schwaben) war ein von 1879 bis 1973 bestehendes bayerisches Gericht der ordentlichen Gerichtsbarkeit mit Sitz in Krumbach (Schwaben).

Geschichte Anlässlich der Einführung des Gerichtsverfassungsgesetzes am 1. Oktober 1879 wurde in Krumbach ein Amtsgericht errichtet, dessen Bezirk aus den Gemeinden Aichen, Aletshausen, Attenhausen, Balzhausen, Bayersried, Behlingen, Billenhausen, Burg, Deisenhausen, Edelstetten, Edenhausen, Hagenried, Hairenbuch, Haupeltshofen, Hohenraunau, Hürben, Krumbach, Langenhaslach, Lauterbach, Memmenhausen, Mindelzell, Münsterhausen, Muttershofen, Neuburg an der Kammel, Niederraunau, Oberbleichen, Obergessertshausen, Oberrohr, Premach, Ried, Schellenbach, Thannhausen, Tiefenried, Unterbleichen, Ursberg, Waltenhausen und Ziemetshausen des bisherigen Landgerichtsbezirks KrumbachLandgericht Krumbach. In: Königl. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Vollständiges Ortschaften-Verzeichniss des Koenigreichs Bayern. Ackermann, München 1877, Sp. 1447–1452., der bis dahin zum Landgerichtsbezirk Babenhausen zählenden Gemeinde Weiler, den zum vorigen Landgerichtsbezirk Mindelheim gehörenden Gemeinden Hasberg und Winzer sowie den dem vorherigen Landgerichtsbezirk Weißenhorn einverleibt gewesenen Gemeinden Breitenthal, Ebershausen, Ellzee, Hausen, Höselhurst, Nattenhausen, Oberegg, Oberwiesenbach, Seifertshofen, Stoffenried, Unterwiesenbach und Wattenweiler gebildet wurde.Königlich Allerhöchste Verordnung vom 2. April 1879, die Bestimmung der Gerichtssitze und die Bildung der Gerichtsbezirke betreffend (GVBl. S. 393 f.) Übergeordnete Instanz war das Landgericht Memmingen.

Mit der Aufhebung des Amtsgerichts Babenhausen wurde der Amtsgerichtsbezirk Krumbach noch um die Orte Mohrenhausen, Tafertshofen und Zaiertshofen vergrößert.Verordnung über die Aufhebung von Amtsgerichten vom 29. Oktober 1932 (GVBl. S. 420)

Als das Gesetz über die Organisation der ordentlichen Gerichte im Freistaat Bayern (GerOrgG) am 1. Juli 1973Gesetz über die Organisation der ordentlichen Gerichte im Freistaat Bayern (GerOrgG) vom 25. April 1973 (GVBl S. 189) in Kraft trat, wurde das Amtsgericht Krumbach aufgehobenGesetzentwurf der Staatsregierung über die Organisation der ordentlichen Gerichte im Freistaat Bayern (GerOrgG) vom 14. Februar 1973, LT-Drs. 7/3763 (PDF; 1,4 MB) und sein Bezirk wie folgt aufgeteiltVerordnung zur Neugliederung Bayerns in Landkreise und kreisfreie Städte vom 27. Dezember 1971 (GVBl. S. 495): Die Orte Hasberg und Tiefenried wurden als Bestandteil des Landkreises Unterallgäu dem Amtsgericht Memmingen zugeschlagen, Mohrenhausen, Tafertshofen und Zaiertshofen kamen, da zum Landkreis Neu-Ulm gehörig, zum Amtsgericht Neu-Ulm und die übrigen Orte wurden als Teil des jetzigen Landkreises Günzburg dem Amtsgericht Günzburg zugewiesen.

Gebäude Das Amtsgericht befand sich in der 1835–1840 erbauten Fronfeste des Krumbacher Schlosses.

Einzelnachweise

Krumbach Kategorie:Organisation (Krumbach (Schwaben)) Kategorie:Geschichte (Landkreis Günzburg) Kategorie:Gerichtsgründung 1879 Kategorie:Aufgelöst 1973