mini|297px|Evangelische Kirche Niederbrombach ist eine Ortsgemeinde im Landkreis Birkenfeld in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Birkenfeld an.

Geographie Die Gemeinde Niederbrombach liegt an einem Talbogen der von Birkenfeld nach Idar-Oberstein führenden Bundesstraße 41.

Vier Täler treffen von Nord nach Süd, Ost und West zusammen. Im Talkessel vereinigen sich Hambach, Schwollbach und Rothenbach zu einem Gewässer, das unter der Bezeichnung Schwollbach bei Kronweiler in die Nahe mündet. Niederbrombach ist im Norden umgeben vom Hömelskopf und dem Heidkopf, im Osten von der Pferdshöhe und der Brombacher Höhe, im Süden vom Rothenbachberg, dem Winnenberg und Hochkastell und schließlich im Westen vom Kleb und dem Bauterskopf.

Zu Niederbrombach gehören auch die Wohnplätze Fischerhof, Haus Manzenbach, Lärchenhof und Robinienhof.

Geschichte In den ältesten Urkunden findet man die Namensform Brambach oder Branbach. Erst in der Neuzeit wird Niederbrombach von Oberbrombach unterschieden.Heinrich Baldes: Niederbrombach In: Geschichtliche Heimatkunde der Birkenfelder Landschaft von der Urzeit bis 1817 Reprint der Originalausgabe von 1923, S. 345–357.

Brombach war der Vorort der trierischen, dann der sponheimischen Besitzungen südlich des Idarwaldes, und innerhalb des Hochgerichtes und Amtsbezirkes war Brombach der Vorort eines eigenen Großbannes, eigener Pflege und eigenen Kirchspieles geworden und geblieben. Weltlicher und kirchlicher Besitz deckten sich so vollständig, dass im 18. Jahrhundert der Ausdruck Kirchspiel auch auf den Verwaltungsbezirk angewandt worden ist. Der Großbann unterlag bei fortschreitender Besiedlung im Laufe des Mittelalters einer immer stärker werdenden Zersetzung. Zunächst vollzog sich im frühen Mittelalter eine Zweiteilung, die sich in kirchlicher Beziehung später im 18. Jahrhundert wiederholen sollte.

Niederbrombach war der Mittelpunkt des alten Großbannes, so der Pflege, des Gerichtes und des Kirchspieles. Erst in der Mitte des 18. Jahrhunderts ist die Pflege Brombach nicht nur kirchlich, sondern auch für die Verwaltung und Gericht geteilt worden. Unter französischer Herrschaft in den Jahren 1797 bis 1814 trat an die Stelle des Kirchspieles eine Mairie. Vom Jahre 1815 bis 1817 war die Brombacher Pflege preußisch gewesen, von 1817 bis 1937 oldenburgisch, dann wieder wenige Jahre preußisch. Seit 1946 gehört dieses Gebiet zum Bundesland Rheinland-Pfalz.

Bevölkerungsentwicklung Die Entwicklung der Einwohnerzahl von Niederbrombach, die Werte von 1871 bis 1987 beruhen auf Volkszählungen:Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Regionaldaten Jahr Einwohner 1815 256 1835 256 1871 400 1905 392 1939 678 1950 503 Jahr Einwohner 1961 545 1970 563 1987 541 1997 519 2005 505

Politik Gemeinderat Der Gemeinderat in Niederbrombach besteht aus zwölf Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 9. Juni 2024 in einer Mehrheitswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzendem.

Bürgermeister Volker Röhrig wurde am 10. Oktober 2024 Ortsbürgermeister von Niederbrombach. Da bei der Direktwahl am 9. Juni 2024 kein gültiger Wahlvorschlag eingereicht wurde, oblag die Neuwahl des Bürgermeisters gemäß rheinland-pfälzischer Gemeindeordnung dem Rat, der aber zunächst keinen Bewerber finden konnte. In der Sitzung im Oktober 2024 trat der bisherige Erste Beigeordnete Volker Röhrig an und wurde gewählt.

Bernd Brombacher hatte das Amt 2014 übernommen. Bei der Direktwahl am 26. Mai 2019 wurde er mit einem Stimmenanteil von 90,65 % für weitere fünf Jahre in seinem Amt bestätigt. Seine Vorgängerin Ina Müllenbach war 2014 nicht erneut angetreten.

Wappen

Wirtschaft und Infrastruktur Geschäfte, Bankfilialen, Handwerksbetriebe, Gastwirt, Grund- und Realschule plus mit Sporthalle, Kindergarten, ebenso eine bei der Schule gelegene Freiluftsportanlage sind vorhanden, so dass eine weitgehende Eigenversorgung gesichert ist.

Durch den Ort führt die Bundesstraße 41, die im Süden zur Bundesautobahn 62 führt. In Kronweiler ist ein Bahnhof der Bahnstrecke Bingen–Saarbrücken.

Persönlichkeiten Paul Brenner, * 11. September 1905 in Niederbrombach; † 17. November 1988 in Birkenfeld, deutscher Jurist und Politiker (CDU) Ludwig Friedrich von Schmidt, * 24. Januar 1764 in Königsbach bei Pforzheim; † 5. Juli 1857 in München, evangelischer Theologe, war von 1786 bis 1790 als zweiter Pfarrer in Niederbrombach. Johannes Lichtenberger, * um 1426 in Grünbach bei Baumholder; † vor April 1503 wohl in Niederbrombach, deutscher Astrologe. (Katholischer) Pfarrer in Brambach, wie Niederbrombach damals hieß.

Siehe auch Liste der Kulturdenkmäler in Niederbrombach Evangelische Pfarrkirche Niederbrombach Fischerhof

Weblinks

Ortsgemeinde Niederbrombach auf den Seiten der Verbandsgemeinde Birkenfeld Ortsportrait des SWR Fernsehens vom 4. Dezember 2008 (Video, 8 Minuten)

Einzelnachweise

Kategorie:Ort im Landkreis Birkenfeld Kategorie:Ort im Hunsrück