mini|Hamburg nach dem Großen Brand (mit Blick auf St. Nikolai), 1842 mini|Franz Heesche, links am Tisch sitzend, auf dem Gemälde Die Mitglieder des Hamburger Künstlervereins von Günther Gensler, 1840, Hamburger Kunsthalle mini|hochkant|Porträt des Malers Günther Gensler, 1833, Hamburger Kunsthalle mini|Stillleben mit Rosen mini|hochkant|Porträt des Malers Gerdt Hardorff (Ausschnitt), 1856, Hamburger Kunsthalle (Schwarz-Weiß-Abbildung) Franz Heesche (* 7. September 1806 in Hamburg; † 5. März 1876 ebenda) war ein deutscher Maler, Zeichner und Radierer der Hamburger Schule.
Leben Franz Heesches Vater, der ebenfalls Franz mit Vornamen hieß, betrieb eine Teehandlung mit Tabakfabrik in Hamburg. Franz Heesche malte ihn einmal als Tabakfabrikanten im Schlafrock, der mit einem Arbeiter in der Tabakfabrik ein Gespräch führt. Das Gemälde ist heute Teil der Sammlung der Hamburger Kunsthalle.
Franz Heesche war ein Schüler von Gerdt Hardorff (dem Älteren). Nach seinem Studium in Dresden studierte er ab 1828 an der Akademie der Bildenden Künste in München. 1829 wurde er von Jacob Gensler gezeichnet.Nr. 92, Seite 187, Kapitel Katalog der Werke Jacob Genslers in Die Genslers, drei Malerbrüder des 19. Jahrhunderts, Heitz & Mündel 1916 Im Jahre 1835 war sein Atelier in der Karlstraße 16.Franz Heesche im Adressbuch der Stadt München von 1835 Er stand in Verbindung mit der Hamburger Künstlerkolonie in München. 1836 reiste er über Wien nach Hamburg. Nach einer Weile folgte eine Studienreise nach Paris. 1845 befand sich sein Atelier in der Alten Gröningerstrasse 15 in Hamburg.Franz Heesche im Hamburger Adressbuch von 1845 Später arbeitete über Jahre hinweg in Rostock und Bützow, bis er wieder nach Hamburg zurückkehrte.
Franz Heesche galt als ein Vertreter der Hamburger SchuleErwähnung von Franz Heesche in der Zeitschrift Jugend, 1923, Heft 16, Hamburger Malerei um 1800, PDF-Datei, Seite 5 (Original Seite 473), links oben, Zeile 5 und war ein Gründungsmitglied des Hamburger Künstlervereins, der 1832 gegründet wurde. In dem Gemälde Die Mitglieder des Hamburger Künstlervereins von Günther Gensler, das 1840 entstand, ist er mit zehn weiteren Hamburger Künstlern und einem Diener abgebildet. Franz Heesche wird links am Tisch sitzend gezeigt. Der abgebildete Raum auf dem Gemälde stellt den oberen großen Raum des Baumhauses am Baumwall dar, wo zu der Zeit die Mitglieder des Hamburger Künstlervereins sich im Sommer immer sonnabends trafen. Im Winter trafen sie sich im Ratsweinkeller des Eimbeckschen Hauses bis zum Großen Brand 1842.
Franz Heesche ist mit Werken unter anderem in den Sammlungen der Hamburger Kunsthalle des Kunstvereins in Hamburg und des Heimatmuseums Warnemünde vertreten.
