Alberndorf in der Riedmark ist eine Gemeinde mit Einwohnern (Stand ) in Oberösterreich im Bezirk Urfahr-Umgebung im oberen Mühlviertel. Die Gemeinde liegt im Gerichtsbezirk Urfahr.
Geografie Alberndorf in der Riedmark liegt auf einer Höhe von im oberen Mühlviertel. Das größte Gewässer ist die Große Gusen. Sie durchfließt die Gemeinde von Norden nach Süden, wo mit 360 Meter Seehöhe der tiefste Punkt der Gemeinde liegt. Im Norden liegen mit der Schwarzau und dem Zeurzer Berg (760 m) die höchsten Erhebungen.
Die Ausdehnung beträgt von Nord nach Süd 8,1 und von West nach Ost 8,3 Kilometer. Die Gesamtfläche umfasst Quadratkilometer.
Flächenaufteilung:
Gemeindegliederung Das Gemeindegebiet umfasst folgende Ortschaften (in Klammern Einwohnerzahl Stand ):
Nachbargemeinden
Geschichte Das älteste Zeugnis für die Besiedlung des Gemeindegebietes ist das bronzezeitliche Brandgrab in Veitsdorf.Paul Löffler: Geschichtliches über das südliche mittlere Mühlviertel in altersgrauer Zeit. In: Heimatgaue. Jahrgang 12, 1931, S. 100 (). Das Hügelgrab hat einen Durchmesser von 13 Metern, und bei seiner Öffnung im Jahr 1925 wurden verschiedene Artefakte innerhalb eines mächtigen Steinkranzes aufgefunden.
Ursprünglich im Ostteil des Herzogtums Bayern liegend, gehörte der Ort seit dem 12. Jahrhundert zum Herzogtum Österreich, seit 1490 zum Fürstentum Österreich ob der Enns.
Die urkundlich ältesten Ortsteile sind Pröselsdorf (datiert auf 1111), Riedegg (1157/1159), Kelzendorf, Spattendorf und Weikersdorf (datiert auf 1171). Um 1417 wird Albandorf erstmals urkundlich erwähnt, wobei der Name vom althochdeutschen Personennamen Albani herzuleiten ist. Im 17. Jahrhundert wurde der Ortsname nach der mittelhochdeutschen Bezeichnung für alber Pappel im Sinne von „Dorf bei Pappelbäumen“ volksetymologisch umgedeutet.
Die unter Kaiser Joseph II. im Jahr 1784 geschaffenen Katastralgemeinden Oberndorf, Pröselsdorf und Steinbach wurden 1850 zur politischen Gemeinde Alberndorf vereinigt, weil sich dort die Kirche und die Schule befanden. Änderungen der Gemeindegrenzen gab es 1882 (Ramersdorf und Schwarzendorf kamen von Alberndorf zu Altenberg) und 1921 (Hadersdorf kam von Neumarkt zu Alberndorf).Leopold Hemmelmayr: Seit 1850 ist Alberndorf eine selbständige politische Gemeinde. Aus drei wurde eins. In: Die Gemeinde Alberndorf in der Riedmark. 2001, S. 205.
Im 19. Jahrhundert verlief die Pferdeeisenbahn Budweis–Linz–Gmunden durch das Gemeindegebiet von Alberndorf. Die Eisenbahnbrücke der ehemaligen Mittelstation Bürstenbach steht unter Denkmalschutz ().
Nach dem Anschluss Österreichs an das Deutsche Reich am 13. März 1938 wurde Oberösterreich zum Gau Oberdonau. Nach 1945 erfolgte die Wiederherstellung Oberösterreichs.
Im Jahr 2018 wurden die Vergabe neuer Straßenbezeichnungen beschlossen und umgesetzt. Dabei kam es auch zu kuriosen Fällen, sodass beispielsweise die beiden alteingesessenen Häuser Schlammersdorf 1 und 2 aufgrund der Orientierungsnummerierung ihre Hausnummern tauschten.
Einwohnerentwicklung
Kultur- und Sehenswürdigkeiten mini|Burgruine Riedegg mini|hochkant|Pfarrkirche Alberndorf in der Riedmark
Sehenswürdigkeiten
Burgruine Riedegg Burgruine Klamleiten Schloss Riedegg Pfarrkirche Alberndorf in der Riedmark Der Zehentstadl in Hadersdorf ist mit der Jahreszahl 1587 bezeichnet. Dorthin lieferten die Untertanen der Herrschaft Weinberg ihren Zehent.
