mini|Nomborn (2020) mini|St. Kilian Nomborn ist eine Ortsgemeinde im Westerwaldkreis in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Montabaur an.
Geographie Die Gemeinde liegt im Westerwald zwischen Montabaur und Limburg an der Lahn am Rande des Naturpark Nassau. Durch den Ort fließt der Eisenbach. Zu Nomborn gehören auch die Wohnplätze Kautenmühle, Studentenmühle und Marienhof.
Geschichte Nomborn wurde im Jahre 1289 als Numburne erstmals urkundlich erwähnt. Die Gemeinde gehörte zum Kirchspiel Nentershausen, war aber selbst Sitz eines Hubengerichts, das auch für den Nachbarort Großholbach zuständig war.
Die Kapelle St. Kilian wird erstmals 1525 erwähnt. Ein romanischer Turm, der 1905 durch den heutigen Kirchturm ersetzt wurde, sowie Glocken aus den Jahren 1147 und 1448 deuten aber auf ein höheres Alter hin.
Eine ältere Mühle in der Nähe des Orts wird 1383 erwähnt, die heute noch bestehende Studentenmühle 1564. Letztere wurde allerdings nach einer Phase als Wüstung, wohl als Folge des Dreißigjährigen Krieges, 1648 wieder aufgebaut. Ebenso erging es der Eberhartz- und der Untermühle, die beide 1564 erstmals erwähnt und nach 1653 wieder aufgebaut wurden. Die Untermühle wird letztmals 1786 erwähnt.
Eine historische Lambachpumpe aus den 1940er Jahren wird seit der Restauration in den 1980er Jahren zur Versorgung der örtlichen Brunnen betrieben.Die Lambachpumpe von Nomborn, dem Dorf der Brunnen
Statistik zur Einwohnerentwicklung
Die Entwicklung der Einwohnerzahl der Gemeinde Nomborn, die Werte von 1871 bis 1987 beruhen auf Volkszählungen:Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Regionaldaten Jahr Einwohner 1815 266 1835 440 1871 445 1905 361 1939 424 1950 460 Jahr Einwohner 1961 424 1970 484 1987 589 2005 713 2022 725
Politik Gemeinderat Der Gemeinderat in Nomborn besteht aus zwölf Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 9. Juni 2024 in einer Mehrheitswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzendem.
Bürgermeister Armin Klein wurde am 8. Juli 2024 Ortsbürgermeister von Nomborn. Bei der Direktwahl am 9. Juni 2024 hatte er sich mit einem Stimmenanteil von 63,5 % gegen seinen Amtsvorgänger durchgesetzt.
Sein Vorgänger Patrick Brach hatte das Amt seit 2014 inne. Bei der Direktwahl am 26. Mai 2019 war er mit 75,43 % für weitere fünf Jahre in seinem Amt bestätigt worden. Brachs Vorgänger waren Johannes Hübinger (Ortsbürgermeister 2004–2014) und Walter Brach (1984–2004).
Wappen
Verkehr Die nächste Autobahnanschlussstelle ist Diez an der A 3 Köln – Frankfurt, etwa drei Kilometer entfernt. Nomborn ist durch die Regionalbuslinie 450 (Montabaur – Nomborn – Nentershausen – Diez – Limburg) der Firma Rhein-Mosel-Bus an den ÖPNV angeschlossen. Seit dem 1. Januar 2017 gilt auch im Westerwaldkreis der Tarif des Verkehrsverbund Rhein-Mosel (VRM). Die nächste Anschlussmöglichkeit an den Schienenpersonennahverkehr besteht am ca. 4 km entfernt gelegenen Bahnhof Steinefrenz an der Bahnstrecke Staffel–Siershahn. Die nächsten Anschlussmöglichkeiten an den Fernverkehr sind Montabaur und Limburg Süd (Intercityexpress) sowie Koblenz Hbf (Intercityexpress, Intercity, Eurocity, Euronight).
Kultur und Sehenswürdigkeiten Siehe Liste der Kulturdenkmäler in Nomborn Siehe Liste der Naturdenkmale in Nomborn
Söhne und Töchter (Auswahl) Hans-Joachim Höhn (* 1957), römisch-katholischer Theologe
Literatur
Weblinks
Internetpräsenz der Ortsgemeinde Nomborn
Einzelnachweise
Kategorie:Ort im Westerwaldkreis Kategorie:Ersterwähnung 1289