Frankenmarkt ist eine Marktgemeinde in Oberösterreich im Bezirk Vöcklabruck im Hausruckviertel mit Einwohnern (Stand ). Die Gemeinde liegt im Gerichtsbezirk Vöcklabruck.

Geografie Frankenmarkt liegt an der Vöckla westlich von Vöcklabruck. Der tiefste Punkt der Gemeinde liegt 500 Meter über dem Meer. Von Süden mündet die Freudenthaler Ache in die Vöckla, nach Norden steigt das Gemeindegebiet zum Kobernaußerwald an.

Die Ausdehnung beträgt von Nord nach Süd 5,8 und von West nach Ost 5,2 Kilometer. Die Gemeinde hat eine Fläche von 18,47 Quadratkilometer. Davon sind 53 Prozent landwirtschaftliche Nutzfläche, 32 Prozent sind bewaldet.

Gemeindegliederung Das Gemeindegebiet umfasst folgende Ortschaften (in Klammern Einwohnerzahl Stand ):

Nachbargemeinden

Geschichte Im Jahr 201 nach Christus wird an der Römerstraße, die durch Frankenmarkt, Höhenwarth, Pöndorf und Obermühlham verläuft, bei Mösendorf ein Meilenstein „dreihundertdreißigtausend Doppelschritte von Iuvavum“ (Salzburg) aufgestellt. 487 ziehen die Römer ab. Die neuerliche Besiedelung erfolgte dann durch die Bajuwaren von 500 bis 700.

Das heutige Frankenmarkt entstand zwar erst 1160 aus dem damaligen Habbingen, doch der Ursprung des Ortes ist wesentlich älteren Datums. 1236 wurde Frankenmarkt das Marktrecht durch Kaiser Friedrich II. verliehen und fällt 1289 gebietsmäßig an die Schaumburger. 1351 kaufen die Habsburger die Herrschaft Frankenburg. 1578 wurde Stauff durch Kaiser Rudolf II. zu einem adeligen Edelsitz erhoben. Für kurze Zeit, zwischen 1810 und 1816, gehörte Frankenmarkt zu Bayern. 1848 wurde die Gemeinde Frankenmarkt gegründet.

Einwohnerentwicklung

Kultur und Sehenswürdigkeiten mini|Pfarrkirche Frankenmarkt mini|Schloss Stauff

Schloss Stauff Evangelische Versöhnungskirche (Frankenmarkt) Katholische Pfarrkirche Frankenmarkt hl. Nikolaus Katholische Filialkirche Auleiten Maria Hilf

Wirtschaft und Infrastruktur Wirtschaftssektoren Von den 58 landwirtschaftlichen Betrieben des Jahres 2010 wurden 36 im Haupt-, 20 im Nebenerwerb und je einer von einer Personengemeinschaft und einer juristischen Person geführt. Im Produktionssektor arbeiteten 804 Erwerbstätige im Bereich Warenherstellung, 110 in der Bauwirtschaft, 48 im Bereich Energieversorgung und fünf in der Wasserver- und Abfallentsorgung. Die wichtigsten Arbeitgeber des Dienstleistungssektors waren die Bereiche soziale und öffentliche Dienste (225), Finanz- und Versicherungsdienstleistungen (198) und der Handel (178 Mitarbeiter). WirtschaftssektorAnzahl BetriebeErwerbstätige2011200120112001Land- und Forstwirtschaft 1)58866478Produktion63489671119Dienstleistung147113759642 1) Betriebe mit Fläche in den Jahren 2010 und 1999

Arbeitsmarkt, Pendeln Frankenmarkt hat eine ausgeglichene Pendlerbilanz. Von den 1685 Erwerbstätigen, die 2011 in Frankenmarkt wohnten, arbeiteten 646 in der Gemeinde. Knapp über 1000 Menschen pendelten aus, dafür kamen 1100 zur Arbeit nach Frankenmarkt.

