hochkant=2|mini|Iris-Heterochromie beim Menschen Als Iris-Heterochromie (Heterochromia iridis) bezeichnet man die Verschiedenheit beider Regenbogenhäute der Augen durch Störung der Pigmentierung. Das betreffende Lebewesen hat folglich zwei verschiedene Augenfarben.

Terminologie In der Fachliteratur spricht man auch bei flächenhaften (ringförmigen oder sektoriellen) Farbvariationen innerhalb einer einzigen Iris von einer (partiellen) Heterochromie, ein Befund, den man öfter antrifft und den deutsche Augenärzte eher als „Iris bicolor“ oder zweifarbige Iris bezeichnen. Einseitige Farbveränderungen der Regenbogenhaut können auch durch Blutaustritte (Grünfärbung) oder durch Eisenablagerungen (Braunfärbung) verursacht werden.

Einfache Form Geringe Farbunterschiede sind die Regel, deutliche sind selten. Durch den Pigmentmangel wirkt das betroffene Auge meist etwas heller (blauer), es kann jedoch auch dunkler erscheinen (Heterochromia inversa). Die einfache Heterochromie führt nicht zur Sehverschlechterung.

Heterochromia complicata Bei Heterochromie kann sich am betroffenen Auge eine Fuchs Heterochrome Iridozyklitis entwickeln. Dabei handelt es sich um eine chronisch voranschreitende, therapeutisch kaum beeinflussbare Irisentzündung. Bei fortschreitender Erkrankung kommt es zu einer Linsentrübung bis hin zum Grauen Star (Cataracta complicata), der aber gut operabel ist.

Waardenburg-Syndrom Beim Waardenburg-Syndrom tritt die Iris-Heterochromie in Verbindung mit einer Innenohrschwerhörigkeit auf. Dieses Syndrom wird autosomal dominant vererbt.

Heterochromie in KZ-Experimenten Im Nationalsozialismus versuchte Karin Magnussen erfolglos, angeborene Heterochromie im KZ Auschwitz in Menschenversuchen zu heilen.

Galerie

Weblinks

Einzelnachweise

Kategorie:Krankheitssymptom in der Augenheilkunde