Palting ist eine Gemeinde in Oberösterreich im Bezirk Braunau im Innviertel mit Einwohnern (Stand ). Der zuständige Gerichtsbezirk ist der Gerichtsbezirk Mattighofen.
Geografie Palting liegt auf 514 Meter Höhe im Innviertel und wird von der Mattig durchflossen. Die Ausdehnung beträgt von Nord nach Süd 4,7 km, von West nach Ost 4,1 km. Die Gesamtfläche beträgt 11½ Quadratkilometer. Davon werden siebzig Prozent landwirtschaftlich genutzt, drei Prozent sind Gärten und beinahe zwanzig Prozent sind bewaldet.
Gemeindegliederung Das Gemeindegebiet umfasst folgende 20 Ortschaften (in Klammern Einwohnerzahl Stand ):
Die Gemeinde besteht aus den zwei Katastralgemeinden Mundenham und Palting.
Nachbargemeinden Zwei der fünf Nachbargemeinden liegen im Bezirk Salzburg-Umgebung (SL).
Geschichte Die erste urkundliche Erwähnung von Palting erfolgte im 12. Jahrhundert als „Baldo“. Die den hl. Simon und hl. Judas-Thaddäus geweihte Kirche ist seit 1325 bekannt. Sie wurde um 1740 von Johann Michael Vierthaler neu erbaut. Bekannt ist sie wegen des Altöttinger Gottesmutteraltars aus der Werkstätte von Meinrad Guggenbichler.
Im Jahr 1586 wurde die Laimhausmühle in Singham urkundlich erwähnt. Das Geschlecht der Mundenhaimer war im Ort Mundenham ansässig. Dort wurde 1660 eine Brauerei gegründet, die bis 1981 existierte.
Die heutige Form besitzt die Gemeinde Palting seit der Trennung von Perwang im Jahr 1958.
mini|hochkant|Pfarrkirche Palting mini|hochkant|Kapelle Weikertsham Einwohnerentwicklung
1991 hatte die Gemeinde laut Volkszählung 785 Einwohner, 2001 dann 867 Einwohner. Die Bevölkerungszahl wuchs weiter auf 904 im Jahr 2011 und 1.294 im Jahr 2025. In diesen Jahren hatte Palting sowohl eine positive Geburtenbilanz als auch eine positive Wanderungsbilanz. (Stand 2019)
Kultur und Sehenswürdigkeiten
Katholische Pfarrkirche Palting hl. Simon und hl. Judas Kapelle Weikertsham Kapelle Eidenham Kapelle Mundenham
Wirtschaft und Infrastruktur Die Anzahl der landwirtschaftlichen Betriebe sank von 57 im Jahr 1999 auf 45 im Jahr 2010. Die 29 Vollerwerbsbauern bewirtschafteten mehr als achtzig Prozent der Flächen. Im Produktionssektor waren 50 Erwerbstätige beschäftigt, davon 39 im Bereich Herstellung von Waren. Der größte Arbeitgeber im Dienstleistungssektor war der Handel, wo beinahe zwei Drittel der 147 Beschäftigten arbeiteten (Stand 2011). Von den 534 Erwerbstätigen, die im Jahr 2011 in Palting lebten, pendelten drei Viertel zur Arbeit aus.
Politik
Der Gemeinderat hat 13 Mitglieder. Nach den Gemeinderats- und Bürgermeisterwahlen in Oberösterreich hatte/hat der Gemeinderat folgende Verteilungen: 1997: 8 ÖVP, 3 FPÖ und 1 SPÖ. 2003: 10 ÖVP und 3 SPÖ. 2009: 11 ÖVP und 2 SPÖ. 2015: 8 ÖVP, 4 FPÖ und 1 SPÖ. 2021: 9 ÖVP und 4 FPÖ.
Partei20212015200920031997%MandateProzentMandate%Mandate%Mandate%MandateÖVP70,30957,69879,801173,461057,178SPÖ11,21120,20226,54319,351FPÖ29,70431,10423,483
Bürgermeister
bis 2008 Josef Roider (ÖVP) seit 2008 Franz Stockinger (ÖVP)
Wappen rechts|150px Offizielle Beschreibung des Gemeindewappens: In Blau auf goldenem Dreiberg eine silberne Kleestaude mit einem vierteiligen Blatt in der Mitte. Die Gemeindefarben sind Blau-Weiß-Blau.
Literatur Rudolf Pöschl: Palting in der Zeit der napoleonischen Kriege. In: Das Bundwerk. Schriftenreihe des Innviertler Kulturkreises. Jahrgang 26, 2011, S. 77–90 und Jahrgang 27, 2012, S. 87–105 (Teil 2).
Weblinks
Einzelnachweise
Kategorie:Südinnviertler Seengebiet Kategorie:Ort im Einzugsgebiet Mattig