Das Naturschutzgebiet Hardenberger Bachtal liegt im Stadtgebiet der kreisfreien Stadt Wuppertal, nördlich der Stadtteile Katernberg und Uellendahl und erstreckt sich nach Norden bis an die Gemeindegrenze von Velbert im Kreis Mettmann. Nach Osten reicht das Gebiet bis an die Bebauung des Stadtteiles Dönberg.| Stadt Wuppertal: Landschaftsplan Nord (2005) – Text u. Karte zum DownloadKarte Naturschutzgebiet Hardenberger Bachtal auf openstreetmap.org
Beschreibung Das rund 133 ha große Naturschutzgebiet steht seit 2005 durch rechtskräftigen Landschaftsplan unter Naturschutz und trägt die Kennnummer W-020. Es umfasst das Fließgewässersystem des Hardenberger Baches östlich der Siebeneicker Straße einschließlich seiner Nebengewässer und Quellen. Dazu gehören neben dem Hardenberger Bach der Heidacker Bach mit seinen Nebengewässern, der Brunnenbach im zentralen Bereich und im Norden der Ötersbach. Dieses Fließgewässersystem ist das mit Abstand Größte im Norden Wuppertals.| Stadt Wuppertal: Landschaftsplan Nord (2005) – Text u. Karte zum Download
Das Fachinformationssystem des Landesamtes für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz in NRW beschreibt das Gebiet wie folgt:
Die hohe Schutzwürdigkeit ergibt sich aus dem Vorhandensein wertvollen Biotoptypen und seltener Tier- und Pflanzenarten, wie Iltis, Wasserspitzmaus, Wasseramsel, Gebirgsstelze, Eisvogel, Graureiher, Blindschleiche, Feuersalamander, Fadenmolch, Erdkröte, Grasfrosch, Bachforelle und Groppe. Leitarten wie Steinkauz, Grünspecht und Rauchschwalbe kommen in den offeneren Talabschnitten vor. An seltenen und besonders schützenswerten Pflanzenarten seien beispielsweise verhorgehoben: Gefranstes Torfmoos (Sphagnum fimbriatum), Großes Windröschen (Anemone sylvestris), Kuckucks-Lichtnelke (Lychnis flos-cuculi), Sumpf-Schafgarbe (Achillea ptarmica), Teufelsabbiss (Succisa pratensis) (Rote Liste: RL 3) und Wasser-Greiskraut (Senecio aquaticus) (Rote Liste: RL 2).
Schutzziele Schutzziele sind: Erhaltung und Entwicklung der vorhandenen Biotopkomplexe als Refugial und Regenerationsraum für die Tier und Pflanzenarten der niederbergischen Bachtäler, Erhaltung und Wiederherstellung eines naturnahen Fließgewässersystems mit zahlreichen naturnahen Quellen, Quellbächen, Bachstrecken und einer artenreichen Fließgewässerfauna, Erhaltung und Wiederherstellung der bachbegleitenden Erlenwälder und Erlenufergehölze, Erhalt des Strukturreichtums der reich verzweigten Täler, des sie begleitenden Feucht- und Nassgrünlands mit Überschwemmungsbereichen, Quell-, Hochstauden-, Pestwurzfluren, Feucht-, Sumpfdotterblumenwiesen, Feuchtbrachen sowie Stillgewässern als Amphibienlaichplätze, Erhalt der ilexreichen und quellreichen Eichen-Buchen- und Buchenhochwälder mit hohem Alt- und Totholzanteil Erhalt und Wiederherstellung der an die Hoflagen angrenzenden alten Obstwiesen auf den waldfreien Talhängen als Relikte der bergischen Kulturlandschaft und wegen ihrer Bedeutung für den Artenschutz Erhalt aus landeskundlichen sowie erdgeschichtlichen Gründen und wegen der besonderen Eigenart der großflächig erhalten gebliebenen, niederbergischen Kulturlandschaft mit historischen Hoflagen, kleinen hofnahen Steinbrüchen mit geologischen Aufschlüssen, historischen Wegeverbindungen mit Hohlwegresten, alten Landwehrlinien, und Meilerplätzen als Zeugnis der früheren Köhlerei.
Siehe auch Liste der Naturschutzgebiete in Wuppertal Hardenberger Bach
Weblinks
| Stadt Wuppertal: Landschaftsplan Nord (2005) – Text u. Karte zum Download Karte Naturschutzgebiet Hardenberger Bachtal
Einzelnachweise
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