Atzbach ist eine Gemeinde in Oberösterreich im Bezirk Vöcklabruck im Hausruckviertel mit Einwohnern (Stand ). Die Gemeinde liegt im Gerichtsbezirk Vöcklabruck.

Geografie Der Ort Atzbach liegt auf 464 m Höhe im Hausruckviertel, einige bewaldete Hügel erreichen Höhen von über 500 Meter. Die Ausdehnung beträgt von Nord nach Süd 6 km, von West nach Ost 5,2 km. Die Gemeinde hat eine Fläche von vierzehn Quadratkilometer, davon werden mehr als drei Viertel landwirtschaftlich genutzt, vierzehn Prozent sind bewaldet.

Gemeindegliederung Das Gemeindegebiet umfasst folgende 21 Ortschaften (in Klammern Einwohnerzahl Stand ):

Die Gemeinde besteht aus der Katastralgemeinde Atzbach.

Nachbargemeinden

Geschichte

Erstmals urkundlich erwähnt wurde Otesbach (Atzbach) im Jahr 1120. Zehn Jahre später wird ein Dietmar Chotepach (Köppach) genannt. Sein Name und Rudolf Chotepach scheinen in den folgenden Jahrzehnten mehrfach auf. Um 1344 wird erstmals das Schloss Köppach mit seinem Besitzer Ulrich der Anhanger erwähnt, als er dem Grafen von Schaunburg seine Dienstbarkeit gelobt. In den folgenden Jahrhunderten sind die wechselnden Besitzer des Schlosses gut dokumentiert. Im Jahr 1858 brannte das dreistöckige Schloss nach einem Blitzschlag ab und wurde nur noch zweigeschoßig aufgebaut. Nach einem schweren Unwetter wurde das Gebäude in den 60er Jahren des 20. Jahrhunderts abgetragen. mini|120px|Künstliche Höhle in Reichering: Beratungskammer In der Ortschaft Reichering wurde eine sehr detailreiche künstliche Höhle mit zwei Etagen und mehreren Kammern entdeckt. Das Reiterschwert, das beim Ausräumen des oberen Teils der Höhle gefunden wurde, stammt aus der Zeit des Dreißigjährigen Krieges. Beschrieben wurde die Anlage in ihren Einzelheiten von dem Höhlenforscher Lambert Karner, der auch einen Höhlenplan anfertigte.P. Lambert Karner: Künstliche Höhlen aus alter Zeit. Wien 1903, Nachdruck 2018, ISBN 978-3-96401-000-1, Reichering, S. 191–193.

Während der Napoleonischen Kriege war der Ort mehrfach besetzt.

Seit 1918 gehört der Ort zum Bundesland Oberösterreich. Nach dem Anschluss Österreichs an das Deutsche Reich am 13. März 1938 gehörte der Ort zum Gau Oberdonau. Nach 1945 erfolgte die Wiederherstellung Oberösterreichs.

Die Gemeinde war bis Ende 2004 Teil des Gerichtsbezirks Schwanenstadt und wurde per 1. Jänner 2005 Teil des Gerichtsbezirks Vöcklabruck.

Einwohnerentwicklung

Kultur und Sehenswürdigkeiten mini|Schloss Aigen mini|Pfarrkirche Atzbach

Schloss Köppach Schloss Aigen (Atzbach) Schloss Katzenberg (Atzbach) Pfarrkirche Atzbach

Wirtschaft und Infrastruktur Der größte Arbeitgeber der Gemeinde ist die Firma Peneder in Ritzling.

Wirtschaftssektoren Von den 58 landwirtschaftlichen Betrieben des Jahres 2010 waren 38 Haupterwerbsbauern. Diese bewirtschafteten achtzig Prozent der Flächen. Im Produktionssektor arbeiteten 122 Erwerbstätige im Bereich Herstellung von Waren und 96 im Baugewerbe. Die wichtigsten Arbeitgeber des Dienstleistungssektors waren die Bereiche freiberufliche Dienstleistungen (97), Handel (62) und soziale und öffentliche Dienste (30 Mitarbeiter). WirtschaftssektorAnzahl BetriebeErwerbstätige2011200120112001Land- und Forstwirtschaft 1)58767082Produktion2214223203Dienstleistung472121672 1) Betriebe mit Fläche in den Jahren 2010 und 1999

Arbeitsmarkt, Pendeln Im Jahr 2011 lebten 564 Erwerbstätige in Atzbach. Davon arbeiteten 178 in der Gemeinde, mehr als zwei Drittel pendelten aus. Von den umliegenden Gemeinden kamen 331 Menschen zur Arbeit nach Atzbach.

Politik

Der Gemeinderat hat 13 Mitglieder. Mit den Gemeinderats- und Bürgermeisterwahlen in Oberösterreich 2003 hatte der Gemeinderat folgende Verteilung: 19 ÖVP. Mit den Gemeinderats- und Bürgermeisterwahlen in Oberösterreich 2009 hatte der Gemeinderat folgende Verteilung: 15 ÖVP und 4 FPÖ. Mit den Gemeinderats- und Bürgermeisterwahlen in Oberösterreich 2015 hatte der Gemeinderat folgende Verteilung: 13 ÖVP und 6 FPÖ. Mit den Gemeinderats- und Bürgermeisterwahlen in Oberösterreich 2021 hat der Gemeinderat folgende Verteilung: 8 ÖVP und 5 FPÖ.

Bürgermeister Bürgermeister seit 1850 waren:

Wappen Blasonierung: In Gold ein schwarzer, mit silbernem Wellenbalken belegter Schrägbalken, aus dem oben ein grünes, über den Schrägbalken nach unten gebogenes Lindenblatt wächst. Die Gemeindefarben sind Grün-Gelb-Grün.

Das 1975 verliehene Gemeindewappen beruht in vereinfachter Form auf dem Wappen des Geschlechts der Anhanger, die bis ins 16. Jahrhundert Besitzer des Schlosses Köppach waren. Der hinzugefügte Wellenbalken verweist auf den Ortsnamen.Herbert Erich Baumert: Die Wappen der Städte, Märkte und Gemeinden Oberösterreichs (4. Nachtrag 1973–1976). In: Oberösterreichische Heimatblätter. Heft 1/2, 1977, S. 8 f. ().

Literatur Naturraumkartierung Oberösterreich. Landschaftserhebung Gemeinde Atzbach. Endbericht. Gutachten Naturschutzabteilung Oberösterreich. 2005, S. 1–88 ().

Weblinks

Homepage von Atzbach

Atzbach, Landesgeschichte auf der Website des Landes Oberösterreich

Einzelnachweise

Kategorie:Ort im Einzugsgebiet Ager Kategorie:Hausruckviertler Hügelland Kategorie:Katastralgemeinde im Bezirk Vöcklabruck