Kelkheim (Taunus) ist eine Stadt mit Einwohnern () im hessischen Main-Taunus-Kreis im Regierungsbezirk Darmstadt. Die Stadt liegt im Vordertaunus innerhalb des Rhein-Main-Gebietes. Ihr Kerngebiet liegt rund zehn Kilometer nordwestlich des Frankfurter Stadtteils Unterliederbach. Kelkheim ist hinsichtlich der Einwohnerzahl die zweitgrößte Stadt des Landkreises (hinter der Kreisstadt Hofheim am Taunus).
Die Stadt Kelkheim (Taunus) wies im Jahr 2025 einen überdurchschnittlichen Kaufkraftindex von 132,3 des Bundesdurchschnitts auf.
Geografie Geografische Lage Kelkheim liegt unmittelbar nordwestlich von Frankfurt am Main. Weitere Nachbargemeinden sind Hofheim am Taunus, Eppstein, Glashütten, Königstein im Taunus, Bad Soden am Taunus und Liederbach am Taunus. Großstädte in der näheren Umgebung sind neben Frankfurt am Main (10 km südöstlich), Wiesbaden (etwa 25 km) und Mainz (etwa 30 km).
Ausdehnung des Stadtgebiets mini|Der Eichkopf beim Ortsteil Ruppertshain rechts im Bildmittelgrund ist mit 563,3 Metern die höchste Erhebung des Main-Taunus-Kreises. Direkt dahinter der Altkönig sowie mittig der Große Feldberg im angrenzenden Hochtaunuskreis (Blick vom 2017 abgebrannten Atzelbergturm im Ortsteil Eppenhain). Das Stadtgebiet reicht von der Mainebene (etwa ) bis zum Taunuskamm, die höchste Erhebung ist der Eichkopf mit Höhe. Weitere nennenswerte Berge sind der Staufen (), der Rossert () und der Atzelberg ().
Gewässer Durch Kelkheimer Stadtgebiet fließen der Liederbach (durch Hornau, Mitte, Münster), dessen nordwestlicher Zufluss Braubach (Hornau) sowie der Krebsbach, dessen Quelle in Ruppertshain liegt, der in Fischbach zum Fischbach wird (und bei Eppstein in den Schwarzbach mündet).
Renaturierungen Seit 1958 wurde in mehreren Etappen vor allem an der Renaturierung und Landschaftsgestaltung des Liederbachs gearbeitet, auch zur Verbesserung des Hochwasserschutzes.Blaues Band durch Kelkheim. In: Frankfurter Allgemeine Zeitung. 11. Januar 2013, S. 57. Ende 2018 wurden die Arbeiten, die sich auf eine Gesamtstrecke von 3,5 km Flusslauf beziehen, abgeschlossen.
Flächennutzung Gut 20 % der Kelkheimer Fläche sind Siedlungsgebiete. Rund 35 % der Fläche sind Wiesen, Weiden und Äcker, die landwirtschaftlich genutzt werden. Den größten Teil des Stadtgebietes bedecken Wälder mit fast 42 %.https://www.kelkheim-entdecken.de/deine-stadt/unser-wald-ueberblick-grundlagen-funktionen/ueberblick/
Naturschutzgebiete mini|Nördlicher Teil des Naturschutzgebiets Krebsbachtal bei Ruppertshain Auf der Kelkheimer Gemarkung befinden sich fünf Naturschutzgebiete: Rossert - Hainkopf - Dachsbau Kickelbach von Fischbach Förstergrund von Kelkheim Krebsbachtal bei Ruppertshain Braubachtal bei Hornau
Nachbargemeinden Kelkheim grenzt im Norden an die Gemeinde Glashütten und die Stadt Königstein im Taunus (beide Hochtaunuskreis), im Osten an die Stadt Bad Soden am Taunus und die Gemeinde Liederbach am Taunus, im Süden an die kreisfreie Stadt Frankfurt am Main, sowie im Westen an die Städte Hofheim am Taunus und Eppstein, die alle (bis auf Frankfurt) ebenfalls im Main-Taunus-Kreis liegen.
Stadtteile mini|Blick von Südwesten auf den Atzelberg über dem Ortsteil Eppenhain, mit 423 Metern der höchstgelegene Ort des Main-Taunus-Kreises, sowie rechts die Rossert-Nebenkuppe Hainkopf Stadtteil Einwohner Beschreibung Kelkheim 8.897 Kelkheim-Mitte, hervorgegangen aus dem früheren Dorf Kelkheim, ist heute die „Innenstadt“ der Gesamtstadt. Münster 7.239 Münster ist der südlichste Stadtteil. Hier befinden sich das Freibad, die Gesamtschule und das größte Gewerbegebiet der Stadt. Hornau 4.237 Hornau hat einen vorbildlich sanierten alten Ortskern. Fischbach 5.860 Fischbach ist vor allem ein Wohngebiet. Weithin bekannt sind die beiden Ausflugslokale Gimbacher Hof und Rettershof. Ruppertshain 2.142 Ruppertshain ist vor allem durch den „Zauberberg“ bekannt, der monumentale Klinikbau ist weithin sichtbar. Eppenhain 1.084 Eppenhain liegt auf 423 Meter, im Hohen Taunus und ist nur über eine Zufahrtsstraße verkehrlich erreichbar. Gesamt 29.459 (Einwohnerzahlen vom 31. Dezember 2021), aktuelle Zahl Gesamtstadt siehe oben rechts.
