Mittergrabern ist eine Ortschaft und eine Katastralgemeinde der Marktgemeinde Grabern im Bezirk Hollabrunn in Niederösterreich mit Einwohnern (Stand ) und war bis Ende 1970 eine selbständige Ortsgemeinde.

Geografie Das von der Waldviertler Straße erschlossene Dorf befindet sich nordwestlich von Hollabrunn und entwässert über den Windpassinger Graben, in den hier von rechts der Moosbach einfließt, in den Gmoosbach. Am umfasste die Ortschaft  Adressen.

Geschichte Der Ort war frühbronzezeitlich besiedelt. Urkundlich wurde der Ort um 1120/1150 genannt.

Im Jahr 1822 wurde der Ort als Dorf mit 86 Häusern genannt, das über eine Pfarre und eine Schule verfügte. Die Herrschaft Mittergrabern besaß die Ortsobrigkeit und besorgte die Konskription. Die Landgerichtsbarkeit wurde von der Herrschaft Guntersdorf ausgeübt und die Untertanen und Grundholde des Ortes gehörten den Herrschaften Mittergrabern, Guntersdorf, Immendorf, Wullersdorf, Mailberg, Kadolz, Winkelberg, Stockern und Sitzendorf sowie den Pfarren Sitzendorf, Fraundorf und Schöngrabern.

Im Rahmen der Niederösterreichischen Kommunalstrukturverbesserung vereinigten sich per 1. Jänner 1971 die damaligen Ortsgemeinden Mittergrabern, Schöngrabern und Windpassing.

Verbauung Das Grabendorf hat eine durchmischte Verbauung mit Zwerch- und Hakenhöfen teils mit Putzfeldgliederung aus dem Ende des 19. Jahrhunderts. Im westlichen und südöstlichen Ortsteil stehen mächtige verbretterte Längs- und Querscheunen. Am südöstlichen Ortsausgang gibt es zwei Kellerzeilen, teils geschlossen verbaut, mit trauf- und giebelständigen Presshäusern.

Öffentliche Einrichtungen In Mittergrabern befindet sich ein Kindergarten und eine Volksschule.

Kultur und Sehenswürdigkeiten Katholische Pfarrkirche Mittergrabern hl. Johannes der Täufer

Persönlichkeiten Alois Fischer (1881–1945), Politiker (CSP/VF) und Erster Landtagspräsident im Landtag von Niederösterreich Johanna Dohnal (1939–2010), Politikerin und erste Frauenministerin Österreichs, verbrachte hier ihren Lebensabend

Literatur

Die Kunstdenkmäler Österreichs. Dehio Niederösterreich nördlich der Donau 1990. Mittergrabern. S. 747.

Weblinks

Einzelnachweise

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