Ratingen 04/19 (offiziell: Ratinger Spielvereinigung Germania 04/19) ist ein Sportverein aus Ratingen im Kreis Mettmann. Die erste Fußballmannschaft der Männer spielt seit dem Aufstieg im Jahre 2012 in der fünftklassigen Oberliga Niederrhein. Die erste Fußballmannschaft der Frauen spielte zwei Jahre in der drittklassigen Regionalliga West und nahm einmal am DFB-Pokal teil.

Geschichte mini|100px|Logo SpVgg. 04 Ratingen 1925 Der Verein geht auf den im Jahr 1904 gegründeten FC Alemannia Ratingen zurück. Zwei Jahre später erfolgte der Beitritt zum 1865 gegründeten TV Ratingen, die dadurch eine Fußballabteilung erhielt. Im Jahre 1919 fusionierte die Fußballabteilung des TV Ratingen mit dem 1908 gegründeten BV Vorwärts Ratingen zum TSV Ratingen. Dessen Fußballabteilung wurde schon ein Jahr später im Rahmen der Reinlichen Scheidung als SpVgg 04 Ratingen eigenständig. Im Jahre 1945 nahm die SpVgg 04 Ratingen den Namen SG 04 Ratingen an, kehrte jedoch schon fünf Jahre später zum alten Namen zurück. Im Jahre 1965 fusionierte schließlich die SpVgg 04 Ratingen mit dem ESV Germania Ratingen zu Ratingen 04/19.Hardy Grüne, Christian Karn: Das große Buch der deutschen Fußballvereine. AGON Sportverlag, Kassel 2009, ISBN 978-3-89784-362-2, S. 390.

Männerfußball SpVgg 04 Ratingen Die Fußballer der SpVgg 04 Ratingen stiegen 1926 in die seinerzeit erstklassige Bezirksklasse Berg-Mark auf. Drei Jahre später verpasste die Mannschaft das Endspiel um die Bezirksmeisterschaft gegen Fortuna Düsseldorf, nachdem sie das Entscheidungsspiel um die Staffelmeisterschaft mit 1:3 gegen den SSV Elberfeld verloren. 1932 wurden die Ratinger Vizemeister ihrer Gruppe, allerdings mit zehn Punkten Rückstand auf Meister Fortuna Düsseldorf. Ein Jahr später verpasste die Mannschaft als Tabellenletzter die Qualifikation für die neu geschaffene Gauliga Niederrhein um Längen.

Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges spielten die Ratinger für viele Jahre in der Düsseldorfer Kreisklasse und schafften erst im Jahre 1960 den Aufstieg in die Bezirksklasse. Drei Jahre später folgte dann der Aufstieg in die Landesliga. Es folgte jedoch der direkte Wiederabstieg. Zwei Punkte betrug der Rückstand auf den TSV Ronsdorf. In der folgenden Saison landeten die Ratinger dann im Mittelfeld der Tabelle, bevor der Verein mit dem Kreisligisten ESV Germania Ratingen fusionierte.

Ratingen 04/19 Der Fusionsverein übernahm den Platz in der Bezirksklasse,l kam dort aber zunächst nicht über Mittelfeldplatzierungen hinaus. Erst Anfang der 1970er Jahre ging es sportlich bergauf. Nach Vizemeisterschaften 1972 und 1973 hinter dem TSV Urdenbach bzw. Eintracht Düsseldorf gelang 1974 der Aufstieg in die seinerzeit viertklassige Landesliga. Dort kamen die Ratinger nicht über den Abstiegskampf hinaus und stiegen 1978 wieder in die Bezirksliga ab. Zwei Jahre später ging es hinunter in die Kreisliga A. Nach vielen Jahren in den Düsseldorfer Kreisligen gelang im Jahre 1985 der Wiederaufstieg in die Bezirksliga. Im Jahre 1997 erreichten die Ratinger nach zwei Aufstiegen in Folge erstmalige der Aufstieg in die Verbandsliga Niederrhein. In der Aufstiegssaison 1997/98 konnte die Klasse nur knapp gehalten werden, ehe die Ratinger ein Jahr später Vizemeister hinter dem Amateuren des MSV Duisburg wurden.

