mini|Die Gemeinde Fornach aus Blickrichtung der Aussichtsplattform mit einer Nebelbank über dem Vöcklatal

Fornach ist eine Gemeinde in Oberösterreich im Bezirk Vöcklabruck im Hausruckviertel mit Einwohnern (Stand ). Die Gemeinde liegt im Gerichtsbezirk Vöcklabruck.

Geografie Fornach liegt auf 565 m Höhe im Hausruckviertel, nordwestlich von Vöcklamarkt, im südlichen Hausruck und Kobernaußerwald-Zug im Tal der Fornacher Redl.

Die Ausdehnung der Gemeinde beträgt von Nord nach Süd 5,7 km, von West nach Ost 6,3 km. Die Gesamtfläche beträgt 17,70 km², 56,7 % der Fläche ist bewaldet, 37,6 % landwirtschaftlich genutzt.

Die höchste Erhebung ist die Ries’n in Norden mit ca. 730 Metern (auf Gemeindegebiet, Hauptgipfel Hobelsberg, 777 m, Gem. Frankenburg), im Westen liegt das Meisterholz (711 m, Gem. Pöndorf).

Gemeindegliederung Das Gemeindegebiet umfasst 24 Ortschaften (in Klammern Einwohnerzahl Stand ):

Die Gemeinde besteht aus zwei Katastralgemeinden: Fornach und Walligen.

Benachbarte Gemeinden

Dabei ist das Redlbachtal politisch durchaus zergliedert, flussaufwärts liegt ab der Mündung in die Vöckla Gemeindegebiet von Vöcklamarkt, Pfaffing, dann Fornach, kurz rechtsufrig Pöndorf, dann auch links Redleiten, linksufrig Frankenburg.

Geschichte Ortsgeschichte Über das Redltal wanderten die Bayern in das Gebiet von Fornach ein.

Ursprünglich im Ostteil des Herzogtums Bayern liegend, gehörte der Ort seit dem 12. Jahrhundert zum Herzogtum Österreich. Seit 1490 wird er dem Fürstentum Österreich ob der Enns zugerechnet.

Während der Napoleonischen Kriege war der Ort mehrfach besetzt.

Durch die Reformen von Kaiser Joseph II. 1780 bis 1790 wurde 1787 die Pfarre Fornach geschaffen, wobei 21 Ortschaften aus dem Pfaffinger Kirchensprengel zur neuen josephinischen Pfarre Fornach gekommen sind.

Seit 1918 gehört der Ort zum Bundesland Oberösterreich. Nach dem Anschluss Österreichs an das Deutsche Reich am 13. März 1938 gehörte der Ort zum Gau Oberdonau. 1945 erfolgte die Wiederherstellung Oberösterreichs.

Einwohnerentwicklung

mini|Pfarrkirche hl. Leopold

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Pfarrkirche Fornach

Wirtschaft und Infrastruktur Wirtschaftssektoren Von den 51 landwirtschaftlichen Betrieben des Jahres 2010 wurden zwanzig im Haupt-, dreißig im Nebenerwerb und eine von einer juristischen Person geführt. Im Produktionssektor arbeiteten 35 Personen im Bereich Herstellung von Waren und elf im Baugewerbe. Die größten Arbeitgeber im Dienstleistungssektor waren die Bereiche freiberufliche Dienstleistungen (81), soziale und öffentliche Dienste (17) und der Handel (11 Erwerbstätige). WirtschaftssektorAnzahl BetriebeErwerbstätige2011200120112001Land- und Forstwirtschaft 1)51795051Produktion944716Dienstleistung352112638 1) Betriebe mit Fläche in den Jahren 2010 und 1999

Arbeitsmarkt, Pendeln Im Jahr 2011 lebten 510 Erwerbstätige in Fornach. Davon arbeiteten 115 in der Gemeinde, mehr als drei Viertel pendelten aus.

Politik Gemeinderat

Der Gemeinderat hat 13 Mitglieder. Nach den Gemeinderats- und Bürgermeisterwahlen in Oberösterreich hatte/hat der Gemeinderat folgende Verteilungen: 1997: 9 ÖVP, 2 FPÖ und 2 SPÖ. 2003: 10 ÖVP, 2 SPÖ und 1 FPÖ. 2009: 10 ÖVP, 2 SPÖ und 1 FPÖ. 2015: 9 ÖVP, 3 FPÖ und 1 SPÖ. 2021: 10 ÖVP und 3 FPÖ.

Bürgermeister Bürgermeister seit 1850 waren:

Wappen rechts|150px Blasonierung: „Gespalten von Gold und Grün; rechts und links je ein aufrechtes Farnblatt in gewechselten Farben.“ Die Gemeindefarben sind Gelb-Grün.

Das 1975 verliehene Gemeindewappen erklärt als redendes Wappen den Ortsnamen als „Gegend, in welcher Farnkräuter wachsen“.Herbert Erich Baumert: Die Wappen der Städte, Märkte und Gemeinden Oberösterreichs (4. Nachtrag 1973–1976). In: Oberösterreichische Heimatblätter. Heft 1/2, 1977, S. 11 ().

Literatur Anton Wilhelm: Geschichte von Vöcklamarkt, Pfaffing und Fornach. Verfaßt unter Einbeziehung der „Geschichte des Marktes und der Pfarre Vöcklamarkt“ von Hugo Jud (1903). Hrsg. von der Marktgemeinde Vöcklamarkt und den Gemeinden Pfaffing und Fornach, Vöcklamarkt 1975. Fornach. Seine Menschen und ihre Häuser. Moserbauer, Ried im Innkreis 2003. Naturraumkartierung Oberösterreich. Landschaftserhebung Gemeinde Fornach. Endbericht. Gutachten Naturschutzabteilung Oberösterreich. 2006, S. 1–48 ().

Weblinks

Einzelnachweise

Kategorie:Hausruck und Kobernaußerwald Kategorie:Ort im Einzugsgebiet Vöckla