Börfink ist eine Ortsgemeinde im Landkreis Birkenfeld in Rheinland-Pfalz. Sie gehört zur Verbandsgemeinde Birkenfeld.

Geographie Lage Der Ort liegt am Traunbach beim 816 Meter hohen Erbeskopf im Schwarzwälder Hochwald im Hunsrück. 78,8 Prozent der Gemarkungsfläche sind bewaldet. Im Südosten befindet sich Abentheuer und südwestlich liegt das zu Neuhütten gehörende Muhl.

Zu Börfink gehören auch die Wohnplätze Einschiederhof, Forellenhof Trauntal und Bunker Erwin, sowie der Weiler Thranenweier.

Börfink ist eine Nationalparkgemeinde im Nationalpark Hunsrück-Hochwald.

Klima Der Jahresniederschlag beträgt 1133 mm.Niederschlagsmittelwerte von Deutschland für den Zeitraum von 1961 bis 1990, Quelle: DWD

Geschichte Börfink soll aus einer Köhlersiedlung entstanden sein, gegründet von Balduin Hartmann, dessen Hütte Balduinshäuschen genannt wurde.Hunsrück-Nahereise: Börfink abgerufen am 27. August 2020 Es gehörte bis zum Ende des 18. Jahrhunderts zur Hinteren Grafschaft Sponheim und in preußischer Zeit zum Landkreis Trier.

Der Kommandobunker Börfink, genannt Bunker Erwin, wurde 1964 im Erbeskopf in Betrieb genommen. Er diente unter anderem als geheimer NATO-Bunker zur Luftüberwachung Mitteleuropas in der Zeit des Kalten Kriegs. Im Jahr 2020 hieß es: „Heute ist die Anlage zivil genutzt. Es entsteht dort ein Rechenzentrum. Außerdem sind in einem überirdischen Verwaltungsgebäude die Ranger des Nationalparks mit ihren Büros und Werkstätten untergebracht“.

Nach der Abtretung des Ortsteils Muhl mit 150 Einwohnern an die Gemeinde Neuhütten, die am 7. November 1970 wirksam wurde, wurde die Gemeinde, die Börfink-Muhl hieß, am 1. Januar 1971 in Börfink umbenannt.

Bevölkerungsentwicklung

Die Entwicklung der Einwohnerzahl von Börfink bezogen auf das heutige Gemeindegebiet, die Werte von 1871 bis 1987 beruhen auf Volkszählungen:Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Regionaldaten Jahr Einwohner 1815 300 1835 461 1871 307 1905 341 1939 213 1950 209 1961 327 Jahr Einwohner 1970 230 1987 209 1997 217 2005 192 2011 192 2017 172 2019 167

Politik Gemeinderat Der Gemeinderat in Börfink besteht aus sechs Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 9. Juni 2024 in einer Mehrheitswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzendem.

Bürgermeister Marco Best (Einzelbewerber) wurde am 4. Juli 2024 Ortsbürgermeister von Börfink. Bei der Direktwahl am 9. Juni 2024 war er als einziger Bewerber mit einem Stimmenanteil von 67,6 % gewählt worden.

Seine Vorgänger waren Martin Döscher, der das Amt seit 2009 ausübte und bei der Wahl 2024 nicht erneut kandidierte, sowie zuvor Monika Schabert (Amtszeit 2004–2009) und Alfred von Sydow (1969–2004).

Wappen

Wirtschaft und Infrastruktur Im Osten verläuft die Bundesstraße 41 und im Süden die Bundesautobahn 62. In Neubrücke ist ein Bahnhof der Bahnstrecke Bingen–Saarbrücken. Die Buslinie 323 im Rhein-Nahe-Nahverkehrsverbund verbindet Börfink mit Birkenfeld.

Der Forellenhof Trauntal ist der größte Fischzuchtbetrieb von Rheinland-Pfalz.

Tourismus Eine Etappe des Fernwanderwegs Saar-Hunsrück-Steig endet in Börfink.Webpräsenz des Saar-Hunsrück-Steigs, abgerufen am 1. Februar 2014 Um Börfink verläuft eine der „Traumschleifen“ genannten Premium-Wanderwege der Region Saar-Hunsrück. Es ist die ungefähr 9 Kilometer lange „Börfinker Ochsentour“, die unter anderem durch das besonders geschützte Moorgebiet Ochsenbruch führt.Deutsches Wanderinstitut: Börfinker Ochsentour abgerufen am 27. August 2020Alexander M. Gross: Die Börfinker Ochsentour, sr.de, SR 3 Saarlandwelle, Region am Nachmittag, 14. November 2020 Im Gemeindeteil Thranenweier verläuft die neu geschaffene barrierefreie „Nationalpark-Inseltour“ von 1,6 Kilometern Länge, die „Wissenswertes über die Entstehung, den Erhalt und die Vielfalt der dort vorkommenden Arten“ vermitteln will.Birkenfelder Land: Nationalpark-Inseltour Thranenweier abgerufen am 27. August 2020

Fotogalerie

Siehe auch Liste der Kulturdenkmäler in Börfink

Weblinks

Internetauftritt der Ortsgemeinde Börfink Ortsgemeinde Börfink auf den Seiten der Verbandsgemeinde Birkenfeld

Hierzulande (SWR): Dorfstraße in Börfink vom 30. Oktober 2014 abgerufen am 27. August 2020

Einzelnachweise

Kategorie:Ort im Landkreis Birkenfeld Kategorie:Ort im Hunsrück