Konstantin Lifschitz (* 10. Dezember 1976 in Charkow, Ukrainische SSR) ist ein russisch-schweizerischer Pianist jüdischer Abstammung.
Werdegang
Mit fünf Jahren kam Lifschitz an das Gnessin-Institut in Moskau. Tatjana Zelikman war seine wichtigste Lehrerin. Mit 13 Jahren gab er im Haus der Gewerkschaften (Moskau) sein erstes Konzert, das begeistert aufgenommen wurde. Zum Examen (1994) spielte er die Goldberg-Variationen, Gaspard de la nuit und Werke von Skrjabin. Seine Lehrer waren Theodor Gutman, Vladimir Tropp, Karl-Ulrich Schnabel, Fou Ts' ong, Alfred Brendel, Leon Fleisher, Rosalyn Tureck, Hamish Milne und Charles Rosen. Lifschitz hat an keinem einzigen Klavierwettbewerb teilgenommen.Mitteilung Lifschitz
Nach der Perestroika begann er in europäischen Musikzentren zu konzertieren. Er konzertierte mit großen Orchestern in der ganzen Welt, u. a. mit den Solisti Veneti, dem MDR-Sinfonieorchester, der Academy of St. Martin in the Fields, der Deutschen Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz, dem Konzerthausorchester Berlin, dem Mozarteumorchester Salzburg, dem Minnesota Orchestra, dem Berner Symphonieorchester, dem London Symphony, der Chicago Symphony, den New Yorker Philharmonikern und den Sankt Petersburger Philharmonikern. Dirigenten waren Andrey Boreyko, Bernard Haitink, Eliahu Inbal, Marek Janowski, Michail Wladimirowitsch Jurowski, Eri Klas, Fabio Luisi, Neville Marriner, Claudio Scimone, Juri Chatujewitsch Temirkanow, Dietrich Fischer-Dieskau, Mstislaw Leopoldowitsch Rostropowitsch.
Konstantin Lifschitz gibt Meisterkurse in der ganzen Welt und unterrichtet seit 2008 eine eigene Klasse an der Musikhochschule Luzern. In der Schweiz nahm er die schweizerische Staatsbürgerschaft an.Thomas Schmoll: Der Pianist, der Kritiker »Kriegstreiber« nennt. In: Spiegel.de, 4. Mai 2023. Er lebt bei Luzern.
Kammermusiker Kammermusik spielt er mit Streichquartetten und Solisten wie Gidon Kremer, Dmitry Sitkovetsky, Patricia Kopatchinskaja, Leila Josefowicz, Mischa Maisky, Lynn Harrell, Carolin Widmann, Bella Davidovich, Valery Afanassiev, Natalia Gutman, Jörg Widmann, Sol Gabetta, Alexei Wolodin, Daishin Kashimoto, Maxim Vengerov, Rostropowitsch († 2007) und Eugene Ugorski (* 1989).
Dirigent Als Dirigent hat Lifschitz verschiedene Orchester und den Gabrielichor geleitet.Gabrielichor
Orchester St. Christopher Kammerorchester Vilnius Kammerphilharmonie Wernigerode Kammerorchester Arpeggione Hohenems Dalarna Sinfonietta Falun Lux Aeterna Budapest I Solisti di Napoli Neapel Neujahreskonzert Langnau in Emmental Stuttgarter Kammerorchester Moskauer Virtuosen Century Orchestra Osaka
Festivals Rheingau Musik FestivalBeim Rheingau Musik Festival führte Lifschitz einige Jahre in einer eigenen Reihe Bachs Gesamtklavierwerk auf Miami International Piano FestivalMiami International Piano Festival Lucerne Festival Schleswig-Holstein Musik Festival Bodenseefestival Weiße Nächte Festival, Sankt Petersburg George Enescu Festival, Bukarest Newport Festival Sommerliche Musiktage Hitzacker Tivoli Festival Kopenhagen Festival "Nuits pianistiques" d’Aix-en-Provence SoNoRo Internationales Kammermusik Festival, Bukarest
CD-Einspielungen Musikalisches Opfer, Drei Toccatas von Girolamo Frescobaldi und Präludium und Fuge Es-Dur BWV 552 Das Wohltemperierte Klavier (DVD) Gottfried von Einem, Klavierkonzert 2. Klavierkonzert (Brahms) Die Kunst der Fuge (2009) Bachs sieben Klavierkonzerte mit dem Stuttgarter Kammerorchester 18. Klavierkonzert (Mozart) (2012) Die gesamte Liste findet sich auf der Webseite von Konstantin Lifschitz.
Widmungswerke James Bolle, Klavierkonzert Wladimir Rjabow, Vier Chromatische EtüdenWerkliste W. Rjabow Jakov Jakoulov, KarussellJakov Jakoulov Boris Yoffe, Muse der Demut Rahel Senn, Song of a MagnoliaRahel Senn Denis Burstein, Variations Denis Burstein Inna Zhvanetskaya, Tanzsuite (Partita)Partita Nimrod Borenstein: Melancholic Mobile (No. 3 aus Reminiscences of Childhood) Colette Mourey: Eaux-Fortes, No. 6: Une promenade (spirituelle) à Rome
Ehrungen Echo (Musikpreis) für das Debütalbum mit Werken von Werken von Bach, Schumann, Medtner und Skrjabin (1995) Grammy Award Nomination für die Goldberg-Variationen (1996) Associate, dann Fellow der Royal Academy of Music Preis des Rowena Reed Kostellow Fund (New York) Hl. Sergius (Moskau)
Weblinks Website von Konstantin Lifschitz Konstantin Lifschitz auf der Website der Hochschule Luzern
Einzelnachweise
Kategorie:Klassischer Pianist Kategorie:Hochschullehrer (Hochschule Luzern) Kategorie:Echo-Klassik-Preisträger Kategorie:Person (Moskau) Kategorie:Person (Charkiw) Kategorie:Schweizer Kategorie:Russe Kategorie:Sowjetbürger Kategorie:Geboren 1976 Kategorie:Mann