St. Georgen am Walde (auch Sankt Georgen am Walde) ist eine Marktgemeinde in Oberösterreich im Bezirk Perg im Mühlviertel mit Einwohnern (Stand ). Die Gemeinde zählt seit 2003 zum Gerichtsbezirk Perg (zuvor zum ehemaligen Gerichtsbezirk Grein). Der Standort des zuständigen Bezirksgerichts befindet sich in Perg.

Geografie Der Ort St. Georgen am Walde liegt auf 787 Meter Höhe im Mühlviertel. Die Ausdehnung beträgt von Nord nach Süd 8,6 und von West nach Ost 12,1 Kilometer. Die Gesamtfläche umfasst Quadratkilometer. Beinahe sechzig Prozent der Fläche sind bewaldet, mehr als ein Drittel wird landwirtschaftlich genutzt.

Flächenmäßig ist St. Georgen am Walde die größte Gemeinde im Bezirk Perg und hat mit dem 949 Meter hohen „Burgstall“ auch die höchste Erhebung des Bezirkes.

Gemeindegliederung

Das Gemeindegebiet umfasst folgende Ortschaften (in Klammern Einwohnerzahl Stand ): Ebenedt () samt Langegg und Steinberger Großerlau () samt Ortner und Schlager Haruckstein () Henndorf () Linden () samt Friesenegg, Linden-Zerstreute Häuser, Panschab, Unterweg und Wetzlerhäuser Ober St. Georgen () Ottenschlag () samt Brückelwald und Ottenschlag-Zerstreute Häuser St. Georgen am Walde () Unter St. Georgen ()

Die Gemeinde besteht aus den drei Katastralgemeinden: (Fläche Stand ) Henndorf () Linden () St. Georgen am Walde ()

St. Georgen ist Mitglied des Verbandes für Regional- und Tourismusentwicklung Mühlviertler Alm.

Nachbargemeinden

Geschichte Ursprünglich im Ostteil des Herzogtums Bayern liegend, gehörte der Ort seit dem 12. Jahrhundert zum Herzogtum Österreich. Im Jahr 1147 wurde St. Georgen anlässlich der Gründung des Klosters Säbnich (später Stift Waldhausen) erstmals urkundlich erwähnt. Seit 1490 wird er dem Fürstentum Österreich ob der Enns zugerechnet.

Während der Napoleonischen Kriege war der Ort mehrfach besetzt.

Seit 1918 gehört der Ort zum Bundesland Oberösterreich. Nach dem Anschluss Österreichs an das Deutsche Reich am 13. März 1938 gehörte der Ort zum Gau Oberdonau. Nach 1945 erfolgte die Wiederherstellung Oberösterreichs.

Einwohnerentwicklung

Die leichte Zunahme der Einwohnerzahl von 1981 bis 2001 erfolgte trotz Abwanderung wegen einer stark positiven Geburtenbilanz. Diese ging nach 2001 bis 2021 zurück. Bis 2025 gab es wieder eine leichte Steigerung.

Kultur und Sehenswürdigkeiten mini|hochkant|Pfarrkirche St. Georgen am Walde

Katholische Pfarrkirche St. Georgen am Walde

Wirtschaft und Infrastruktur Wirtschaftssektoren Von den 218 landwirtschaftlichen Betrieben des Jahres 2010 wurden 75 im Haupterwerb geführt. Diese bewirtschafteten fast sechzig Prozent der Flächen. Sechzig Prozent der Produktionsbetriebe kommen aus dem Baugewerbe, der größte Arbeitgeber dieses Sektors ist jedoch die Warenherstellung. Im Dienstleistungssektor arbeitet ein Drittel der Beschäftigten in sozialen und öffentlichen Diensten (Stand 2011). WirtschaftssektorAnzahl BetriebeErwerbstätige2011200120112001Land- und Forstwirtschaft 1)218247182115Produktion231812071Dienstleistung6653212179

1) Betriebe mit Fläche in den Jahren 2010 und 1999

Berufspendler Von den rund 1100 Erwerbstätigen, die 2011 in St. Georgen am Walde wohnten, arbeitete ein Drittel in der Gemeinde, zwei Drittel pendelten aus. Rund 130 Menschen aus der Umgebung kamen, um in St. Georgen zu arbeiten.

Politik mini|Marktgemeindeamt von St. Georgen am Walde Gemeinderat Der Gemeinderat hat seit 2021 insgesamt 19 Sitze (davor 25).

Mit den Gemeinderats- und Bürgermeisterwahlen in Oberösterreich 1997 hatte der Gemeinderat folgende Verteilung: 13 ÖVP, 10 SPÖ und 2 FPÖ. Mit den Gemeinderats- und Bürgermeisterwahlen in Oberösterreich 2003 hatte der Gemeinderat folgende Verteilung: 13 SPÖ und 12 ÖVP. Mit den Gemeinderats- und Bürgermeisterwahlen in Oberösterreich 2009 hatte der Gemeinderat folgende Verteilung: 13 SPÖ und 12 ÖVP. Mit den Gemeinderats- und Bürgermeisterwahlen in Oberösterreich 2015 hatte der Gemeinderat folgende Verteilung: 10 ÖVP, 8 SPÖ, 6 LFH und 1 GNGN.

Mit den Gemeinderats- und Bürgermeisterwahlen in Oberösterreich 2021 hat der Gemeinderat folgende Verteilung: 9 Mandate ÖVP 8 Mandate SPÖ 2 Mandate Liste Franz Hochstöger (LFH) (wobei nur ein Sitz besetzt ist).

Bürgermeister Bürgermeister seit 1850 waren: In Hendorf (bis zur Eingemeindung 1874) 1850–1859 Michael Paireder 1859–1864 Michael Haider 1864–1867 Leopold Pilz 1867–1873 Michael Haider 1873–1874 Leopold Pilz In Linden (bis zur Eingemeindung 1874) 1850–1855 Georg Unterweger 1855–1860 Joseph Klaus 1860–1867 Georg Riegler 1867–1870 Anton Haider 1870–1873 Leopold Gruber In St. Georgen am Walde

Städtepartnerschaften Lalín in Spanien seit 2004 Lalinde in Frankreich seit 1974 Linden/Holstein in Deutschland seit 1974 Linden/Lubbeek in Belgien seit 1974 Linden/Cuijk in den Niederlanden seit 1974

Wappen Offizielle Beschreibung des Gemeindewappens: In Gold ein grüner, rot bewehrter und feuerspeiender, schreitender Drache. Die Gemeindefarben sind Grün-Gelb.

Weblinks

Homepage der Marktgemeinde St. Georgen am Walde

Einzelnachweise

Kategorie:Aist-Naarn-Kuppenland