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Diese Liste gibt den Fortschreibungsstand vom 5. Oktober 2021 wieder und enthält 88 Baudenkmäler.

In dieser Kartenansicht sind Baudenkmäler ohne Koordinaten mit einem roten bzw. orangen Marker dargestellt und können in der Karte gesetzt werden. Baudenkmäler ohne Bild sind mit einem blauen bzw. roten Marker gekennzeichnet, Baudenkmäler mit Bild mit einem grünen bzw. orangen Marker.

Ensembles Ensemble Ortskern Sugenheim Das Ensemble Sugenheim umfasst den gesamten Ortskern mit den Polen der Schlösser im Osten und der Kirche im Westen. Die Begrenzung ist definiert durch die ehemaligen Tore im Osten und Westen, wie das erhaltene Mittlere Torhaus am Marktplatz gegen die Ehe sowie die Reste der Ortsbefestigungsmauer an der Friedhofstraße. Für den 1298 erstmals genannten Ort ist ein erster Befestigungsturm bzw. Bollwerk um 1508 belegt, wovon sich Reste im Anwesen Hauptstraße 40 erhalten haben dürften. Die bestimmende Ortsbefestigung ist jedoch erst im 18. Jahrhundert errichtet worden, wie das Torhaus am Marktplatz zeigt. Diese Charakterisierung des Ortes durch die beiden Pole von Monumentalbauten entspricht noch der Überlieferung von 1504, in der für das „große Dorf“ Sugenheim ein befestigter Kirchhof wie ein starkes Wasserschloss erwähnt ist. Am östlichen Ortseingang erhebt sich also die reiche Baugruppe von Altem (Innerem) und Neuem (Äußerem) Schloss mit zugehörigen Nebengebäuden, ehemals im Besitz der Freiherren von Seckendorff-Aberdar, die sich um Sugenheim einen weitgehend geschlossenen Herrschaftskomplex geschaffen hatten. Die um 1600 auf älterer Grundlage neugebaute wuchtige Dreiflügelanlage des Alten Schlosses mit vier massigen Ecktürmen lässt heute noch etwas von dem Charakter einer ausgedehnten reichsunmittelbaren Adelsherrschaft spüren. Daneben zurückliegend steht das langgestreckte Neue Schloss, das 1746–49 ausgebaut und erweitert wurde. An diese Schlösser schließt sich ein 1796–1802 im englischen Stil gestalteter Schlosspark an, in dem noch zahlreiche Elemente seiner Gartengestaltung und Staffagen erhalten sind. Mit dem westlich vor dem Alten Schloss errichteten Bau der früheren Thurn- und Taxisschen Reichsposthalterei (später Amtshaus) beginnt die geschlossene Bebauung der Hauptstraße, die beiderseits von Bauernhäusern begleitet wird, deren Wohnhäuser zumeist dem Straßenraum den Giebel zukehren. Prägend sind einerseits die eingeschossigen Wohnstallhäuser des 18./19. Jahrhunderts mit Fachwerkgiebeln, andererseits auch breitgelagerte stattliche Walmdachbauten des 18. Jahrhunderts mit Fachwerkobergeschossen. An der Südseite der Straße erstrecken sich die tiefen Hofgrundstücke mit Hausgärten fast bis an die Ehe, an der Nordseite reichen sie bis zur Schlossstraße. Die Schlossstraße, ehemals Judengasse geheißen, wo auch die Synagoge von Sugenheim war, ist durch ihre bescheidene, ursprünglich ganz eingeschossige Bebauung als Nebenstraße von sozial geringerer Bedeutung charakterisiert. Die Hauptstraße mündet westlich in den Marktplatz, der mit dem Mittleren Torhaus zugleich den Haupteingangsraum des Ortes bildet. Nach Westen schließt sich um die Mühlstraße und Kirchgasse ein unregelmäßiger, geordneter Ortsbereich an, den heute noch die Pfarrkirche dominiert, die in ihrer erhöhten Lage mit dem ummauerten Kirchhof noch ihren Ursprung als Wehrkirche zu erkennen gibt, auch wenn sie selber weitgehend ein Neubau von 1754 bis 1765 ist. Aktennummer E-5-75-165-1.

Baudenkmäler nach Gemeindeteilen Sugenheim

Deutenheim

Dutzenthal

Ezelheim

Hürfeld

Ingolstadt

Krassolzheim

Krautostheim

Neundorf

Ullstadt

Frankensteinschloss Barocke Schlossanlage, sogenanntes Frankensteinschloss, Wasserschloss: Hauptbau (), zweieinhalbgeschossiger, vierflügeliger Massivbau mit kleinem Innenhof, Satteldächern und barocker Putzgliederung, von Johann Dientzenhofer, 1718–25, Umgestaltung Mitte 18. Jahrhundert, Dachgauben und Portalrahmung 19. Jahrhundert; mit Ausstattung Flügelbauten () (), zwei einen Ehrenhof bildende, jeweils L-förmige zweigeschossige Mansarddachbauten mit barocker Putzgliederung, von Johann Michael Küchel, 1746–50, an der Westseite je eine Nische mit großer Sandsteinfigur von Ferdinand Dietz, 1750; mit Ausstattung Hoftor () mit Ehrenhofgitter, sechs unterschiedlich große Sandsteinpfeiler mit Vasen- und Trophäenaufsatz, Löwenfiguren und schmiedeeisernem neubarocken Ornamentgitter, 2. Hälfte 19. Jahrhundert, Rocaille 18. Jahrhundert, nach Plänen von Johann Michael Küchel, 1746–50, Figuren von Ferdinand Dietz, 1750, Steinlöwen 1745/46, hierher transloziert 1874; Wassergraben, angelegt vermutlich im 15. Jh., erweitert nach Westen wohl 1735 Mauer (), niedrige, dem Hoftor vorgelagerte Sandsteinquadermauer, im Süden verlängert als Wegeinfassung, wohl 1735 Hofmauer des Meiereihofes () mit genuteten Sandsteinpfeilern und Kugelbesatz, 2. Hälfte 18. Jahrhundert Wohnhaus der Meierei (), zweigeschossiger Walmdachbau mit Eckquaderung, Mitte 18. Jahrhundert Scheune (), zweigeschossiger Walmdachbau mit Satteldachgauben, Oculi im Obergeschoss und Stalleinbauten, Mitte 18. Jahrhundert Remise (), eingeschossiger Walmdachbau mit stichbogigen Toren und Eckquaderung, 2. Hälfte 18. Jh. Gartenpavillon (), eingeschossiger Mansarddachbau mit Segmentgiebeln, Pilaster- und Gesimsgliederung, Mitte 18. Jahrhundert, nördlich in der Symmetrieachse des Schlossparks Gärtnerhaus (), zweigeschossiger Sandsteinquaderbau mit Walmdach und Fledermausgauben, 1. Viertel 19. Jahrhundert Gartenmauer (), verputzte Mauer mit Ziegeldeckung, südlich korbbogiges Sandsteinportal mit toskanischen Pilastern, Schweifgiebel und seitlichen Voluten, 1. Hälfte 18. Jahrhundert Schlosspark (), barocke, symmetrische Gartenanlage mit zwei Rondellen, 18. Jahrhundert

Aktennummer: D-5-75-165-93.

Ehemalige Baudenkmäler

Siehe auch Liste der Bodendenkmäler in Sugenheim

Anmerkungen

Literatur

Weblinks

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