Katharina Binz (* 30. Oktober 1983 in Zell (Mosel)) ist eine deutsche Politikerin (Bündnis 90/Die Grünen). Sie war von Mai 2021 bis Mai 2026 Ministerin für Familie, Frauen, Kultur und Integration des Landes Rheinland-Pfalz sowie als solche ab Dezember 2021 auch Stellvertreterin des Ministerpräsidenten. Sie ist seit 2017 Mitglied des Landtags Rheinland-Pfalz und seit 2026 dessen Vizepräsidentin.
Politik und Leben Katharina Binz wuchs in Mesenich und Moritzheim (Hunsrück) auf. Sie legte 2003 ihr Abitur ab und zog nach Mainz, wo sie an der Johannes Gutenberg-Universität Politikwissenschaft und Philosophie studierte und als Politikwissenschaftlerin im Jahre 2015 abschloss. In der Wahlperiode 2005–2006 war sie Vorsitzende des AStA der Uni Mainz. Von der Ebene der lokalen studentischen Politik wechselte sie im Anschluss auf die Bundesebene und war Vorstandsmitglied im bundesweiten Studierendenverband „freier zusammenschluss von student*innenschaften“. Der AStA der Uni Mainz konnte sie als Referentin für politische Bildung 2009 wiedergewinnen.
Seit 2007 ist Binz Mitglied im Kreisvorstand der Bündnis 90/Die Grünen Mainz. Kommunalpolitisch aktiv wurde sie zu den Kommunalwahlen in Rheinland-Pfalz 2009, bei denen sie ein Mandat im Stadtrat von Mainz erlangte. gruene-mainz.de, Bündnis 90/Die Grünen, Kreisverband Mainz; abgerufen am 11. September 2016 Sie wurde auch als Nachrückerin für einen von drei Sitzen für die Grünen im Ortsbeirat des Ortsbezirks Mainz-Hartenberg-Münchfeld gewählt, gruene-mainz.de, BÜNDNIS 90 / DIE GRÜNEN Kreisverband Mainz; abgerufen am 11. September 2016 und trat das Mandat am 8. August 2011 an. Aus diesem Gremium schied sie wegen eines Umzugs nach Mainz-Finthen am 30. November 2013 aus.
Vom 20. April 2013 bis zum 20. Mai 2017 war Binz Landesvorsitzende der Bündnis 90/Die Grünen Rheinland-Pfalz. Am 1. April 2017 rückte sie für Eveline Lemke in den rheinland-pfälzischen Landtag nach und legte am 20. Mai 2017 ihr Amt als Landesvorsitzende nieder.
Im Jahr 2026 amtiert sie turnusgemäß als Präsidentin der Kulturministerkonferenz.
Zur Landtagswahl 2021 trat sie für die Grünen im Wahlkreis Mainz I an und gewann mit 29,6 Prozent der Erststimmen hier das erste Direktmandat für die Grünen im rheinland-pfälzischen Landtag. Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz; abgerufen am 14. März 2021 Am 18. Mai 2021 wurde sie zur Ministerin für Familie, Frauen, Kultur und Integration ernannt. Im Zuge dessen legte sie ihr Landtagsmandat nieder, für sie rückte Daniel Köbler in den Landtag nach. Ab dem 7. Dezember 2021 leitete sie bis zur Ernennung der Nachfolgerin Katrin Eder am 15. Dezember kommissarisch das Ministerium für Klimaschutz, Umwelt, Energie und Mobilität, da die zuständige Ministerin Anne Spiegel zur Bundesfamilienministerin ernannt worden war. Binz wurde als Spiegels Nachfolgerin auch zur stellvertretenden Ministerpräsidentin ernannt.
Am 10. Mai 2025 wurde Binz auf Listenplatz 3 der Grünen für die Landtagswahl 2026 sowie am 23. Juni 2025 als Direktkandidatin im Wahlkreis Mainz I (Wahlkreis 27) gewählt.GRÜNE Mainz wählen Katharina Binz zur Direktkandidatin in Mainz I den sie nur knapp gegen Michael Ebling verlor. Sie zog jedoch über die Landesliste erneut in den Landtag ein.Christiane Spohn: SWR 23. März 2026
Am 18. Mai 2026 wurde Binz zur Vizepräsidentin des Landtags gewählt. Am selben Tag sie schied sie aus dem Ministeramt aus.
Privates Binz ist Mutter zweier Kinder.
Weblinks Katharina Binz. Website des Ministeriums für Familie, Frauen, Kultur und Integration des Landes Rheinland-Pfalz.
Einzelnachweise Seite über Katharina Binz. gruene-mainz.de, Bündnis 90/Die Grünen, Kreisverband Mainz; abgerufen am 11. September 2016.
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