mini|296px|Schlierschied, im Hintergrund der Soonwald
Schlierschied ist eine Ortsgemeinde im Rhein-Hunsrück-Kreis in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Kirchberg (Hunsrück) an.
Geographie Schlierschied liegt im Hunsrück am Nordrand des Lützelsoon, dessen höchste Erhebung, die Womrather Höhe, sich an der südlichen Gemarkungsgrenze befindet.
Zur Gemeinde gehören die Wohnplätze Brummenmühle und das Sägewerk Anzenfeldermühle im Simmerbachtal.
Geschichte Zahlreiche Hügelgräber südwestlich des Orts im Gemeindewald und im Staatswald Lützelsoon weisen auf frühgeschichtliche Besiedlung hin. Eine erste urkundliche Erwähnung in einer Ravengiersburger Urkunde stammt aus dem Jahr 1335. Die Grafen von Sponheim waren im Besitz des Ortes.
Im 18. Jahrhundert kam der Ort zur Markgrafschaft Baden. Mit der Besetzung des linken Rheinufers 1794 durch französische Revolutionstruppen wurde der Ort französisch, 1815 wurde er auf dem Wiener Kongress dem Königreich Preußen zugeordnet.
Seit 1946 ist der Ort Teil des damals neu gebildeten Landes Rheinland-Pfalz.
Politik Gemeinderat Der Gemeinderat in Schlierschied besteht aus sechs Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 9. Juni 2024 in einer Mehrheitswahl gewählt wurden, und der ehrenamtlichen Ortsbürgermeisterin als Vorsitzender.
Bürgermeister Martina Burger wurde am 16. Juli 2024 Ortsbürgermeisterin von Schlierschied. Da für die Direktwahl am 9. Juni 2024 kein Wahlvorschlag eingereicht wurde, oblag die Neuwahl des Bürgermeisters gemäß rheinland-pfälzischer Gemeindeordnung dem Rat der Gemeinde. Dieser entschied sich auf seiner konstituierenden Sitzung für Martina Burger.
Burgers Vorgänger Arnold Götz hatte das Amt als Ortsbürgermeister 15 Jahre ausgeübt.
Wappen
Wirtschaft Wirtschaftliche Bedeutung hat der Ort durch den Sitz der Bauunternehmen Wilhelm Faber GmbH und Gebrüder Herrmann GmbH & Co.KG.
Kirche Die meisten Einwohner der Gemeinde sind evangelisch. – Urkundlich wurde eine der Mutter Gottes geweihte Kapelle bereits 1335 erwähnt. Sie gehörte zur Pfarrei Gemünden. Ab 1609 wurde Schlierschied eine selbständige Pfarrei, zu der auch Schneppenbach, Bruschied und Rudolfshaus gehörten. Die nach einem Brand des Vorgängerbaus 1882 neu erbaute Kirche wurde Ende des Zweiten Weltkrieges sehr stark beschädigt und schließlich von der Bevölkerung wieder aufgebaut. 1978 erfolgte die Fusion der Evangelischen Kirchengemeinde Schlierschied mit der Evangelischen Kirchengemeinde Gemünden. Der schloss sich 2022 die Kirchengemeinde Kellenbach an und heißt nun Evangelischen Kirchengemeinde Gemünden-Kellenbach.
Siehe auch Liste der Kulturdenkmäler in Schlierschied
Weblinks
Einzelnachweise
Kategorie:Ort im Rhein-Hunsrück-Kreis Kategorie:Ort im Hunsrück Kategorie:Ersterwähnung 1335