Geschichte Stadtgeschichte Als Stadt ist Kelkheim (Taunus) noch vergleichsweise jung. Die ersten urkundlichen Erwähnungen der Stadtteile erfolgten verhältnismäßig früh: 780 – Fischbach und das heutige Münster als Liderbach 874 – Hornau 880 – Kelkheim 1285 – Eppenhain 1294 – Ruppertshain
Die Aufwertung zur Stadt erfolgte jedoch erst zum 1. April 1938, als der Oberpräsident der preußischen Provinz Hessen-Nassau, Philipp Prinz von Hessen, die Eingemeindung von Münster und Hornau nach Kelkheim verfügte und der so entstandenen Großgemeinde gleichzeitig die Stadtrechte verlieh.
Die insgesamt 5300 Einwohner fragte dabei jedoch niemand, was vor allem in Münster zu großem Unmut führte. Nach dem Zweiten Weltkrieg bemühten sich dann auch Münsterer Bürger, ihre Eigenständigkeit zurückzuerlangen. Erfolglos: Trotz einer Unterschriftensammlung bestätigte die Landesregierung den für eine Stadtentwicklung wichtigen Zusammenschluss.
Im November 1947 wurden die Stadtteile Kelkheim-Süd und Kelkheim-Nord in „Kelkheim/Ts.-Münster“ und „Kelkheim/Ts.-Hornau“ umbenannt.
Seine heutige Gestalt mit sechs Stadtteilen erhielt Kelkheim dann im Zuge der hessischen Gebietsreform. Am 1. Januar 1977 schlossen sich die Stadt Kelkheim und die bis dahin selbständigen Gemeinden Fischbach und Rossert zur neuen Stadt Kelkheim zusammen. Auch hierbei gab es Widerstände. So hatten sich Ruppertshain und Eppenhain am 31. Dezember 1971 zur Gemeinde Rossert zusammengeschlossen, um dem Zusammenschluss mit Kelkheim zu entgehen. Am 1. Januar 1978 wurde der Name der Stadt amtlich in Kelkheim (Taunus) geändert.
Verwaltungsgeschichte im Überblick Die folgende Liste zeigt die Staaten und deren Verwaltungseinheiten,Bis zur Trennung der Rechtsprechung von der Verwaltung waren die Ämter und frühen Gerichte sowohl Gericht als auch Verwaltungsorgan. denen Kelkheim angehört(e):
vor 1535: Heiliges Römisches Reich, Herrschaft Eppstein-Königstein, Vogtei Kelkheim ab 1535: Heiliges Römisches Reich, Grafen von Stolberg, Vogtei Kelkheim ab 1581: Heiliges Römisches Reich, Kurfürstentum Mainz, Oberamt Höchst und Königstein, Amtsvogtei Eppstein ab 1803: Heiliges Römisches Reich, Fürstentum Nassau-Usingen,Durch den Reichsdeputationshauptschluss. Amtsvogtei Hofheim ab 1806: Herzogtum Nassau,Infolge der Rheinbundakte. Amt KönigsteinTrennung von Justiz (Justizamt Königstein) und Verwaltung bis 1854. ab 1849: Herzogtum Nassau, Kreisamt Höchst ab 1854: Herzogtum Nassau, Amt Königstein ab 1867: Königreich Preußen,Infolge des Deutschen Krieges. Provinz Hessen-Nassau, Regierungsbezirk Wiesbaden, ObertaunuskreisEndgültige Trennung zwischen Justiz (Amtsgericht Königstein) und Verwaltung. ab 1871: Deutsches Reich,Deutsche Reichsgründung Königreich Preußen, Provinz Hessen-Nassau, Regierungsbezirk Wiesbaden, Obertaunuskreis ab 1886: Deutsches Reich, Königreich Preußen, Provinz Hessen-Nassau, Regierungsbezirk Wiesbaden, Obertaunuskreis ab 1918: Deutsches Reich (Weimarer Republik), Freistaat Preußen,Infolge des Ersten Weltkriegs. Provinz Hessen-Nassau, Regierungsbezirk Wiesbaden, Obertaunuskreis 1919–1930: Hilfskreis Königstein in der französischen Besatzungszone ab 1928: Deutsches Reich, Freistaat Preußen, Provinz Hessen-Nassau, Regierungsbezirk Wiesbaden, Main-Taunus-Kreis ab 1938: Deutsches Reich, Freistaat Preußen, Provinz Hessen-Nassau, Regierungsbezirk Wiesbaden, Main-Taunus-Kreis, Stadt Kelkheim ab 1944: Deutsches Reich, Freistaat Preußen, Provinz Nassau, Main-Taunus-Kreis ab 1945: Deutsches Reich, Amerikanische Besatzungszone,Infolge des Zweiten Weltkriegs. Groß-Hessen, Regierungsbezirk Wiesbaden, Main-Taunus-Kreis ab 1946: Deutsches Reich, Amerikanische Besatzungszone, Hessen, Regierungsbezirk Wiesbaden, Main-Taunus-Kreis ab 1949: Bundesrepublik Deutschland, Hessen, Main-Taunus-Kreis ab 1968: Bundesrepublik Deutschland, Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Main-Taunus-Kreis ab 1972: Bundesrepublik Deutschland, Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Main-Taunus-Kreis
mini|hochkant|Ofterdingenbrunnen vor dem Rathaus Kelkheims. Der 1974 von der Stuttgarter Bildhauerin Angelika Wetzel gestaltete Brunnen erinnert an Heinrich von Ofterdingen.
