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Ensembles
Ensemble Ortskern Sankt Wolfgang Das Ensemble umfasst das Zentrum des Wallfahrts-Weilers Sankt Wolfgang. Der Ort liegt abgeschieden im niederbayerischen Hügelland und entwickelte sich bei der spätgotischen, 1411 geweihten Wallfahrtskirche. Die Wallfahrt zum Heiligen Wolfgang setzte Ende des 15. Jahrhunderts ein und erforderte 1554 die Einrichtung einer Kaplanei. Die späte Blütezeit der Wallfahrt im 18. Jahrhundert wird in der barocken Neuausstattung der Kirche, dem barockisierten Turmaufbau und in der Anlage des großen, vierseitig geschlossenen Pfarrhofs südöstlich gegenüber der Kirche – wohl als Nachfolgerbau des alten Kaplanhauses – anschaulich. Dem Pfarrhaus, das zwar ein bäuerliches Blockbau-Obergeschoss besitzt, sich aber durch ein Walmdach besonders auszeichnet, schließen sich Wirtschaftsgebäude mit reichem Bundwerk, ein Traidkasten und andere Nebenbauten an. Einen ebenso großzügigen Wirtschaftshof des späteren 18. Jahrhunderts bildet das Wallfahrergasthaus an der Nordseite der Kirche. Das Wirtshaus selbst, für eine große Wallfahrt unerlässlich, ist ein gleichermaßen stattlicher wie malerischer Blockbau von 1782 mit weit vorstehendem Flachsatteldach; die großen Kastanienbäume vor dem Giebel gehören zum früheren Wirtsgarten. Westlich und südlich der Kirche schließen das alte Mesnerhaus und ein kleiner Einfirsthof des 18. Jahrhunderts den lockeren Ring von Bauten, der sich um die Wolfgangskirche legt. Aktennummer: E-2-75-124-2.
Ensemble Stadtplatz mini|Stadtplatz Bad Griesbach
Der Stadtplatz ist eine gestreckte, nahezu rechteckige Platzanlage, deren nord-südliche Längenausdehnung der Richtung der alten Durchgangsstraße folgt, die den Platz durchläuft. Der Ort war nach dem Aussterben der Griesbacher Grafen zunächst an die Grafen von Ortenburg, dann 1248 an die Wittelsbacher gekommen, die in der Griesbacher Burg ein bedeutendes herzogliches Pfleggericht einrichteten. Der Ausbau des Ortes und die Schaffung eines großen Marktplatzes ist in Zusammenhang mit der Städtepolitik der Herzöge in Niederbayern zu sehen. 1370 erhielt der Ort Marktrecht.
Der Platz ist geschlossen mit zwei- und dreigeschossigen bürgerlichen Wohn- und Geschäftshäusern des 18. und 19. Jahrhunderts umbaut, die im Kern z. T. älteren Ursprungs sind. Neben diesen schlichten, traufseitigen oder giebelständigen Bauten setzen der Giebelbau des Rathauses am Südende des Platzes und behäbige alte Gasthöfe wie die "Post" und der "Bayerische Löwe" sowie die ehemalige Eisenfronveste (Stadtplatz 16) besondere Schwerpunkte.
Aktennummer: E-2-75-124-1
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Siehe auch Liste der Bodendenkmäler in Bad Griesbach im Rottal
Anmerkungen
Literatur
Weblinks
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