Regelmäßige Veranstaltungen Seit 2003 veranstaltet die Gemeinde jährlich die Alberndorfer Kulturtage. Seit 2007 vergibt die Gemeinde jährlich den Lyrik/Prosa/Märchenpreis AKUT.
Wirtschaft und Infrastruktur
Von den 159 landwirtschaftlichen Betrieben des Jahres 2010 waren 70 Vollerwerbsbauern. Diese bewirtschafteten 68 Prozent der Flächen. Im Produktionssektor arbeiteten 74 Erwerbstätige in der Bauwirtschaft, 47 im Bereich Herstellung von Waren, 2 in der Wasserver- und Abfallentsorgung und 1 in der Energieversorgung. Die wichtigsten Arbeitgeber des Dienstleistungssektors waren die Bereiche soziale und öffentliche Dienste (133), Handel (56) und Beherbergung und Gastronomie (30 Mitarbeiter). WirtschaftssektorAnzahl BetriebeErwerbstätige2011200120112001Land- und Forstwirtschaft 1)159173142117Produktion3624124128Dienstleistung12270275222 1) Betriebe mit Fläche in den Jahren 2010 und 1999
Politik
Gemeinderat Der Gemeinderat hat 25 Mitglieder.
Gemeinderatswahlen in Oberösterreich 1997: ÖVP 17, SPÖ 5, FPÖ 3. Gemeinderatswahlen in Oberösterreich 2003: ÖVP 15, SPÖ 9, FPÖ 1. Gemeinderatswahlen in Oberösterreich 2009: ÖVP 16, SPÖ 5, FPÖ 4. Gemeinderatswahlen in Oberösterreich 2015: ÖVP 17, SPÖ 4, FPÖ 4. Gemeinderatswahlen in Oberösterreich 2021: ÖVP 13, FPÖ 4, GRÜNE 4, SPÖ 4.
Bürgermeister Bürgermeister seit 1850 waren:
Wappen Blasonierung: Von Grün und Rot durch einen goldenen Ast mit je einem goldenen, oben aufwärts, unten abwärts gewendeten Blatt der Weißpappel schräg geteilt. Die Gemeindefarben sind Grün-Gelb-Rot.
Gemeindepartnerschaften
2001 Wackersdorf in Bayern, Deutschland
Persönlichkeiten
Söhne und Töchter der Gemeinde
Michael Huemer (1777–1849) vulgo Kalchgruber, „Bauernadvokat“ Oddo Loidol (* 1858), Musiker, Widmungsträger von Anton Bruckners Locus iste und Christus factus est Ingrid Oberkanins (* 1964), Musikerin Hannes Seyer (* 1967), Tischtennis-Nationalspieler, -trainer und Funktionär Franziska Fleischanderl (* 1983), Musikerin und Musikwissenschaftlerin
Mit der Gemeinde verbundene Persönlichkeiten
Gotho Griesmeier (* 1971), Opernsängerin, lebt in Alberndorf Roland Steidl (* 1956), Philosoph, Erwachsenenbildner und Autor, lebt in Steinbach
Literatur Gottfried Fitzinger: Gallneukirchen. Ein Heimatbuch für die Gemeinden Gallneukirchen, Engerwitzdorf, Unterweitersdorf u. Alberndorf. Heimatverein Gallneukirchen und Umgebung, 1982, Kapitel „Alberndorf“ S. 575–587. Gemeinde Alberndorf (Hrsg.): Die Gemeinde Alberndorf in der Riedmark. Wissenswertes aus Archiven, Chroniken und mündlichen Überlieferungen. Druckerei Trauner, Linz 2001, 383 Seiten.
Richard Wall: Mühlen, Mägde und Rebellen. Geschichte und Geschichten aus dem Gusental: Alberndorf, Altenberg, Engerwitzdorf, Gallneukirchen, Katsdorf, Unterweitersdorf. Steinmaßl, Grünbach 2007, „Alberndorf“ S. 47–62. Naturraumkartierung Oberösterreich. Landschaftserhebung Gemeinde Alberndorf in der Riedmark. Endbericht. Gutachten Naturschutzabteilung Oberösterreich. 2008, S. 1–203 ().
Weblinks
Homepage der Gemeinde
Einzelnachweise
Kategorie:Zentralmühlviertler Hochland