Unternehmen Getränkefirma Starzinger

Verkehr Eisenbahn: Durch das südliche Gemeindegebiet verläuft die Westbahn. Straße: Die wichtigste Straßenverbindung ist die Bundesstraße B1. mini|Gemeindeamt

Politik Gemeinderat Der Gemeinderat hat insgesamt 25 Mitglieder. Mit den Gemeinderats- und Bürgermeisterwahlen in Oberösterreich 2003 hatte der Gemeinderat folgende Verteilung: 12 ÖVP, 10 SPÖ, 2 SONST und 1 FPÖ. Mit den Gemeinderats- und Bürgermeisterwahlen in Oberösterreich 2009 hatte der Gemeinderat folgende Verteilung: 12 ÖVP, 10 SPÖ, 2 SONST und 1 FPÖ. Mit den Gemeinderats- und Bürgermeisterwahlen in Oberösterreich 2015 hatte der Gemeinderat folgende Verteilung: 11 ÖVP, 6 FPÖ, 5 SPÖ und 3 Bürgerliste Frankenmarkt. Mit den Gemeinderats- und Bürgermeisterwahlen in Oberösterreich 2021 hat der Gemeinderat folgende Verteilung: 14 ÖVP, 5 SPÖ, 4 FPÖ und 2 Bürgerliste Frankenmarkt (BLF).

Bürgermeister

Bürgermeister seit 1849 waren:

Wappen Offizielle Beschreibung des Gemeindewappens von Frankenmarkt: „Durch eine erniedrigte, silberne Leiste geteilt; oben in Blau drei silberne, 1:2 gestellte heraldische Lilien; unten Grün.“ In mittelalterlicher mythologischer Sicht wurden die Lilien auch den Franken als Wappenzeichen zugesprochen. Im 11. Jahrhundert wurde der Ort von den Bamberger Bischöfen durch fränkische Siedler erschlossen, daher die Lilien. Das Silberband symbolisiert die Vöckla. Das Wappen wurde 1976 verliehen.

Die Gemeindefarben von Frankenmarkt sind Blau-Weiß-Grün.

Amtliche Wetterstation Seit Oktober 2003 betreibt die Marktgemeinde Frankenmarkt die erste Wetterstation des Österreichischen Rundfunks Ö3 mit der WMO-ID 11352 auf einer Höhe von Dort wird auch die Amateurfunkrelaisstation Frankenmarkt OÖ Messstelle Pointen (ADL503) betrieben. Die Daten der Wetterstation werden über das Internet und zusätzlich via Amateurfunk übermittelt.

Persönlichkeiten Ehrenbürger der Gemeinde 2004: August Starzinger (* 1943), UnternehmerBiographie in Reportage der OÖ Nachrichten vom 21. Mai 2007 (Zugriff am 28. Oktober 2019) 2004: Guntram Weissenberger (1926–2012), Unternehmer 2004: Martin Wilhelm, Bürgermeister von Frankenmarkt 1991–2002 2018: Manfred Hadinger, Bürgermeister von Frankenmarkt 2003–2017 Söhne und Töchter der Gemeinde

Friedrich Gehmacher I. (1866–1942), Direktor der Arbeiter-Versicherungsanstalt, Mitbegründer der Salzburger Festspiele Friedrich Frank (1871–1945), Maler Franz Faltis (1885–1963), Professor der Pharmazeutischen Chemie Alois Huemer (1905–1985), Tischlermeister, Politiker und Abgeordneter zum Nationalrat Herbert Grau (1916–1973), Erwachsenenbildner Franz Neidl (1917–2009), bedeutende Persönlichkeit der Wirtschaftskammer Salzburg nach dem Zweiten Weltkrieg Helmut Krackowizer (1922–2001), Motorradrennfahrer und Motorfachjournalist Guntram Weissenberger (1926–2012), Unternehmer Wilhelm Zellner (* 1932), Bauingenieur Lucia Leidenfrost (* 1990), Schriftstellerin und Linguistin Mit der Gemeinde verbundene Persönlichkeiten

Hans Wunder (1886–1962), Maler und Grafiker und Lehrer Friedrich Konrad (* 1967), Gewichtheber Weblinks

Webpräsenz der Gemeinde Frankenmarkt

Einzelnachweise

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