Ausstellungen (Auswahl) 1836: Ausstellung im Kunstverein in HamburgErwähnung im Kunst-Blatt Nr. 51 vom 28. Juni 1836, Ludwig von Schorn (Herausgeber und Redakteur), Seite 216 1839: Ausstellung im Schauspielhaus in Hamburg, Gemälde Der Knabe, welcher die Flöte blästErwähnung im Kunst-Blatt Nr. 50 vom 20. Juni 1839, Ludwig von Schorn (Herausgeber und Redakteur), Seite 199 1840: Ausstellung des Hamburger Künstlervereins anlässlich des Besuches des dänischen Königs Christian VIII. und seiner Gemahlin Caroline Amalie in der Halle des Hammer Hofes von Karl Sieveking im Hammer Park, Gemälde Des Malers Werkstätte 1858: Fünfzehnte Gruppenausstellung des Hamburger Künstlervereins im Kunstverein in Hamburg 1875: Aquarell-Ausstellung im Kunstverein in Hamburg Ausstellung 1875
Postum
1909: Ausstellung im Kunstverein in Hamburg 1932: Hundert-Jahr-Ausstellung des Hamburger Künstlervereins von 1832 in der Hamburger Kunsthalle – Drei Ölgemälde (Porträts): Victor Emil Janssen, Günther Gensler und ein SelbstporträtAusstellungsverzeichnis 1932
Werke (Auswahl) Maße: Breite × Höhe Um 1829: Bildnis Johann Carl Koch, Bleistift auf Papier, 8,9 × 11 cm – Hamburger Kunsthalle, Kupferstichkabinett 1829: Bildnis Jacob Gensler, Bleistift auf Papier, 11,4 × 12,7 cm – Hamburger Kunsthalle, Kupferstichkabinett 1829: Bein- und Fußstudien, Bleistift auf Papier, 20 × 14,3 cm – Hamburger Kunsthalle, Kupferstichkabinett 1830: Der Maler Victor Emil Janssen, unvollendet, Öl auf Leinwand, auf Pappe aufgelegt, 12,5 × 16,3 cm – Ausgestellt 1932 in Hamburg – Hamburger KunsthalleAbbildung des Gemäldes Der Maler Victor Emil Janssen 1833: Porträt des Malers Günther Gensler, Öl auf Holz, 24 × 27 cm – Ausgestellt 1932 in Hamburg – Hamburger Kunsthalle Vor 1840: Der Knabe, welcher die Flöte bläst – Ausgestellt 1839 in Hamburg Vor 1841: Des Malers Werkstätte – Ausgestellt 1840 in Hamburg 1842: Hamburg nach dem Großen Brand (mit Blick auf St. Nikolai), Öl auf Leinwand, 58,42 × 50,17 cm 1847: Porträt der Katharina Kräft, Öl auf Leinwand – Heimatmuseum Warnemünde 1856: Porträt des Malers Gerdt Hardorff (dem Älteren) – Hamburger Kunsthalle 18??: Studienkopf – Hamburger Kunsthalle 18??: Selbstporträt, Ölgemälde – Ausgestellt 1932 in Hamburg – Hamburger Kunsthalle 18??: Der Vater des Künstlers als Tabakfabrikant im Schlafrock, der mit einem Arbeiter in der Tabakfabrik ein Gespräch führt, Gemälde – Hamburger Kunsthalle 18??: Stillleben mit Rosen, Öl auf Leinwand, 35 × 27, 5 cm 18??: Porträt Carl Martin Laeisz 18??: Porträt Dorette Laeisz (Ehefrau von Carl Martin Laeisz) 18??: Porträt Dr. R. G. Behrmann
Literatur Hamburgischen Künstler-Lexikon, bearbeitet vom Verein für Hamburgische Geschichte, Hoffmann und Campe, Hamburg 1854, S. 108 (Digitalisat) Verzeichnis der Kupferstich-Sammlung in der Kunsthalle zu Hamburg, Hamburger Kunsthalle, Grefe & Tiedemann, Hamburg 1878, S. 397 (Digitalisat) Friedrich von Boetticher: Malerwerke des 19. Jahrhunderts, Beitrag zur Kunstgeschichte, Band 1, 1891, S. 479 (Digitalisat) Alfred Lichtwark: Verzeichnis der Gemälde neuerer Meister. Geschichte und Organisation der Kunsthalle, Hamburg 1897, S. 110 (Digitalisat) Alfred Lichtwark: Das Bildnis in Hamburg. 2. Band, Kunstverein in Hamburg 1898, S. 193 (Digitalisat) Ernst Rump: Lexikon der bildenden Künstler Hamburgs, Altonas und der näheren Umgebung, Otto Bröcker & Co., Hamburg 1912, S. 55 (Digitalisat) Hermann Alexander Müller: Allgemeines Künstler-Lexikon, Band 2, Hans Wolfgang Singer (Herausgeber), Rütten & Loening 1921, Seite 147 (Digitalisat)
Maike Bruhns: Heesche, Franz. In: Der neue Rump. Lexikon der bildenden Künstler Hamburgs. Hrsg.: Familie Rump. Überarbeitete Neuauflage des Lexikons von Ernst Rump. Ergänzt und überarbeitet von Maike Bruhns, Wachholtz, Neumünster 2013, ISBN 978-3-529-02792-5, S. 184 Hamburger Schule – Das 19. Jahrhundert neu entdeckt, herausgegeben von Markus Bertsch und Iris Wenderholm im Auftrag der Hamburger Kunsthalle, Michael Imhof Verlag, Petersberg 2019, ISBN 978-3-7319-0825-8, S. 70–72, 76–78, 124–125, 420–421
Weblinks
Franz Heesche in der Hamburger Kunsthalle Sammlung Online Franz Heesche in der Union List of Artist Names Eintrag von Franz Heesche im Matrikelbuch der Akademie der Bildenden Künste München
Einzelnachweise
Kategorie:Maler (Hamburg) Kategorie:Grafiker (Hamburg) Kategorie:Person (Akademie der Bildenden Künste München) Kategorie:Maler (Hamburger Schule) Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1806 Kategorie:Gestorben 1876 Kategorie:Mann