mini|hochkant=0.7|Isolobale Fragmente mit tetraedrischer und oktaedrischer Geometrie Die Isolobalanalogie (von griech.: isos=gleich, lobos=lappen) setzt die Struktur organischer und anorganischer Molekülfragmente in Beziehung, um die Bindungseigenschaften metallorganischer Verbindungen vorherzusagen.
Hintergrund Der Begriff wurde von Roald Hoffmann und anderen 1976 eingeführt. Hoffmann wurde dafür 1981 mit dem Nobelpreis für Chemie ausgezeichnet.Roald Hoffmann: Building Bridges Between Inorganic and Organic Chemistry (Nobel Lecture). In: Angewandte Chemie International Edition in English. 21, 1982, S. 711–724, , (Online).
Die Isolobalanalogie vergleicht Übergangsmetallfragmente mit organischen Fragmenten. Zwei Fragmente gelten als isolobal, wenn ihre Grenzorbitale in Anzahl, Symmetrieeigenschaften, Energie und Form sowie in der Anzahl der Elektronen ähnlich sind. Diese Analogie ermöglicht es, strukturelle und reaktive Ähnlichkeiten zwischen organischen und anorganischen Molekülen zu erkennen. Die Isolobalanalogie gestattet eine einheitliche Betrachtung anorganischer, organischer und metallorganischer Strukturen.
Beispiele das CH3-Fragment ist isolobal zum Mn(CO)5-Fragment; Ethan ist isolobal zu Dimangandecacarbonyl rahmenlos|300px|Isolobalanalogie von Ethan und Dimangandecacarbonyl das CH2-Fragment ist isolobal zum Fe(CO)4-Fragment; Cyclopropan ist isolobal zu Trieisendodecacarbonyl rahmenlos|Isolobalanalogie Cyclopropan und Trieisendodecacarbonyl das CH-Fragment ist isolobal zum Co(CO)3-Fragment das CH-Fragment ist isolobal zum BH−-Fragment
Einzelnachweise
Kategorie:Chemie