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Die Liste gibt den Fortschreibungsstand vom 30. Mai 2018 wieder und umfasst neunzehn Baudenkmäler. mini|Blick auf Hohenaltheim
Ensembles Ensemble Ortskern Niederaltheim
Das Ensemble umfasst den gesamten Ort entlang seiner von Ost nach West sich ziehenden Haupt- und Durchgangsstraße mit den vereinzelt abzweigenden Nebenwegen.
Niederaltheim ist Beispiel für ein typisches Rieser Straßendorf mit seinen in relativ regelmäßigen Abständen beidseitig zur Straße hin aufgereihten Giebelhäusern, alle erdgeschossig und ebenerdig, wobei sich die typische Hofanlage in Hufeisenform aus der Giebelstellung des Wohnstallhauses, aus der im Winkel dazu zurückliegenden Scheune und auf der dritten Seite entweder durch das Austragshaus oder bereits das Gehöft des Nachbarn ergibt. Der Eindruck baulicher Kontinuität im Dorfverband wird erhöht durch die zur Straße hin den Gehöften vorgesetzte durchgehende Umfriedung, eine niedrige Einzäunung, Vorgartenzone mit Bäumen. Die eigentlichen Gärten beginnen erst hinter Hof und Scheune, ihre Grenzen gegen die anschließende Flur sind vielfach noch durch Hecken oder Baumreihen markiert.
Das Dorf Niederaltheim, das kaum mehr als 50 Höfe und Sölden umfasste, blieb als Filialort des Pfarr- und ehemaligen Herrschaftssitzes Hohenaltheim ohne eigene Kirche. Vom leicht gekrümmten westlichen Ortseingang her beginnt die Bebauung in leichter Staffelung, um dann als Aufreihung von Giebelhäusern sich in der fast geradlinigen Hauptstraße fortzusetzen, die direkt auf die einzigen zweigeschossigen alten Bauten des Ortes zuführt: das traufseitige Gasthaus und das ehemalige Amtshaus, ein Wohnstallhaus mit Walmdach. Auch die innerhalb der erdgeschossigen nordschwäbischen Hofverbände auffallende Zweigeschossigkeit des Gasthauses ist typisch für das Rieser Dorf. Nach fast rechtwinkligem Knick gegen Süden verläuft die Ortsstraße in östlicher Richtung weiter; die Bebauung im sog. Unterdorf wird unregelmäßiger und ist durch jüngste Veränderungen der historischen Substanz gestört.
Der Baubestand der glatt verputzten, schmucklosen Bauernhäuser stammt in seinen ältesten Teilen kaum aus der Zeit vor der Mitte des 19. Jahrhunderts. Zahlreiche Höfe im westlichen Teil des Ortes, dem „Oberdorf“, fielen 1899 einem Ortsbrand zum Opfer, die meisten wurden entsprechend ihrer ursprünglichen Anordnung und unter Beibehaltung des tradierten Haustyps in rascher Folge wieder errichtet. Somit blieb das charakteristische Straßenbild gewahrt. Es ist heute noch von besonderer Anschaulichkeit innerhalb der nördlichen Häuserreihe im Bereich der Anwesen Dorfstraße 10 bis 18. Entsprechend der seit dem frühen 19. Jahrhundert kaum gewachsenen Bevölkerungszahl haben sich Umriss und Ausdehnung des Dorfes bis heute nicht wesentlich geändert. So zeigt auch das Außenbild des in einer Geländefurche liegenden Dorfes noch die relative Geschlossenheit der Bauten im engen Ortsverband: Die steinernen Wände der ursprünglich meist gelb getünchten Massivbauten bilden zusammen mit den roten Steildächern ein dichtes Gefüge, das auch noch in der Fernansicht nur durch das quer zur allgemeinen Firstrichtung stehende Satteldach des Gasthauses überragt wird. Störungen des Ensembles entstanden durch die zweigeschossigen Wohnhaus-Neubauten Dorfstraße 3 und 6.
Aktennummer: E-7-79-162-1
Baudenkmäler nach Gemeindeteilen Hohenaltheim
Frohnmühle
Karlshof
Niederaltheim
Siehe auch Liste der Bodendenkmäler in Hohenaltheim
Anmerkungen
Literatur Georg Lill (Hrsg.), Karl Gröber und Adam Horn (Bearbeiter): Die Kunstdenkmäler von Bayern. Bezirksamt Nördlingen. In der Reihe: Die Kunstdenkmäler von Bayern. Die Kunstdenkmäler von Schwaben. Band I. Bezirksamt Nördlingen. R. Oldenbourg Verlag, München 1938 (Nachdruck: R. Oldenbourg Verlag, München/Wien 1982, ISBN 3-486-50514-9).
Weblinks
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Hohenaltheim !