Kematen am Innbach ist eine Marktgemeinde in Oberösterreich im Bezirk Grieskirchen im Hausruckviertel mit Einwohnern (Stand ).

Geografie Der Ort Kematen am Innbach liegt auf einer Höhe von etwa zehn Kilometer westlich von Wels. Die Entwässerung des südlichen Teils erfolgt durch den Innbach, im Norden fließt der Sulzbach. Die bewaldeten Hügel dazwischen und an der Gemeindegrenze im Norden und im Süden erreichen Höhen von 450 Meter.

Die Ausdehnung beträgt von Nord nach Süd 5 und von West nach Ost 4,9 Kilometer. Die Gemeinde hat eine Fläche von 13 Quadratkilometer. Davon werden 71 Prozent landwirtschaftlich genutzt, 17 Prozent sind bewaldet.

Gemeindegliederung Das Gemeindegebiet umfasst folgende 18 Ortschaften (in Klammern Einwohnerzahl Stand ):

Die Gemeinde besteht aus den Katastralgemeinden Kematen, Steinerkirchen und Straß.

Die Gemeinde liegt im Gerichtsbezirk Grieskirchen.

Nachbargemeinden

Geschichte Ortsgeschichte Ursprünglich im Ostteil des Herzogtums Bayern liegend, gehörte der Ort seit dem 12. Jahrhundert zum Herzogtum Österreich. Urkunden aus den Jahren 1247 und 1249, die den Besitz des Klosters Kremsmünster zusammenfassen, nennen erstmals die Pfarrkirche Steinerkirchen. Kematen selbst wurde im Jahr 1384 erstmals schriftlich erwähnt. Seit 1490 wird er dem Fürstentum Österreich ob der Enns zugerechnet. Während der Napoleonischen Kriege war der Ort mehrfach besetzt.

Seit 1918 gehört der Ort zum Bundesland Oberösterreich. Nach dem Anschluss Österreichs an das Deutsche Reich am 13. März 1938 gehörte der Ort zum Gau Oberdonau. 1945 erfolgte die Wiederherstellung Oberösterreichs.

Einwohnerentwicklung

1991 hatte die Gemeinde laut Volkszählung 1.072 Einwohner, 2001 dann 1.261 Einwohner. Da auch von 2001 bis 2011 sowohl die Geburtenbilanz als auch die Wanderungsbilanz positiv blieben, wuchs die Bevölkerungszahl auf 1.345 Personen im Jahr 2011 und weiter auf 1425 im Jahr 2021.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Wirtschaft und Infrastruktur Wirtschaftssektoren Von den 45 landwirtschaftlichen Betrieben des Jahres 2010 wurden 14 im Haupt-, 26 im Nebenerwerb und fünf von Personengemeinschaften geführt. Die Haupterwerbsbauern bewirtschafteten beinahe drei Viertel der Flächen. Im Produktionssektor arbeiteten 55 Erwerbstätige im Sektor Herstellung von Waren und fünf in der Bauwirtschaft. Die wichtigsten Arbeitgeber des Dienstleistungssektors waren die Bereiche Handel (80) und soziale und öffentliche Dienste (30 Mitarbeiter). Wirtschaftssektor Anzahl Betriebe Erwerbstätige2011200120112001Land- und Forstwirtschaft 1)45602832Produktion896075Dienstleistung5133144101 1) Betriebe mit Fläche in den Jahren 2010 und 1999

Arbeitsmarkt, Pendeln Im Jahr 2011 lebten 684 Erwerbstätige in Kematen am Innbach. Davon arbeiteten 111 in der Gemeinde, mehr als achtzig Prozent pendelten aus.

Verkehr Eisenbahn: Der nächste Bahnhof befindet sich im zehn Kilometer entfernten Wels. Straße: Durch das Gemeindegebiet verläuft die Innkreis Autobahn A8.

Politik

Gemeinderat Der Gemeinderat hat 19 Mitglieder. Mit den Gemeinderats- und Bürgermeisterwahlen in Oberösterreich 2003 hatte der Gemeinderat folgende Verteilung: 10 ÖVP, 5 SPÖ und 4 FPÖ. Mit den Gemeinderats- und Bürgermeisterwahlen in Oberösterreich 2009 hatte der Gemeinderat folgende Verteilung: 9 ÖVP, 6 SPÖ und 4 FPÖ. Mit den Gemeinderats- und Bürgermeisterwahlen in Oberösterreich 2015 hatte der Gemeinderat folgende Verteilung: 8 FPÖ, 6 ÖVP und 5 SPÖ. Mit den Gemeinderats- und Bürgermeisterwahlen in Oberösterreich 2021 hat der Gemeinderat folgende Verteilung: 7 ÖVP, 7 SPÖ und 5 FPÖ.Wahl Oberösterreich 2021 orf.at

Bürgermeister

Bürgermeister seit 1850 waren:

Wappen 60px|links Blasonierung: Von Rot und Silber siebenmal geteilt; in der Mitte ein blaues herzförmiges Schildchen, belegt mit dem goldenen Antiqua-Versalbuchstaben G.

Das Wappen wurde 1620 von Kaiser Ferdinand II. zugleich mit der Markterhebung verliehen. Die rot-weißen Streifen sind (allerdings schräglinks gestellt) das Stammwappen der Polheimer, die zu den prominentesten Uradelsfamilien des Landes zählten. Der Buchstabe im „Herzschild“ ist zu Ehren Gundackers von Polheim aufgenommen, der die Markterhebung und Wappenverleihung vom Kaiser erwirkte.Wappen der Gemeinde Kematen a.Innbach, Land Oberösterreich

Persönlichkeiten

Töchter und Söhne der Gemeinde

Andreas Kornhuber (1824–1905), Naturhistoriker und Hochschullehrer Josef Steininger (1848–1921), Orgelbauer

Literatur Hubert Leeb: Blätter zur Geschichte des 300jährigen Marktes Kematen am Innbach am 11. Juni 1920. Sagen aus dem Innbachtale und seiner Umgebung. 1920 (). Wilhelm Sturm: Markt Kematen am Innbach. 375 Jahre. Kulturausschuß der Marktgemeinde Kematen, 1995. Naturraumkartierung Oberösterreich. Landschaftserhebung Gemeinde . Endbericht. Gutachten Naturschutzabteilung Oberösterreich. 2007, S. 1–73 ().

Weblinks

Webpräsenz der Marktgemeinde Kematen am Innbach

Einzelnachweise

Kategorie:Ort im Einzugsgebiet Innbach Kategorie:Hausruckviertler Hügelland