mini|hochkant|St. Lukas, Westseite Fleringen ist eine Ortsgemeinde im Eifelkreis Bitburg-Prüm in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Prüm an.

Geographie Fleringen liegt , in einem Ausläufer der Prümer Kalkmulde zwischen Wallersheim und Rommersheim. Die Landschaft ist geprägt von flachen Höhen mit schroffen Dolomit-Kalkfelsen.

Baselt ist ein Ortsteil von Fleringen. Zur Gemeinde gehören auch die Wohnplätze In der Muhl, Lindenhof, Zingsheld, Eisenackerhof und Riedhof.

Geschichte Für eine frühe Besiedlung des Gebietes um Fleringen spricht der Fund von Grabhügeln südlich des Ortes in einem Waldgebiet. Es handelt sich um vier bis sechs Hügelgräber, deren Zeitstellung noch unbekannt ist. Sie liegen wenig östlich der Grabhügelgruppe von Rommersheim.

Seit frühem Mittelalter lagen Grundbesitz, Grundherrschaft, sowie die Hoheitsrechte in Fleringen bei der Trierer Abtei St. Irminen. Nach jahrelangen Streitigkeiten überließ die Abtei St. Irminen im Jahre 1761 die beiden Dörfer Fleringen und Oberhersdorf dem Herzog von Arenberg für 250 Reichstaler jährliche Pacht und er erwarb damit als Lehen die Einkünfte und Rechte der Herrschaft Fleringen.

Die Stockbesitzer zu Fleringen und Oberhersdorf hatten nach der Besitznahme des Landes durch Frankreich (1798) den ausschließlichen Besitz der Waldungen in Anspruch genommen und deshalb einen Prozess gegen die Gemeinde begonnen. Der Präfekt des Saardepartement erhob dagegen eine Konfliktsklage durch einen Beschluss vom 10. Januar 1807. Aufgrund der Beschlüsse auf dem Wiener Kongress (1815) kam Fleringen zum Königreich Preußen. Im Jahre 1817 baten die Stockbesitzer das preußische Ministerium des Innern, die Konfliktsklage zu entscheiden bzw. ihr Eigentumsrecht anzuerkennen. Das Innenministerium entschied zugunsten der Stockbesitzer. Deshalb hat die Gemeinde bis heute keinen Gemeindewald.

Während der Notzeit in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts wanderten viele Einwohner in Richtung USA aus. Der Zweite Weltkrieg richtete im Ort erhebliche Zerstörungen an, die heute kaum noch sichtbar sind.

Statistik zur Einwohnerentwicklung Die Entwicklung der Einwohnerzahl von Fleringen, die Werte von 1871 bis 1987 beruhen auf Volkszählungen:Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Regionaldaten Jahr Einwohner 1815 203 1835 255 1871 296 1905 307 1939 341 Jahr Einwohner 1950 321 1961 333 1970 356 1987 369 2005 338

Politik

Bürgermeister Elisabeth Spoo wurde am 9. Juni 2024 zur Ortsbürgermeisterin von Fleringen gewählt.

Spoos Vorgänger Lothar Lamberty hatte das Amt von 2010 bis 2024 ausgeübt. Lambertys Vorgänger Valentin Ballmann hatte das Amt seit 1994 ausgeübt, es 2010 aber niedergelegt.

Wappen

Sehenswürdigkeiten Katholische Pfarrkirche St. Lukas Die Krausbuchen (Süntel-Buchen) Menhire bei Fleringen

Siehe auch: Liste der Kulturdenkmäler in Fleringen

Persönlichkeiten Johannes Laures SJ (* 1891 in Fleringen; † 1959 in Tokio), in Japan wirkender Jesuit und Hochschullehrer

Weblinks

Internetauftritt der Ortsgemeinde Fleringen Ortsgemeinde Fleringen auf den Seiten der Verbandsgemeinde Prüm

Die Fleringer Menhire (private Website) Die Fleringer Krausbuchen (private Website) Findlinge und Menhire in Fleringen (private Website)

Einzelnachweise

Kategorie:Ort im Eifelkreis Bitburg-Prüm