St. Georgen am Fillmannsbach (auch Sankt Georgen am Fillmannsbach) ist eine Gemeinde im österreichischen Bundesland Oberösterreich im Bezirk Braunau im Innviertel mit Einwohnern (Stand ).
Geografie St. Georgen am Fillmannsbach liegt auf im Oberen Innviertel. Die Ausdehnung beträgt von Nord nach Süd 4,9 km, von West nach Ost 4,3 km. Die Gesamtfläche beträgt 7,2 km². 20,8 % der Fläche sind bewaldet, 75,% der Fläche sind landwirtschaftlich genutzt.Land Oberösterreich – Geografische Daten der Gemeinde St. Georgen.
Das Gemeindegebiet wird von Süd nach Nord vom Fillmannsbach durchflossen.
Gemeindegliederung Das Gemeindegebiet umfasst folgende zehn Ortschaften (in Klammern Einwohnerzahl Stand ): Anferding () Angern () Brandstatt () Feichten () Fillmannsbach () Reichsberg () Sankt Georgen am Fillmannsbach () Scheuern () Steckenbach () Wies ()
Die Gemeinde besteht aus der einzigen Katastralgemeinde St. Georgen.
Die Gemeinde gehört zum Gerichtsbezirk Braunau am Inn.
Nachbargemeinden
Geschichte In einer (gefälschten) Urkunde Heinrich des III. wird 1040 eine capella s. Georgii martiris in der Nähes des sog. Wildsteigs erwähnt. Der Wildsteig (lateinisch: ferina semita) verband Braunau, Neukirchen, Handenberg, St. Georgen am Fillmannsbach mit Gundertshausen, Moosdorf und Schwerting. Um 1120 übergab Eberhard von Haiming dem Stift Mattsee ein Gut in Vilmolzpach, 1299 transverierte das Salzburger Domkapitel Vilmospach an das Stift Ranshofen.
Seit 1722 ist für St. Georgen eine Schule nachweisbar. Es unterrichtete der Mesner in seinem Haus. Der erste Schulleiter war 1744 Josef Gansinger. 1775 wurde ein Schulhaus gebaut.
Seit Gründung des Herzogtums Bayern war der Ort bis 1779 bayrisch und kam nach dem Frieden von Teschen mit dem Innviertel (damals Innbaiern) zu Österreich. Während der Napoleonischen Kriege wieder kurz bayrisch, gehört er seit 1814 endgültig zu Oberösterreich. Nach dem Anschluss Österreichs an das Deutsche Reich am 13. März 1938 gehörte der Ort zum Gau Oberdonau. 1945 erfolgte die Wiederherstellung Oberösterreichs.
Bevölkerungsentwicklung
Kultur und Sehenswürdigkeiten mini|hochkant|Pfarrkirche St. Georgen am Fillmannsbach
Katholische Pfarrkirche St. Georgen am Fillmannsbach
Wirtschaft und Infrastruktur Wirtschaftssektoren In den Jahren 1999 bis 2010 nahm die Anzahl der landwirtschaftlichen Betriebe von dreißig auf zwanzig ab. Im Produktionssektor waren 158 der 171 Erwerbstätigen im Bereich Herstellung von Waren beschäftigt. Im schwach ausgeprägten Dienstleistungssektor arbeiteten acht der 17 Angestellten im Handel. WirtschaftssektorAnzahl BetriebeErwerbstätige2011200120112001Land- und Forstwirtschaft 1)20301825Produktion9517151Dienstleistung17101819 1) Betriebe mit Fläche in den Jahren 2010 und 1999
Arbeitsmarkt, Pendeln Im Jahr 2011 lebten 215 Erwerbstätige in St. Georgen. Davon arbeiteten 49 in der Gemeinde, mehr als drei Viertel pendelten aus.
Politik mini|Gemeindeamt St. Georgen am Fillmannsbach
Verwaltung St. Georgen am Fillmannsbach bildet seit 1. Jänner 2007 mit der Nachbargemeinde Handenberg eine Verwaltungsgemeinschaft.Gemeinde St. Georgen am Fillmannsbach & Handenberg.
Gemeinderat Der Gemeinderat hat seit 2021 13 Mitglieder. Nach den Gemeinderats- und Bürgermeisterwahlen in Oberösterreich hatte/hat der Gemeinderat folgende Verteilungen: 1997: 5 FPÖ und 4 ÖVP. (9 Mandate) 2003: 6 FPÖ und 3 ÖVP. (9 Mandate) 2009: 5 FPÖ und 4 ÖVP. (9 Mandate) 2015: 5 FPÖ und 4 ÖVP. (9 Mandate) 2021: 7 ÖVP und 6 FPÖ.
Partei20212015200920031997%MandateProzentMandate%Mandate%Mandate%MandateFPÖ45,16654,39553,90560,08658,575ÖVP54,84745,61446,10439,92341,434
Bürgermeister
Bürgermeister seit 1850 waren:
Wappen rechts|150px Offizielle Beschreibung des 1985 verliehenen Gemeindewappens: „In Gold ein schwarzer, rote Flammen speiender Drachenrumpf mit rote Flammen sprühenden Ohren.“ Die Gemeindefarben sind Rot-Gelb-Schwarz.Symbolische Darstellung des Namensgebers des Ortes und Patrons der Pfarre, des hl. Georg als Drachentöter. Der in leicht abgeänderter Form dem Adelswappen des Gottfried Wilhelm Graf Rheinstein-Tattenbach entnommene Drachenrumpf kann auch als Hinweis auf den Stifter des Benefiziums an der Frauen-Fürbitt-Kapelle in Eberschwang gedeutet werden, das 1786 zur Versorgung der Geistlichen in der neu gegründeten Lokalie nach St. Georgen verlegt wurde.
Persönlichkeiten Beno Weilbuchner (1786/1787–1862)(* 1786 oder 1787; † 9. Juni 1862), ehelichte am 24. Juli 1821 Anna Maria Probst. Armenvater im 1823 gegründeten Armeninstitut. Stellte eine Bauparzelle für die Errichtung des Kalvarienbergs zur Verfügung Franz Giger (1856–1937), Bauer und Politiker Michael Wilflingseder (1878–1957), Konsistorialrat, 47 Jahre Pfarrer in St. Georgen. Opfer des Nationalsozialismus.Konsistorialrat Michael Wilflingseder wurde am 13. August 1941 wegen Abhörens von Auslandssendern verhaftet und zu einer Zuchtstrafe von 1½ Jahren verurteilt, die er im Zuchthaus Stein a. d. D. verbüßte. Enthaftet am 12. Feber 1943.
Literatur
Weblinks
Einzelnachweise
Kategorie:Südinnviertler Seengebiet