Im Jahre 2000 wurde die Mannschaft erneut Vizemeister, dieses Mal hinter der SSVg Velbert und schafften nach einem 2:1-Sieg nach Verlängerung im Entscheidungsspiel gegen den VfL Rheinbach den Aufstieg in die Oberliga Nordrhein. Platz zwölf in der Aufstiegssaison 2000/01 stellte den größten Erfolg dieser Ära dar. Es folgten weitere Jahre des Abstiegskampfes, ehe im Jahre 2004 der Abstieg folgte. Mit unterschiedlichem Erfolg spielte die Mannschaft in der Verbandsliga weiter, ehe sie sich im Jahre 2012 für die neue, fünftklassige Oberliga Niederrhein qualifizierte. Dort spielte die Mannschaft mit unterschiedlichem Erfolg. In der Saison 2014/15 erreichte die Mannschaft überraschend Platz drei. Im Jahre 2023 erreichten die Ratinger das Halbfinale um den Niederrheinpokal, verloren aber bei Rot-Weiß Oberhausen mit 1:3. In der Saison 2025/26 verpassten die Ratinger als Tabellenzweiter die Meisterschaft. Am letzten Spieltag verlor die Mannschaft beim 1. FC Monheim mit 0:2, während dem VfB 03 Hilden ein 1:1 beim SC St. Tönis 11/20 zur Meisterschaft reichte.

Erfolge Aufstieg in die Oberliga Nordrhein: 2000

Frauenfußball Geschichte Der Frauenmannschaft von Ratingen 04/19 gelang im Jahre 2005 der Aufstieg in die Regionalliga West. Nach dem achten Platz in der Aufstiegssaison 2005/06 wurde die Mannschaft während der Spielzeit 2006/07 zurückgezogen. Nachdem die Ratingerinnen das Niederrheinpokalfinale 2005 mit 0:3 gegen den GSV Moers verloren hatten, gewann die Mannschaft ein Jahr später den Pokal durch einen 3:1-Finalsieg über den SV Heckinghausen. Dadurch qualifizierten sich die Ratingerinnen für den DFB-Pokal der Saison 2006/07. Dort traf sie in der ersten Runde auf den Zweitligisten 1. FC Lokomotive Leipzig und verlor mit 1:4 folgte. Erstmals seit dem Rückzug vom Spielbetrieb im Jahre 2007 wurde zur Saison 2015/16 eine neue Frauenmannschaft in der Kreisliga Düsseldorf gemeldet.

Erfolge Niederrheinmeisterschaft: 2005 Niederrheinpokalsieger: 2006

Persönlichkeiten Spieler

Trainer

Stadion Die Heimspiele werden im Stadion Ratingen ausgetragen. Das Stadion hatte in früheren Zeiten eine Kapazität von 10.000 Plätzen. Aus Sicherheitsgründen ist die Kapazität heute auf 5000 Plätze beschränkt, davon 2000 überdachte Sitzplätze. Gespielt wird auf Naturrasen. Die Spielfläche ist von einer Laufbahn umgeben. Das Stadion verfügt über vier Flutlichtmasten. Seit 1997 wird im Stadion Ratingen das Mehrkampf-Meeting Ratingen ausgetragen. Die SSVg Velbert trug 1969 sieben Heimspiele in der Regionalliga in Ratingen aus, da deren eigenes Stadion umgebaut wurde.

Weblinks Offizielle Homepage

Einzelnachweise

Kategorie:Verein im Fußballverband Niederrhein Kategorie:Sportverein (Ratingen) Kategorie:Fußballverein aus dem Kreis Mettmann Kategorie:Vereinsgründung 1904