mini|Luftbild von Wörnersberg (1984) Wörnersberg ist eine Gemeinde mit Einwohnern im Landkreis Freudenstadt in Baden-Württemberg. Die Gemeinde ist die flächen- und einwohnerkleinste im Landkreis. Wörnersberg gehört zur Region Nordschwarzwald.
Geographie Lage Wörnersberg liegt etwa 18 Kilometer nordöstlich der Kreisstadt Freudenstadt, eingebettet zwischen Wiesen und Wäldern im mittleren Schwarzwald in 600 bis 700 Metern Höhe. Etwa 56 Prozent der Gemarkung sind Waldfläche.
Gemeindegliederung Zur Gemeinde Wörnersberg gehören das Dorf Wörnersberg und das Haus Reesenmühle.Das Land Baden-Württemberg. Amtliche Beschreibung nach Kreisen und Gemeinden. Band V: Regierungsbezirk Karlsruhe Kohlhammer, Stuttgart 1976, ISBN 3-17-002542-2. S. 655
Schutzgebiete An der östlichen Gemeindegrenze liegt das Landschaftsschutzgebiet Zinsbachtal. Wörnersberg liegt zudem im Naturpark Schwarzwald Mitte/Nord.Daten- und Kartendienst der LUBW
Geschichte Geschichtlicher Überblick Wörnersberg wurde im Jahre 1364 erstmals urkundlich erwähnt, 1487 wurde eine Kirche gebaut. Das Herzogtum Württemberg erwarb 1614 „halb Wörnersberg mit allen Gerechtigkeiten“. Die Teilung dauerte nicht lange, denn schon 1625 kaufte Württemberg auch die andere Hälfte des Dorfes mit fünf Bauern und eineinhalb Tagelöhnern. Bis ins frühe 19. Jahrhundert gehörte der Ort zum altwürttembergischen Amt Altensteig.
Bei der Umsetzung einer neuen Verwaltungsgliederung im 1806 gegründeten Königreich Württemberg wurde Wörnersberg 1812 dem Oberamt Freudenstadt zugeordnet. Die Verwaltungsreform von 1938 führte zur Zugehörigkeit zum Landkreis Freudenstadt. 1945 wurde Wörnersberg Teil der Französischen Besatzungszone und kam somit zum Nachkriegsland Württemberg-Hohenzollern, welches 1952 im Land Baden-Württemberg aufging.
Religionen Wörnersberg war kirchlich bereits vor der Reformation ein Filialort von Grömbach. Damit der Pfarrer von dort zur Gemeinde kam, mussten ihm die Wörnersberger ein Pferd zur Verfügung stellen und nach dem Gottesdienst ein Essen spendieren. Die früher selbstständige evangelische Kirchengemeinde Wörnersberg gehörte gemeinsam mit Grömbach und Garrweiler zunächst als Gesamtkirchengemeinde, dann seit 2019 als Evangelische Kirchengemeinde Grömbach-WörnersbergWebsite der Evangelischen Kirchengemeinde Grömbach-Wörnersberg zum Kirchenbezirk Calw-Nagold der Evangelischen Landeskirche in Württemberg. Zur evangelischen Kirche gehört auch die 1980 gegründete Lebensgemeinschaft Wörnersberger Anker.Lebenszentrum „Wörnersberger Anker“: Wo ein christlicher Lebensstil eingeübt wird, idea.de, Artikel vom 15. Juni 2020.
Einwohnerentwicklung Mit einem Durchschnittsalter von 36 Jahren war Wörnersberg Stand Ende 2010 die Gemeinde mit den im Schnitt jüngsten Einwohnern in Baden-Württemberg. 2011 verlor der Ort diese Position an Riedhausen im Landkreis Ravensburg.
Politik Bürgermeister Reinhold Möhrle ist seit 1990 der Bürgermeister, er wurde zuletzt 2014 im Amt bestätigt.Zu den vergangenen 24 kommen weitere acht Jahre dazu. Schwarzwälder Bote, 13. April 2014
Gemeinderat Der Gemeinderat in Wörnersberg hat acht Mitglieder. Bei der Kommunalwahl am 9. Juni 2024 wurde der Gemeinderat durch Mehrheitswahl gewählt. Mehrheitswahl findet statt, wenn kein oder nur ein Wahlvorschlag eingereicht wurde. Die Bewerber mit den höchsten Stimmenzahlen sind dann gewählt. Der Gemeinderat besteht aus den ehrenamtlichen Gemeinderäten und dem Bürgermeister als Vorsitzendem. Der Bürgermeister ist im Gemeinderat stimmberechtigt.
Hoheitssymbole Bannerflagge|rahmenlos|rechts|71px Die Gemeinde Wörnersberg führt ein Dienstsiegel, ein Wappen und eine Flagge.
Haushalt Die Gemeinde Wörnersberg ist mit Stand vom 31. Dezember 2021 schuldenfrei.
Evangelische Kirche Die Kirchen- und Altarweihe der ehemaligen Wallfahrtskirche Zu Unserer Lieben Frau in Wörnersberg im Jahre 1487 ist urkundlich bezeugt.Emil Haag und Oswald Heinzelmann: Die Evangelische Kirche in Wörnersberg; hg. Ev. Kirchengemeinde Wörnersberg 1980 (Typoskript)Werther Schneider und Brigitte Schneider: Kirchen in und um Nagold; hg. Ev. Kirchenbezirk Nagold, Tübingen 1993, Seite 46 f Zahlreiche Renovierungen und bauliche Veränderungen sind für 1687, das 19. und das 20. Jahrhundert belegt, zuletzt 1980. Aus dem 15. Jahrhundert ist ein spätgotischer Altarschrein mit Holzskulpturen (Paulus, Maria mit dem Kind, die Heiligen Wendelin und Sebastian) erhalten, der vermutlich aus einer Ulmer Bildhauerwerkstatt stammt. Ebenfalls aus der Erbauungszeit der Kirche stammen noch die beiden Glocken.
Literatur
Einzelnachweise
Weblinks
Wörnersberg auf der Website des Landkreises Freudenstadt
Kategorie:Ort im Landkreis Freudenstadt
Kategorie:Ersterwähnung 1364