mini|Die Ehefrau des Malers im Jahr 1897. mini|Fronleichnamsprozession in Angermund 1947 mini|hochkant|Bildnis von Stadtpfarrer Ernst Franz August Münzenberger auf einem Altarbild im Kaiserdom St. Bartholomäus, Frankfurt mini|hochkant|Bildnis des Historikers Johannes Janssen auf einem Altarbild im Kaiserdom St. Bartholomäus, Frankfurt Heinrich Nüttgens (* 8. April 1866 in Aachen; † 8. November 1951 in AngermundLt. Meldekarte des Amtes Angerland starb er jedoch am 8. November 1951 in Wittlaer. Original im Stadtarchiv Ratingen, eingesehen am 15. Oktober 2025.) war ein Historien- und Kirchenmaler der Düsseldorfer Schule.
Leben Aufgewachsen „unter dem Eindruck alter und neuer, vornehmlich kirchlicher Kunstdenkmäler“ in Aachen studierte Nüttgens ab 1882 an der Kunstakademie Düsseldorf, wo er Unterricht bei Albert Baur, Heinrich Lauenstein, Hugo Crola, Julius Roeting, Peter Janssen d. Ä., Adolf Schill und Karl Müller erhielt. Eduard von Gebhardt, der ihn seit 1885 unterrichtete, nahm ihn 1890 als Meisterschüler an. Die Düsseldorfer Schule hinterließ beim Katholiken Nüttgens eine nazarenische Prägung. 1894 unternahm er eine Studienreise nach Italien. Mit einer Unterbrechung in den Jahren 1922 bis 1925, in denen Nüttgens mit seinen SöhnenMit einem 16-jährigen Theodor Nüttgens und einem 12-jährigen Heinrich Nüttgens, vermutlich seine Söhne, schiffte sich Heinrich Nüttgens am 8. April 1922 in Bremen ein, um über New York nach Chicago zu reisen (vgl. ) in den Vereinigten Staaten weilte und eine Malschule gründete, lebte er – spätestens seit 1899 – in Angermund bei Düsseldorf.
Nüttgens war hauptsächlich als Kirchenmaler tätig, außer im Bereich Düsseldorf besonders im Raum Frankfurt am Main, Aachen, Chicago sowie im Ruhrgebiet. Er schuf Altar- und Wandbilder, Kreuzwegstationen, Ornamentik und Glasmalereien für rund 40 Kirchen im Rheinland und in Westfalen. In Angermund unterhielt er seit 1896 ein Atelier mit Schülern und Angestellten. 1910 bis 1914 studierte Fritz Burmann bei ihm. Konservative, die zeitgenössischen Strömungen des Impressionismus und Expressionismus ablehnende Kunstauffassungen legte Nüttgens 1918 in der Zeitschrift für christliche Kunst dar. Von 1893 bis 1922 war Nüttgens Mitglied im Düsseldorfer Künstlerverein Malkasten.Artikel Nüttgens, Heinrich im Portal stiftung-volmer.de, abgerufen am 21. Dezember 2013 Dort lernte er seine Frau Anna geb. Kleinertz (1870–1957) kennen, die Tochter eines Düsseldorfer Apothekers.Schilderung einer Nüttgens-Enkelin, 2. Juni 2026.
Nicht zu verwechseln ist Nüttgens mit seinem Bruder,Nüttgens, Theodor, Biografie im Portal wimbp.gorzow.pl (polnisch). dem Berliner Kirchenmaler Theodor Nüttgens, ebenfalls ein Kirchenmaler der Düsseldorfer Schule.
Werke Sonntagsgottesdienst in St. Lambertus., Genrebild, Öl auf Leinwand 1891Heinrich Nüttgens in der Reihe Angermund in der Malerei im Portal cfseidler.jalbum.net, abgerufen am 1. Juni 2026. Madonna, Staffeleibild, 1896, angekauft durch die Nationalgalerie (Berlin) Porträt der Ehefrau (Anna Kleinertz), Öl auf Leinwand, 1897 Altarbild für St. Jakob (Aachen), vor 1902 Flügelbilder (Donatorenbilder) des St.-Anna-Altars für den Kaiserdom St. Bartholomäus, Frankfurt, nördliches Querschiff, 1898; geschnitztes Rankenwerk am oberen Bildrand von Friedrich Wilhelm MengelbergAlexander Schnütgen: Flügelgemälde von Nüttgens mit den Donatorenbildern von Janssen und Münzenberger. In: Zeitschrift für christliche Kunst, 1898, Heft 10, S. 289 f. (digi.ub.uni-heidelberg.de). Grablegung, Öl auf Holz, 1899 Glasfenster der Kirche St. Michael in Mönchengladbach-Holt, 1900 bis 1903Webseite Mönchengladbach-Holt, Kath. Kirche St. Michael im Portal glasmalerei-ev.de (Stiftung Forschungsstelle Glasmalerei des 20. Jahrhunderts e. V.), abgerufen am 22. Dezember 2013 Kirchenausmalung St. Anna (Ratingen-Lintorf), 1901, übermalt, wiederhergestellt 1979/1980 Kreuzweg, 14 Ölbilder, Maxkirche (Düsseldorf), 1903 Kreuzweg, Ölbilder, St. Agnes (Angermund), um 1900, 1967 durch moderne bronzene Kreuzwegbilder ersetzt, 1996 wieder dort aufgehängt im Portal gemeinden.erzbistum-koeln.de, abgerufen am 22. Dezember 2013. Kirchenausmalung der Liebfrauenkirche in Gelsenkirchen-Neustadt, 1903, übermalt, wiederhergestellt 1983/84 im Portal liebfrauen-ge.de, abgerufen am 22. Dezember 2013 Kirchenausmalung in der Kirche St. Antonius (Barmen), 1908/09 im Portal antonius-wuppertal.de, abgerufen am 22. Dezember 2013 Kirchenausmalung der Bernarduskirche in Frankfurt am Main, um 1911 Kirchenausmalung in Groß St. Arnold (Arnoldsweiler), 1911 bis 1922, bis auf ein Porträt 1959 übertünchtWebseite Kirchenrundgang im Portal kirche-dueren-nord.de, abgerufen am 22. Dezember 2013 Glasfenster der St.-Jakobus-Kirche (Südlohn-Oeding), 1911Webseite Südlohn-Oeding, Kath. Kirche St. Jakobus im Portal glasmalerei-ev.de (Stiftung Forschungsstelle Glasmalerei des 20. Jahrhunderts e. V.), abgerufen am 22. Dezember 2013 Kirchenausmalung für St. Josef (Düsseldorf-Rath), 1920er Jahre, weitgehend zerstört bei einem Luftangriff 1944, erhalten blieb eine Darstellung der vier Erzengel in der Vierung im Portal dem-leben-dienen.de, abgerufen am 22. Dezember 2013 St.-Agnes-Kirche im Winter, Öl auf Leinwand, 1945 Fronleichnamsprozession, Öl auf Holz, 1947
Siehe auch Liste nazarenischer Künstler
Weblinks Heinrich Nüttgens auf der Website der Stiftung Sammlung Volmer (Kurzbiographie und ein Beispielgemälde)
Literatur
Einzelnachweise
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