hochkant=0.3|rahmenlos|rechts

mini|250px|Kloster Christgarten

Ensemble Kloster und Weiler Christgarten Das Ensemble umfasst den Bereich des ehemaligen Kartäuserklosters mitsamt seinem Forellenteich und einen Teilbereich des ehemaligen Weilers Christgarten mit Forsthaus, Gasthof und einer Reihe von drei kleinen traufseitigen Häusern, wohl ehemaligen Holzfällerhäusern.

Die Ruine der ehemaligen Klosterkirche ist am Südrand des früheren Weilers gelegen, durch einen Bach von diesen Profanbauten getrennt. Das Kartäuserkloster war, 1383 durch die Grafen Ludwig und Friedrich von Oettingen gegründet, gemäß der Kartäuserregel in einsamem Waldtal in unmittelbarer Nähe eines Forellenbaches entstanden. Um 1390 wurde die Klosterkirche erbaut, 1547 die Klosteranlage durch Brand und Plünderung im Schmalkaldischen Krieg erstmals zerstört, 1632 nochmals durch die Schweden. 1648 erfolgte die endgültige Aufhebung des Klosters durch den Westfälischen Frieden; von diesem Zeitpunkt an verfielen die baulichen Anlagen allmählich. mini|Kloster Christgarten Erhalten sind nur noch Teile der Kirche: der Chor, Ruinenteile des ehemaligen Langhauses und des Refektoriums. Die Ruine vor dem Hintergrund des waldreichen Kartäusertales, einer anmutigen Naturlandschaft, vermittelt zusammen mit den wenigen Häusern den Eindruck von Abgeschiedenheit und Stille, steht repräsentativ für den typischen Wahlort einer Eremitenkartause. Zu Wald und Ruine gesellt sich das Wasser, das dem Quelltopf im Westen des ehemaligen Weilers entspringt und sich mit dem aus dem Aufhausener Tal kommenden Bach zum Forellenbach vereinigt. Von Nordosten her wird der Gesamteindruck des Ensembles durch drei architektonische Elemente bestimmt: durch den hohen großflächigen Giebel des Gasthauses, eines Steilsatteldachbaues aus dem Anfang des 19. Jahrhunderts, mit langgezogenem Baukörper der Straße entlang, diesem gegenüber die dichte Reihe der drei erdgeschossigen traufseitigen Kleinhäuser, erbaut wohl Mitte und Ende des 19. Jahrhunderts, verbunden durch Kleingärtchen, das Satteldach über den niederen Eingang und die drei kleinen Frontfenster mit den Fensterläden tief herabgezogen, und schließlich den Chor der Kirchenruine.

Aktennummer: E-7-79-136-1

Baudenkmäler nach Ortsteilen Ederheim

Betzenmühle

Christgarten

Hoppelmühle

Hürnheim

Niederhaus

Thalmühle

Siehe auch Liste der Bodendenkmäler in Ederheim

Anmerkungen

Literatur Georg Lill (Hrsg.), Karl Gröber und Adam Horn (Bearbeiter): Die Kunstdenkmäler von Bayern. Bezirksamt Nördlingen. In der Reihe: Die Kunstdenkmäler von Bayern. Die Kunstdenkmäler von Schwaben. Band I. Bezirksamt Nördlingen. R. Oldenbourg Verlag, München 1938 (Nachdruck: R. Oldenbourg Verlag, München/Wien 1982, ISBN 3-486-50514-9).

Weblinks

In dieser Kartenansicht sind Baudenkmäler ohne Koordinaten mit einem roten bzw. orangen Marker dargestellt und können in der Karte gesetzt werden. Baudenkmäler ohne Bild sind mit einem blauen bzw. roten Marker gekennzeichnet, Baudenkmäler mit Bild mit einem grünen bzw. orangen Marker.

Ederheim