Bevölkerung Einwohnerstruktur 2011/2022 Nach den Erhebungen des Zensus 2011 / Zensus 2022 lebten am Stichtag, dem 9. Mai 2011 / 15. Mai 2022, in Kelkheim 27.685 / 28.392 Einwohner. In der folgenden Tabelle ist ein Auszug aus beiden Erhebungen zum Vergleich dargestellt. +Bevölkerungsentwicklung KelkheimKategorieZensus 2011Zensus 2022Stichtag9. Mai 201115. Mai 2022Einwohner27.68528.392Einwohner unter 18 Jahren51745395Einwohner zwischen 18 und 4911.1679610Einwohner zwischen 50 und 6452457195Einwohner über 64 Jahren60946196Einwohner ohne deutsche Staatsbürgerschaft2623 (9,5 %)4529 (16,0 %)davon aus dem EU-Ausland11602053davon aus anderen europäischen Ländern8131136davon aus anderen Staaten6391339Deutsche Einwohner mit Migrationshintergrund/ Einwanderungsgeschichte3,5 %3,2 %Bevölkerung nach Einwanderungsgeschichte: Stadt Kelkheim. In: Zensus 2022.Statistisches Bundesamt, abgerufen im Januar 2025Haushalte12.4437627davon Singlehaushalte39673135davon Paare ohne Kinder38793424davon Paare mit Kindern34283424davon Alleinerziehende908817davon Wohngemeinschaften1068?davon Haushalte mit ausschließlich Senioren29521192davon Haushalte ohne Senioren82465405
Einwohnerentwicklung 1583: 42 Häuser 1588: 38 Häuser 1605: 29 Häuser 1632: 20 Häuser 1648: 10 Häuser 1660: 12 Häuser 1670: 17 Hausgesesse 1730: 211 Einwohner (davon 61 Söhne, 51 Töchter, 3 Witwen) 1760: 220 Einwohner (81 Söhne, 75 Töchter, 10 Witwen) 1794: 259 Einwohner (60 Söhne, 72 Töchter, 4 Witwer, 7 Witwen) 1925: 1976 Einwohner (509 Familien) 1933: 4629 Einwohner mit Hornau und Münster 1950: 7782 Einwohner (1183 Heimatvertriebene, 2747 Haushalte)
Konfessionsstatistik Im Jahr 1885 waren von den Einwohnern 3,3 % evangelisch und 96,7 % katholisch. Seitdem ist die Anteil der Katholiken an der Gesamtbevölkerung beträchtlich gesunken. 1961 waren von den 10489 Einwohnern 36,0 % evangelisch und 60,2 % katholisch sowie 3,8 % sonstige. Mit Stand 1971 gehörten nach der Religionszugehörigkeit: 39,3 % evangelisch, 52,7 % katholisch und keine, sonstige 8,9 %.kelkheim.de Die Volkszählungen 1987 und 2011 ergaben 34,1 % bzw. 28,3 % evangelische und 48,0 % bzw. 34,9 katholische sowie 17,9 % bzw. 37,1 % sonstige Einwohner. Mit Stand Jahresende 2013 gehörten von den Einwohnern der Stadt Kelkheim 33,3 % der katholischen Religion an 25,5 % der evangelischen Religion und 41,2 % ist die Zahl derjenigen mit einer anderen oder gar keiner Konfession.taunus-nachrichten.de Der Zensus 2022 ergab 20,0 % evangelische Einwohner, 27,6 % katholische Einwohner und eine absolute Mehrheit mit 52,4 % war konfessionslos, gehörten einer anderen Glaubensgemeinschaft an oder machten keine Angabe.
Politik Stadtverordnetenversammlung Für die Stadtverordnetenversammlung der Stadt Kelkheim (Taunus) erbrachte die Kommunalwahl am 15. März 2026 folgendes amtliche Endergebnis,Votemanager: Amtliches Endergebnis der Gemeindewahl am 15. März 2026 in Vergleich gesetzt zu früheren Kommunalwahlen: